Bangkok: Im größten Slum des Landes droht wegen Corona eine Katastrophe

Während die Gesundheitsbehörden gegen die Zeit kämpfen, um den Klong Toey-Cluster in Angriff zu nehmen, droht im größten Slum des Landes eine weitere Krise.

Aufgrund der Überfüllung, die die soziale Distanzierung erschwert, und der schlechten sanitären Bedingungen verbreitete sich Covid-19 schnell, nachdem die ersten Fälle im Zusammenhang mit dem Thong Lor Cluster entdeckt wurden, wobei die Ansteckungsrate mit einer Rate von 4,5% alarmierte.

Viele waren infiziert, als sie darauf warteten, dass ein Familienmitglied von zu Hause ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Ausbruch hat den Community-Mitgliedern viele Probleme bereitet. Einige haben Verwandte verloren, andere mussten sich um Familienmitglieder in einem kritischen Zustand kümmern und die finanzielle Belastung übernehmen, während sie darum kämpfen, über die Runden zu kommen.

Selbst diejenigen, die sich von dem Virus erholen, können ihr normales Leben nicht sofort wieder aufnehmen, da sie eine 14-tägige Quarantäne durchführen müssen. Solche Anforderungen können für Staatsbeamte oder Angestellte mit einem monatlichen Gehalt möglich sein, die das Work-from-Home-Modul übernehmen können, aber es ist schwierig für Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch harte Arbeit verdienen, meistens mit dem täglichen Mindestlohn. Bis jetzt haben keine staatlichen Stellen einen Plan, um dieses schwierige wirtschaftliche Problem zu lösen, das eine große Gruppe von Klong Toeys Gemeindebewohnern betrifft.

Darüber hinaus sind einige Unternehmen aufgrund staatlicher Beschränkungen mit einer Krise konfrontiert, darunter ein Verbot von Abendessen in Restaurants und die ständige Schließung von Märkten, die eine wichtige Beschäftigungsquelle für die Klong Toey Gemeinde darstellen. Unter solch ungünstigen Umständen müssen diese Unternehmen Kostensenkungsmaßnahmen ergreifen und einige Arbeitnehmer entlassen.

Ein Problem, das nicht ignoriert werden kann, ist das soziale Stigma. Es muss zugegeben werden, dass Klong Toey ein Wohngebiet für Niedriglohnempfänger ist. Aber nachdem sie sich zum Virus-Epizentrum entwickelt haben, kann ein begleitendes soziales Stigma diese Arbeitnehmer ihre Arbeit kosten, da die Arbeitgeber sie möglicherweise entlassen, um die Übertragung von Covid zu verhindern.

Prateep Ungsongtham, ein bekannter Slumführer, sagte, die Klong Toey Gemeinde sei jetzt ausschließlich auf Spenden wie Lebensmittel und Notwendigkeiten angewiesen. Es gibt keine staatliche Unterstützung.

Obwohl der Gouverneur von Bangkok, Aswin Kwanmuang, um Hilfe bittet und Freiwillige in verschiedenen Bereichen wie medizinische Versorgung und Lebensmittelverteilung rekrutiert, ist das Rathaus einen Schritt hinter dem Problem.

Gleichzeitig hat die Regierung ihr Hilfspaket entworfen, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzudämmen und den Konsum anzukurbeln. Das Finanzpaket berücksichtigt jedoch nicht die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, denen einkommensschwache Gemeindebewohner ausgesetzt sind. Anscheinend gibt es eine große Lücke in der staatlichen Hilfe, die dringend angegangen werden muss.

Zum Beispiel müssen staatliche Stellen ein Unterstützungssystem bereitstellen, das es den vom Virus Betroffenen ermöglicht, ein normales Leben wieder aufzunehmen, oder eine Kampagne gegen soziale Stigmatisierung durch Aufklärung, um sicherzustellen, dass jeder weiterhin auf der Hut ist.

Wie ein Sprichwort sagt, ist es besser spät als nie. Im Gegenteil, der Staat muss über ein Hilfspaket nachdenken, das für diese stark gefährdete Gruppe praktisch genug ist und das sich auch mit geistiger Genesung befasst, um die Folgen zu lindern und Drogenkonsum und Selbstmord zu verhindern. Unnötig zu erwähnen, dass die Slumgemeinden schwere Zeiten vor sich haben, da die Hoffnung auf Beschäftigung oder Wiederbeschäftigung gering ist und das Virus weiterhin wütet. Ohne Arbeitsplätze oder Einkommen könnte es zu höheren Kriminalitätsraten kommen, die andere Gesellschaftsgruppen betreffen.

Der Staat muss mit Hilfe anderer Sektoren einen mittel- und langfristigen Plan zur Schaffung von Arbeitsplätzen für diese gefährdete Gruppe ausarbeiten, um weitere soziale Turbulenzen zu verhindern.

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"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
19. Mai 2021 3:18 pm

Was soll das? Jetzt bringen Sie wieder die Uraltbilder, eines ist wohl auch aus Indien??
Geben Sie einfach die Koordinaten an! Oder koennen Sie das nicht?!

