Bangkok: ISP´s müssen Fake-News-Webseiten schließen – oder es droht Strafe

Internetdienstanbietern (ISPs) wurden gerichtliche Verfügungen erlassen, in denen sie aufgefordert wurden, die Konten von acht Personen zu schließen oder zu entfernen, die angeblich gefälschte Nachrichten auf Websites und in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben, sagt Chaiwut Thanakhamanusorn, Minister für digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

Herr Chaiwut sagte, die Dienstleister seien gestern ins Ministerium eingeladen worden, um die Gerichtsbeschlüsse zu bestätigen.

Die zur Entfernung angeordneten Konten wurden unter den Namen Pavin Chachavalpongpan, Andrew MacGregor Marschall, Royal Marketplace, Suda Rangkupan, DK Ning, Aum Neko, Kon Thai Großbritannien und Pixel-HELPER registriert.

Von allen acht Facebook-Konten und -Gruppen ist bekannt, dass sie in den sozialen Medien regierungs- und monarchiekritisch sind.

Einige Kontoinhaber sind politische Kommentatoren, die seit dem Putsch 2014 im Exil leben. Einer ist Pavin Chachavalpongpan, ein Forscher an der Universität Kyoto, der die Facebook-Gruppe “Royalist Marketplace — Talad Luang” hostet.

Er wird von der Regierung wegen Verstoßes gegen das Majestätsbeleidigungsgesetz gesucht.

Laut Gerichtsbeschluss müssen Internetdienstanbieter Informationen, die von Einzelpersonen auf Websites und in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, zusammen mit ihren Passwörtern und IP-Adressen von ihren Computersystemen entfernen oder blockieren.

Herr Chaiwut sagte, das Ministerium habe den Anbietern die Schritte erklärt, die sie befolgen müssen, und die Strafen bei Nichteinhaltung.

Er warnte alle Internetnutzer davor, im Internet gegen das Gesetz zu verstoßen.

Sunai Pasuk, ein leitender Forscher bei Human Rights Watch, nannte die gerichtliche Anordnung eine Zensuranordnung, die Facebook anweist, Kritiker der Monarchie zu verbieten. Dies werde die Fähigkeit der Menschen, sich auszudrücken, sowie den offenen Raum der Social-Media-Plattform ersticken, sagte er.

Herr Sunai sagte, die Anordnung zeige die Missachtung der internationalen Menschenrechtsstandards durch die Regierung. / Bangkok Post

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3 Antworten zu Bangkok: ISP´s müssen Fake-News-Webseiten schließen – oder es droht Strafe

  1. "Forentroll" sagt:

    Wenn das nicht so einfach ist,  warum löschen Sie dann ständig meine Kommentare? 

    Sie haben nur Glück,  das die Thais Ihre bösartigen Volksverhetzungen nicht verstehen. 

    • STIN sagt:

      Sie haben nur Glück, das die Thais Ihre bösartigen Volksverhetzungen nicht verstehen.

      das was du bei mir Volksverhetzung nennst, hab ich eigentlich direkt von den Thais.

  2. STIN sagt:

    das ist gar nicht so einfach möglich.
    Access-Providers können natürlich Webseiten schließen – aber nicht, wenn die Besucher über ZenMate, Thor oder VPN auf die Seite
    gehen, dann lässt sich gar nix schließen. Die gehen dann über Hongkong, DE oder USA auf die Webseite und fertig.

    Daher bekommt man auch die Fake-Seiten in DE nicht in den Griff.

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