Bangkok: Exporte stiegen so hoch, wie schon seit 11 Jahren nicht mehr

Obwohl das Land mit dem schlimmsten Ausbruch von Covid-19 konfrontiert ist, halten die Exporte ihre Wachstumsdynamik aufrecht und stiegen im Juni um 43,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der höchste Anstieg seit 11 Jahren.

Laut einem Bericht des Handelsministeriums stiegen die zollabgefertigten Exporte den vierten Monat in Folge, nach Zuwächsen von 41,6 Prozent im Mai, 13,1 Prozent im April und 8,47 Prozent im März, nach einem Rückgang von 2,59 Prozent im Februar.

Die Ausfuhren erreichten einen Wert von 23,7 Milliarden US-Dollar, die höchste Wachstumsrate seit Juni 2010. Die Importe stiegen im Juni um 53,8 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar, was zu einem Handelsüberschuss von 945 Millionen Dollar führte.

epa04713031 Containers are being loaded onto cargo ships at the Port Authority of Thailand, Khlong Toei harbor in Bangkok, Thailand, 20 April 2015. The Thai exports in 2015 is forecasted to expand in a range between zero to one percent growth after shrinking of four percent in the first quarter as a result of the slower recovery of global economy while the Thai gross domestic product is projected to grow by 2.3 per cent. EPA/RUNGROJ YONGRIT

Handelsminister Jurin Laksanawisit führt die solide Exportausweitung im Juni auf die kontinuierliche Umsetzung von Exportförderungsplänen durch das Ministerium seit Anfang des Jahres, die robuste globale wirtschaftliche Erholung, besonders im verarbeitenden Gewerbe, und die Abwertung des Baht zurück.

In der ersten Hälfte dieses Jahres stiegen die thailändischen Exporte um 15,5 Prozent auf 132 Milliarden Dollar, während die Importe um 26,2 Prozent auf 130 Milliarden Dollar zulegten. Das führte zu einem Handelsüberschuss von 2,44 Milliarden Dollar.

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devin
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devin
28. Juli 2021 7:31 am

Ich habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass stin das Moody-Ranking überbewertet, nur um damit zu belegen, dass TH wirtschaftlich gut dasteht.

Deshalb nochmals zur Definition von BBB oder BAA1, was derzeit für TH gilt:

“Schuldner mittlerer Güte, die momentan zufriedenstellend agieren.”

Die Ratingcodes von AA bis CCC können durch die angehängten Zeichen + oder − modifiziert sein, um eine feinere Abstufung innerhalb einer Bonitätsstufe anzuzeigen; Beispiel: AA+ und AA−.

Da stin jedoch im erfinden von irgendwelchen Aussagen Weltmeister ist, wäre es schön zu wissen, wann Bloomnerg geäußert hat, Prayuth würde nicht allzu viel falsch machen.

Kleiner Link genügt.

Auch stin´s Behauptung:

„Thailand Ranking bei Gold/Devisenreserven kannst du sicher selbst raussuchen – liegen auch weltweit für ein Entwicklungsland ganz vorne.“

ist wie so oft auch diesmal nicht richtig.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) kategorisiert 150 Länder als ‚Schwellenländer‘

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwellenland#Liste_von_L%C3%A4ndern

Deshalb nur 3 dieser Entwicklungs- / Schwellenländer -Länder zur Auswahl, welche im Ranking wesentlich besser eingestuft werden, als TH

Süd-Korea = AA ; Litauen = A+ und Polen = A

devin
Gast
devin
27. Juli 2021 4:03 pm

Stin, erinnere dich, dass z.B. die Einstufung BA 1 oder BAA 1 nichts über die tatsächliche Wirtschaftskraft des Landes aussagt und eigentlich nur wichtig für Kreditaufnahmen der Länder ist.

Und wenn du schon Links veröffentlichst, dann solltest du diese auch kontrollieren.

So kann jeder sehen, dass für den Zeitraum 2010 bis 2014 (darin ist Regierung Yingluck enthalten) außer der Hinweis „stabil“ keine Wertung enthalten ist.