 STIN sagt:

18. Mai 2021 um 4:00 pm

Laecherlich, Sie drehen und winden sich!

Natuerlich ist das am Khlong, schon etwas bloede die Antwort.

nein, natürlich ist der ganze Slum nicht nur am Khlong – geht auch weiter weg vom Khlong.

Die Aussage kam aber von Ihnen!

WO am Khlong ist es denn genau!? Die haben meiner Ansicht nach laengst Faekalientanks!

versteh deine Frage nicht – der ganze Bezirk ist ein Slum. Am Khlong halt ganz schlimm, weil es stinkt.

Ich habe das mit Streetview abgefahren, da wird das nicht bestaetigt, auch nicht fuer die Hinterseiten oder "unter" den Bruecken!

  • Je nach Jahreszeit, kann man den Khlong Toey taeglich mit >70 mio bis 520 mio m3 durchspuelen!!

    bringt nicht viel – die kacken schon während der Reinigung wieder rein

  •  

     

    Wissen Sie was, "taeglich 70-520
    mio m3 sind?

     

    Man kann auch Chemikalien reinschuetten, damit es noch mehr stinkt (nach faule Eier und Aehnliches) . Alles nachbar!!!

    nein, muss man nicht – machen schon die Bewohner selbst.

  •  

    Ist aber MACHBAR!
    Wenn die NobelWohnungen gebaut wurden, riecht es dann auf einmal gut.
    Komischerweise steigt dann aber im Unrterlauf die Hochwassergefahr!

    Dann müssten sie ganz Khlong Toey abreissen – wohin dann mit den 100.000en Bewohnern?

Was ist jetzt das fuer eine Logik?

5555 Leerstehende  Wohnblocks sollte es genug geben!

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
16. Mai 2021 11:43 am

Ich vermisse hier auch einen Beitrag!

Kann aber sein, ich verwechsele es, bei der vielen Loescherei! Warum wird nicht die Strikethrough-Formatierung.

Ich halte Khlong Toey NICHT fuer einen Slum!!!!

Wuerden im ganzen Land soviele Untersuchungen durchgefuehrt wie jetzt aktuell Khlong Toey, gaebe es in TH keine Pandemie, weil es im Verhaeltnis zu den Toten viel zu viele Infizierte gibt.

Ausserdem muss man bei einer Ansteckungsrate (Reproduktinsahl>1) davon ausgehen, dass in wenigen Wochen die Herdenimmunitaet erreicht ist, ohne Impfung!!!

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
16. Mai 2021 3:16 pm
Reply to  STIN

STIN sagt:

16. Mai 2021 um 2:00 pm

Ich halte Khlong Toey NICHT fuer einen Slum!!!!

Es kommt nicht darauf an, wie du diesen Slum bewertest, sondern das es einer ist.
Khlong Toey ist der größte Slum in Thailand, gibt aber noch 1200+ andere.

Ich habe Ihnen die Bilder (mit Strom, TV, Wasser, …) verlinkt und Sie aufgefordert mir den Code fuer Ihren "Slum"zu geben. Dem sind sie nicht nachgekommen.

Ich hatte ihnen ein Bild von SmogCity eingefuegt, auch keine Antwort.

Hier und in ganz TH gibt es diese Gesindehaeuser, in Garagengroesse, etwas laenger, Wand an Wand. da wohnen leben hausen bis zu 10 Menschen drin.in einer Reihe bis zu 100, auf beiden Seiten vom Pfad dann 200.

Anders als bei uns (my home ist my Castele)lebt der Thai, Asiate abgesehen vom Schlafen ausschliesslich draussen! Fuer TV-schauen gibt es meist eine Zwischenloesung! Auf Wohnkomfort wird nicht so viel wert gelegt, schon gar nicht die Wanderarbeiter.

Frueher war das alles aus Holz oder gar bambus.

Wuerden im ganzen Land soviele Untersuchungen durchgefuehrt wie jetzt aktuell
Khlong Toey, gaebe es in TH keine Pandemie, weil es im Verhaeltnis zu den Toten viel zu viele Infizierte gibt.

Nein,

DOCH!

TH hätte nur Impfstoff besorgen müssen, haben sie aber nicht.
Wohl damit es Bioscience herstellen kann – mehr kann ich dazu nicht schreiben.

Faengt schon wieder  der Wahlkampf an???

Ausserdem muss man bei einer Ansteckungsrate (Reproduktinsahl>1) davon ausgehen,
dass in wenigen Wochen die Herdenimmunitaet erreicht ist, ohne Impfung!!!

Darauf hat sich Schweden verlassen und sind gescheitert. Derzeit auch Singapur, Malaysia, Japan, Thailand
u.a.
Es gibt wohl nicht wirklich eine Herdenimmunität, solange das Virus mutiert.

Genauso ist es bei der Impfung!!!

Soweit ich es verstanden habe,ist eine zweite Ansteckung nicht mehr so schlimm! Wie das mit dem "Gedaechtnis" bei der Impfung ist? …. wohl nicht so!

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
18. Mai 2021 3:11 pm
Reply to  STIN

WO genau sind diese “speziellen Viertel”???

