Chiang Mai: Drei Reporter und zwei Aktivisten aus Burma wurden wegen illegaler Einreise verhaftet

Drei Reporter und zwei Aktivisten aus Burma wurden in Chiang Mai wegen illegaler Einreise verhaftet und müssen möglicherweise abgeschoben werden, teilten die Nachrichtenorganisation der Reporter und die örtliche Polizei am Dienstag mit.

Der Sprecher des Außenministeriums, Tanee Sangrat, sagte später, sie suchten einen Ausweg aus dem Fall.

“Die betroffenen thailändischen Behörden koordinieren die Suche nach möglichen humanitären Lösungen für diesen Fall”, sagte Tanee gegenüber Reportern.

Der Sender DVB (Democratic Voice of Burma) sagte, die fünf seien am Sonntag festgenommen worden, und appellierte an die thailändischen Behörden, sie nicht nach Myanmar auszuweisen, wo die Nachrichtenorganisation von der Junta verboten wurde.

“Ihr Leben wird ernsthaft gefährdet sein, wenn sie zurückkehren”, sagte Aye Chan Naing, Exekutivdirektor der DVB, in einer Erklärung, in der auch der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen um Hilfe gebeten wurde.

In der Erklärung heißt es, sie seien seit dem Putsch vom 1. Februar vor dem Vorgehen der Armee in Burma geflohen, bei dem Dutzende von Journalisten unter Tausenden von Personen festgenommen wurden. Die Lizenzen der DVB und mehrerer anderer unabhängiger Medienorganisationen wurden widerrufen.

Der in Oslo ansässige Redakteur teilte AFP mit, dass die Gruppe am Dienstag vor Gericht erscheinen soll.

Thapanapong Chairangsri, der Polizeichef im Bezirk San Sai außerhalb der Stadt Chiang Mai, teilte Reuters mit, dass fünf burmesische Bürger wegen illegaler Einreise verhaftet worden seien und am Dienstag vor Gericht gestellt würden.

Er sagte, sie würden gemäß dem Gesetz abgeschoben, fügte jedoch hinzu, dass sie wegen des Ausbruchs des Coronavirus 14 Tage in Haft bleiben würden, bevor sie den Einwanderungsbehörden übergeben würden.

Die DVB, eine bekannte Nachrichtenorganisation in Myanmar, startete während der vorangegangenen Junta als Medienunternehmen im Exil und sendete unzensierte Berichte in Fernsehen und Radio.

Sie zog 2012 nach Burma, ein Jahr nachdem die Militärdiktatur ihren Griff gelockert hatte.

Trotz des Verlusts der Rundfunklizenz im März berichtete das Unternehmen weiterhin und veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite regelmäßig Updates zu den täglichen Protesten und Razzien im ganzen Land.

Es sendet auch über Satellitenfernsehen – ein Schritt, den die Junta zu stoppen versuchte, als sie den Haushalten untersagte, Satellitenschüsseln zu verwenden. In einer per E-Mail gesendeten Erklärung sagte der Foreign Correspondents ‘Club of Thailand: „Diese fünf Personen würden einer gewissen Verhaftung und Verfolgung ausgesetzt sein.”

“Vielmehr sollten die DVB-Journalisten und ihre Mitarbeiter aus der Haft entlassen, dringend Schutz geboten und das Recht eingeräumt werden, vorübergehend in Thailand zu bleiben.”

“Mehr als 70 Journalisten gehören zu den rund 5.000 Personen, die seit einem Militärputsch am 1. Februar von Sicherheitskräften festgenommen wurden. Die überwiegende Mehrheit befindet sich weiterhin in Haft, als es weit verbreitete Berichte über Folter und außergerichtliche Morde gab.”

“Die Welt beobachtet, was die thailändischen Behörden in diesem wichtigen Fall für die Pressefreiheit in Burma und der Region und für den Schutz derjenigen tun, die vor dem brutalen Vorgehen der Junta gegen unabhängige Medien und die Zivilgesellschaft fliehen.” / Bangkok Post

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2 Antworten zu Chiang Mai: Drei Reporter und zwei Aktivisten aus Burma wurden wegen illegaler Einreise verhaftet

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Da dieser Beitrag im richtigen Thread nicht erschien , kopiere ich ihn hierhin:

     

    STIN sagt:

    12. Mai 2021 um 4:39 pm

    Also jetzt bin ich völlig vom Hocker….

    In einer angeblichen Militärdiktatur mit einem Militärdiktator und
    in einem Land, wo Ausländer ausgenommen, Thais bevorzugt behandelt werden –
    urteilt das Berufungsgericht und das Oberste Gericht zugunsten des Ausländers.

    Wie kann das sein…..?

    Waren die vll der Meinung, Andy Hall wäre ein Thailänder?
    War das nur Show – um Andy Hall nach TH zu locken und dann festzunehmen?

    Fragen über Fragen…..

    Antworten

     

    Ja, natuerlich war es nur Show.

    Vielleicht auch um  Andy Hall nach Thailand zurueckzulocken.

    Hauptsaechlich aber deshalb:

    Was Andy Hall berichtet hat trifft nicht nur fuer diese Firma zu, sondern

    fuer viele Thai Firmen.

    Man wollte nicht dass am Maerchen von den humanen thailaendischen

    Arbeitsbedingungen und den serioesen thailaendischen Qualitaetsbezeichnungen

    geruettelt wird.

    Die Verleumdungsklage ist in der Tat eine haeufig genutzte Waffe in Thailand gegen

    Auslaender oder Kritiker. Zumindest deren Androhung.Auch ich bin hier schon

    damit bedroht worden.

    Andere Methoden sind Erpressung mit allen moeglichen  Gruenden und natuerlich

    die Ultima Ratio.Der Weg ins naechstbeste Leben.

    Wird nur selten angewandt weil Thai feige sind und sich auch gegenseitig zu Recht

    nicht trauen.Wo bekommt man in diesem Land schon einen zuverlaessigen Killer her?

    Einfacher ist da das Ausstreuen von Geruechten und wirklichen Verleumdungen

    besonders gegen Auslaender weil man sich denen so unterlegen fuehlt.

    Und weil die keine Moeglichkeit haben sich zu wehren oder sich garnicht wehren wollen!

    Das Einzige was in Thailand etwas aendern wuerde waere Transparenz.

    Die wurde bisher noch von keiner Regierung hergestellt , aber diese Militaerdiktatur

    ist die intransparenteste Regierung die Thailand waehrend meiner Zeit hier hatte.

    Dafuer macht sie die meiste Propaganda und luegt den Leuten die Hucke voll.

    • STIN STIN sagt:

      Ja, natuerlich war es nur Show.

      Vielleicht auch um Andy Hall nach Thailand zurueckzulocken.

      aha, als nur Show – und der Haftbefehl wird dann vollzogen, wenn er kommt, auch wenn er
      vom Gericht freigesprochen wurde.

      Interessant……

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