Also wieder nur eine Vermutung deinerseits, dass es unter Prayut besser ist, da Vergleich fehlt.

Gleiches gilt für die Goldreserven, welche wenig über die Wirtschaft eines Landes aussagen, sondern hauptsächlich als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich zu Schwankungen des US-Dollar aufbewahrt wird.

So hat D (historisch bedingt) sehr große Goldreserven (2019 = 3.369,7 Tonnen), während z.B. Australien mit 68,7 Tonnen noch nicht einmal die Hälfte des Goldes von TH hat.

Und zur Information:
Während der Regierung Yingluck wurden 2012 TH´s Goldreserven
von 99,5 Tonnen auf 152,4 Tonnen aufgestockt und betrugen
2019 = 154,0 Tonnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldreserve

devin
Gast
devin
27. Juli 2021 9:44 am

Dann wollen wir stin´s Aussage bezüglich Export mal analysieren, wenn er meint:

„Also wenn man die Zahlen unter Yingluck, mit Ausnahme 2012 ansieht, so sind die nicht berauschend.“

So verweist er auf Yingluck, welche von August 2011 bis 07.05.2014 Premier war.

Deshalb kann man der Fairness halber nur 2 Jahre zum Vergleich heranziehen, nämlich 2012 + 2013.

Dagegen ist Prayuth für die Jahre 2015 bis heute verantwortlich.

Und in all den Jahren hat es Prayut auch nicht annähernd geschafft, den Exportumfang von 2012 zu erreichen.

Auch stin´s Aussage:

„Man kann keine Zahlen so gegenüberstellen – weil Tourismus erfordert eine teure Infrastruktur. Mehr Polizei, mehr Sicherheits-Massnahmen, mehr Schäden – die repariert werden müssen usw.
Soviel landesweite Infrastruktur ist bei reinem Export nicht zu unterhalten. „

ist so nicht richtig, da in der Bilanz die erwirtschafteten Zahlen ausgewiesen werden, welche für den Tourismus 2019 = ca. 68,5 Mrd $ betrugen.

Im Jahr 2019 exportierte Thailand für insgesamt 249 Milliarden US-Dollar, davon 10 % sind gerade einmal 24,9 Mrd $, also weit entfernt von den benötigten
68,5 Mrd. $.

Und wenn stin dann noch meint:
„Also auf gut Deutsch: man müsste sehen, was bei beiden Faktoren unter dem Strich übrig bleibt“

würde dies ja bedeuten, dass alle veröffentlichten Zahlen (nicht nur die von TH) im Grunde falsch wären.555

Und wie bereits berndgrimm feststellte, dass stin sich immer wieder auf WTO, Rating-Agenturen usw. beruft, wäre es zur Abwechselung interessant, dafür Links zu bekommen, um derartige Aussagen auch überprüfen zu können.

devin
Gast
devin
26. Juli 2021 11:40 am

Statt immer nur mit Prozentzahlen hausieren zu gehen, sollte man sich lieber die absoluten Zahlen anschauen, da diese wesentlich mehr Aussagekraft beinhalten.

So findet man in nachfolgenden Link TH´s Export in absoluten Zahlen für 2020 und 2021:

https://tradingeconomics.com/thailand/exports

Das die Zahlen für 2021 gegenüber 2020 relativ gut aussehen, liegt hauptsächlich daran, dass 2020 für TH kein besonders gutes Exportjahr war.

Und die Exportzahlen für die Jahre von 2009 bis einschl. 2019 (dort kann jeder sehen, dass die Exportentwicklung in Zeiten dieser Regierung nicht allzu berauschend war) findet man hier:

https://www.statista.com/statistics/332201/export-of-goods-to-thailand/

Deshalb ist auch stin´s Aussage, dass TH den Export nur um weitere 10 % steigern müßte, um den Tourismus auszugleichen völlig falsch.