Ich denke Sie luegen.

Da sollen Leut rausgepresst werden!

Ist hier auch so! Da wird so ein Mittel reingeschmissen damit es bestialisch stinkt und wenn die umgesiedelt wurden in ein 60qm-Loch!!!

Wird beste Wohnlage daraus.

Bei Umsiedlung wegen Staudamm regen Sie sich auf. Hier stehen Sie selbst dahinter!

Wer ist denn da der Bauherr!!???????
Je nach Jahreszeit, kann man den Khlong Toey taeglich mit >70 mio bis 520 mio m3 durchspuelen!!
WARUM macht “MAN” es nicht !!?? Damit es ordentlich stinkt!
Man kann auch Chemikalien reinschuetten, damit es noch mehr stinkt (nach faule Eier und Aehnliches) . Alle nachbar!!!

"Forentroll"
Gast
"Forentroll"
18. Mai 2021 3:51 pm
Reply to  STIN

Laecherlich, Sie drehen und winden sich!

Natuerlich ist das am Khlong, schon etwas bloede die Antwort.

WO am Khlong ist es denn genau!? Die haben meiner Ansicht nach laengst Faekalientanks!

Ausserdem :

Je nach Jahreszeit, kann man den Khlong Toey taeglich mit >70 mio bis 520 mio m3 durchspuelen!!

WARUM macht "MAN" es nicht !!?? Damit es ordentlich stinkt!

Man kann auch Chemikalien reinschuetten, damit es noch mehr stinkt (nach faule Eier und Aehnliches) . Alles nachbar!!!

Wenn die NobelWohnungen gebaut wurden, riecht es dann auf einmal gut. Komischerweise steigt dann aber im Unrterlauf die Hochwassergefahr! 

Ich bin den ganzen Khlong mit Streetview "abgefahren". Da gibt es unzaehlige Einblicke und Panoramafotos von hinten.

Also nochmal. WO SOLL DAS SEIN!????

 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
16. Mai 2021 8:10 am

Auch hier ist ein Beitrag von mir verschwunden worden.

Natuerlich loescht nicht STIN.Dafuer hat er seine Leute.

Viele Beitraege von mir gehen erst durch die Zensur

und erscheinen dann doch nicht.

Wolf5
Gast
Wolf5
15. Mai 2021 7:50 am

Nicht nur im größten Slum des Landes droht wegen Corona eine Katastrophe, sondern es kann die gesamte Mekongregion betreffen.

Dazu ein lesenswerter Artikel der „Bangkok Post”, welcher deutlich macht, was jetzt drindender als alles andere ist, nämlich ein Regionaler Impfstoffansatz der Mekongregion.

Einige Auszüge:

Obwohl TH die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr recht gut gehandhabt hat, gibt es jetzt massive Probleme.

Denn als die Impfstoff-Einführung Anfang des Jahres weltweit begann, wurde die Situation Thailand durch die 2. Welle verschlimmert.

Die Regierung entschied trotzdem, Covax nicht beizutreten, das vom Rest der Asean und fast allen anderen Ländern abonniert wird und legte seinen Schwerpunkt auf eine direkte Verbindung zwischen AstraZeneca und Siam Bioscience, ergänzt durch Chinas Sinovac.

Kein Tag vergeht ohne öffentliche Kritik an der Torheit dieser Strategie und dem groben Missmanagement und der offensichtlichen Vertuschung durch die Regierung.

Die Erfolge der relativen Vireneinschließung in der Mekong-Region schienen die Impfung weniger dringlich zu machen, im Vergleich zu anderen Ländern, in denen die Fallzahlen viel höher waren.

Doch die anhaltenden Virenausbrüche, insbesondere in Thailand als regionalem Drehkreuz, deuten darauf hin, dass rasche Impftriebe erforderlich sind, um die wirtschaftliche Erholung und die Fähigkeit zu gewährleisten, über Covid-19 hinaus auf soliden Fundamenten zu kommen.

Aber in der globalen Rangliste sind alle Mekong-Länder bei der Impfung weit hinten.

Auch ist der Zugang der Mekong-Länder zu Impfstoffen und eine schnelle Impfung ungewiss und dürfte länger dauern als erwartet, was eine Erholung und eine vollständige Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit behindert.

Während Singapur den USA und dem Vereinigten Königreich beitritt, während die Industrieländer bis Ende 2021 die Herdenimmunität erreichen, hinken die Mekong-Länder hinterher.

Es ist davon auszugehen, dass die Covid-19-Krise durchaus bis zu fünf Jahre vom Ausbruch bis zur “neuen Normalität” dauern kann.

Da sowohl die Virus- als auch die Impfstoff-Herausforderungen die “Regionalität” der Mekong-Festlandländer weiter verstärkt haben, sollten sich die beteiligten Regierungen auf einen Ansatz zur Regionalisierung von Impfstoffen und die Beschleunigung der Verfügbarkeit und des Zugangs von Covax AstraZeneca für alle fünf Länder konzentrieren.

https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/2115255/regional-vaccine-approach-is-imperative