Laut Asia Plus Securities (ASPS) könnte das BIP-Wachstum Thailands in diesem Jahr im negativen Bereich liegen

Laut Asia Plus Securities (ASPS) könnte das BIP-Wachstum Thailands in diesem Jahr im negativen Bereich liegen, da die intensiven Sperrmaßnahmen und die Aussicht auf eine langwierige Pandemie die Wirtschaft weiterhin belasten.

Die bevorstehenden Sperrmaßnahmen werden voraussichtlich so streng sein wie im zweiten Quartal 2020, was die Aussichten für die Wirtschaft unter Druck setzt. Hotel, Lebensmittel, Fluggesellschaften, Baugewerbe, Einkaufszentren und die Medien werden weiterhin viel stärker als andere Sektoren vom Abschwung betroffen sein.

Thailands erster Lockdown im Jahr 2020 dauerte 38 Tage vom 26. März bis 3. Mai 2020. Dadurch schrumpfte das BIP des Landes für das ganze Jahr um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr.


Ein GrabFood Lieferfahrer holt am Freitag Bestellungen von einer McDonald’s Filiale in
Bangkok ab, da die Essensverbote aufgrund der Covid-19 Beschränkungen im ganzen Land weiterhin bestehen. AFP

Ebenso könnte der aktuelle Lockdown in der zweiten Jahreshälfte dazu führen, dass die BIP-Wachstumsprognosen noch weiter herabgestuft werden. Das thailändische BIP-Wachstum wird höchstwahrscheinlich unter 1 % sinken oder sogar in den negativen Bereich fallen, wenn die Pandemie noch weiter anhält. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat an zwei aufeinanderfolgenden Tagen 10.000 überschritten, während die Sperrung ab heute (20. Juli) auf 13 Provinzen ausgedehnt wurde.

„Die sich schnell ausbreitende Delta Variante des Coronavirus ist eine Herausforderung und schwerer einzudämmen. Thailands Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit in Südostasien an zweiter Stelle und in Bezug auf den Anteil an der Gesamtbevölkerung an erster Stelle. Es liegt auch weltweit an 8.

Die thailändische Wirtschaft wird daher weiterhin betroffen sein und möglicherweise strengere Maßnahmen von der Regierung erfahren“, sagte Therdsak Thaveeteeratham, der Executive Vize Präsident von ASPS.

Die jüngste Ausbruchswelle hat sich auf etwa 73 % der Gewinne börsennotierter Unternehmen ausgewirkt, von denen 14 % als hochwirksam eingestuft werden.

Laut einer ASPS Studie werden sechs Geschäftsbereiche, die 26 % der gesamten Marktkapitalisierung und 14 % des Gesamtgewinns ausmachen, die am stärksten von der Sperrung betroffen sind.

Hotels, Restaurants und Einkaufszentren sind von den Reisebeschränkungen direkt betroffen. Trotz steigender Lieferumsätze bleibt das Umsatzvolumen aus der Lieferung deutlich geringer als beim sogenannten Dine-in Umsatz.

Darüber hinaus werden die Fluggesellschaften auch weiterhin von den Reisebeschränkungen betroffen sein, die ihre Chancen auf eine Rückkehr zum Normalbetrieb weiter verzögern.

Die Bauarbeiten haben ebenfalls gelitten, seit die Arbeiterlager ab dem 28. Juni für 30 Tage geschlossen werden mussten, da viele Baufirmen laufende Projekte in Bangkok und Umgebung haben. Auch die Zulieferer der Branche wie Hersteller und Vertreiber von Baustoffen sowie Immobilienentwickler waren von der Pandemie und den Einschränkungen stark betroffen.

Die Medienunternehmen wie Kinos sind eine weitere Gruppe, die stark von der Homeoffice-Politik betroffen ist, mit Ausnahme der TV-Medien, die dank des Werbewachstums weniger betroffen sein werden.

Fünf Sektoren, die am wenigsten betroffen sein werden, machen 39 % der gesamten Marktkapitalisierung und 59 % des Gesamtgewinns aus. Energie, Petrochemie, Raffinerie und Öl werden weiterhin kaum betroffen sein.

Die Geschäftsbanken genießen die gleichen kurzfristigen Aussichten, es besteht jedoch weiterhin ein Risiko, wenn sich die wirtschaftliche Erholung noch weiter verlangsamt. / Bangkok Post

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