So können wir anhand nachfolgender Zahlen sehen, dass TH im Jahr 2019 Tourismuseinnahmen in Höhe von 58,13 Mrd Euro (ca. 68,5 Mrd $) hatte.

https://www.laenderdaten.info/Asien/Thailand/tourismus.php

Stellt man den Zahlen TH´s Export die Tourismuseinnahmen gegenüber, kann man leicht feststellen, dass stin´s Behauptung des Ausgleiches bezügl. Mehreinnahmen durch Exportsteigerung ein frommer Wunsch bleiben wird.

Wem es interessiert, noch einige Zahlen zu TH´s Import, welcher 2021 gegenüber 2020 enorm zugenommen hat :
https://tradingeconomics.com/thailand/imports

berndgrimm
Gast
berndgrimm
26. Juli 2021 10:51 am

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berndgrimm
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berndgrimm
26. Juli 2021 10:44 am

Sommermaerchen um vom totalen Covid Versagen dieser Militaerdiktatur abzulenken:

404 – File or directory not found.

The resource you are looking for might have been removed, had its name changed, or is temporarily unavailable.

Unable to determine IP address from host name http://www.tpso.moc.go.th

Dies bekam ich als Antwort als ich nach den Zahlen fuer Juni 2019 suchte!

Uebrigens auch mit VPN!

Ich konnte ums verrecken keine Monatszahlen von 2019 finden. Auch bei der Weltbank nicht.Mit getuerkten Statistiken kann man jeden Mist behaupten.

Aber in STINs Quelle gab es noch diesen interessanten Kommentar:

Thailand's trade surplus decreased to USD 0.95 billion in June 2021 from USD 1.68 billion in the same month a year earlier and missing market consensus of a surplus of USD 1.13 billion. Exports grew by 43.82 percent year-on-year to USD 23.70 billion, while imports rose at a faster 53.75 percent to USD 22.75 billion. Considering the first six months of the year, the trade surplus was at USD 2.39 billion, down from a surplus of USD 4.37 billion in the corresponding period of 2020. source: Ministry of Commerce,

berndgrimm
Gast
berndgrimm
27. Juli 2021 8:21 am
Reply to  STIN

STIN geht hier immer mit einem angeblichen Kommentar von Bloomberg hausieren der Prayuth bescheinigen wuerde

"nicht viel falsch gemacht zu haben"

Da haette ich gern gewusst von wann der war und in welchem Kontext soetwas gesagt wurde.

Die Herrscher von Diktaturen und auch generell Regierungen in Entwicklungslaendern schmuecken sich gern mit Wirtschaftszahlen.

Dabei haben sie daran nur wenig Anteil.

Am Beispiel Prayuths Exportzahlen:

Was kann er wirklich machen?

Die Hauptexporte Thailands sind Industrieprodukte:

Autos , Elektronik, Textilien etc.

Die Produktionsfirmen und die Produktionsroboter kommen aus Japan,China,Korea und Europa.

Da hat Prayuth garkeinen Einfluss, Aber wenn in TH weniger Autos verkauft werden muessen eben mehr exportiert werden.

Wenn Prayuth ploetzlich von Elektromobilitaet in TH redet, dann weil die japanischen Produzenten auch hier Elektroautos bauen werden.Trotzdem wird sich hier auf den Strassen in den naechsten Jahren nix aendern.Elektroautos werden hier genauso selten sein wie es heute Hybridautos hier sind.

Was Prayuth und seine Regierung beeinflussen koennen ist der Export von Rohstoffen und Agrarprodukten.

Ein G2G fuer Reis ,Huehner oder Kung  wuerde aber nur einen kleinen Einfluss auf die Gesamtexportzahlen haben.

Militaers und Politiker,Beamte etc lassen sich gerne Bauchpinseln und spielen gerne den Hanswurst fuer die Industrie.

Die Tatsache dass ich keine offiziellen Monatszahlen der Exporte in 2019 finden konnte, zeigt doch wie der Hase hier laeuft.

2019 war das letzte Wirtschaftsjahr vor Covid und deshalb das Einzige relevante Vergleichsjahr.

Was nuetzen die schoensten Wirtschaftszahlen den Millionen Arbeitslosen und Unterbeschaftigten hier?