Bangkok: Das thailändische Gesundheitsministerium fordert die Öffentlichkeit auf, die Sperrmaßnahmen der Regierung einzuhalten

Das thailändische Gesundheitsministerium fordert die Öffentlichkeit auf, die Sperrmaßnahmen der Regierung einzuhalten, und sagt, dass nur eine Erhöhung der Einhaltung der Richtlinien der Regierung um 5 % in Verbindung mit der laufenden Impfung gefährdeter Gruppen dazu führen könnte, dass die Fallzahlen in den kommenden Wochen dramatisch sinken.

Dr. Kiattiphum Wongrajit, der ständige Sekretär für öffentliche Gesundheit, sagte, dass sowohl die Zahl der Infektionen als auch die Zahl der Todesfälle eng mit der Modellierung der Regierung übereinstimmten und es nur einen kleinen Schritt in Richtung Besonnenheit bedarf, um Covid-19 in Thailand unter Kontrolle zu bringen.


Die Menschen warten am Montag im Einkaufszentrum Future Park Rangsit in der Provinz Pathum Thani auf Covid-19 Impfungen. (Foto: Apichit Jinakul)

Er sagte, dass eine stärkere Zusammenarbeit der Öffentlichkeit erforderlich sei, um die Übertragung in den am stärksten betroffenen Provinzen zu reduzieren, da die Menschen während der diesjährigen Sperrungen deutlich mobiler waren.

Wenn die Menschen dazu gebracht werden könnten, die Lockdown Maßnahmen der Regierung noch etwas rigoroser einzuhalten, und mit Hilfe einer verstärkten Impfkampagne bei den Risikogruppen, würden die Covid-19 Fall- und Todeszahlen deutlich reduziert, sagte er.

„An diesem Punkt müssen wir zusammenarbeiten, um den Ausbruch einzudämmen. Wir möchten jeden Sektor bitten, die Sperrmaßnahmen einzuhalten, sei es nur um Reisen zu vermeiden, oder um Menschen zu treffen. Dies wird nicht nur die Infektionen, sondern auch die Todesfälle senken“, sagte er weiter.

Der Anruf kam, als das Ministerium nach zwei Wochen verschärfter Covid-19 Beschränkungen, einschließlich einer Ausgangssperre in 13 der am stärksten betroffenen Provinzen, ein Update gab.

Die Maßnahmen wurden zunächst im Großraum Bangkok durchgesetzt – Nonthaburi, Samut Prakan, Samut Sakhon, Pathum Thani und Nakhon Pathom sowie ab dem 12. Juli in den vier südlichsten Provinzen Pattani, Yala, Narathiwat und Songkhla.

Chon Buri, Chachoengsao und Ayutthaya wurden später am 20. Juli hinzugefügt und die ursprüngliche Frist lief am Montag (2. August) ab.

Um eine Ansteckungsrate von derzeit knapp 20.000 Neuerkrankungen pro Tag einzudämmen, muss der Lockdown nach Angaben des Staatssekretärs verschärft und alle Bewegungen und Versammlungen von Menschen weiter reduziert werden.

Ohne die erhoffte Eindämmung der Ansteckung hat die Regierung in weiteren 16 Provinzen Lockdowns verhängt und wird alle Maßnahmen noch mindestens zwei Wochen lang aufrecht erhalten.

Um die Ausbreitung von Covid-19 wirksamer einzudämmen, forderte Dr. Kiattiphum die Öffentlichkeit auf, den Versuchen der Behörden, das Virus neuer Opfer zu isolieren und auszuhungern, ihre volle Kooperation zu gewähren, wie es auch bei der ersten Welle und der ersten Sperrung im April letzten Jahres geschah.

„Bitte haben Sie Geduld und helfen Sie uns, die Mobilität zu reduzieren. Wenn wir das schaffen, werden wir sehen, wie sich die Situation im kommenden Monat in der Hauptstadt und in den folgenden Wochen in den anderen Provinzen verbessert“, sagte er.

Er sagte, da 75 – 80 % der Todesfälle bei älteren Menschen mit zugrunde liegenden Gesundheitsproblemen auftraten, sei dies die Bevölkerungsgruppe, auf die sich die Regierung auf die Impfung als ihre oberste Priorität konzentrierte.

Dr. Kiattiphum sagte auch, dass sowohl die staatlichen als auch die privaten Krankenhäuser fast voll ausgelastet seien. In Bangkok seien derzeit mehr als 90 % der Kapazität von 41.659 Betten belegt, fügte er weiter hinzu.

Er fuhr fort, dass den Provinzen in diesem Monat mehr Impfstoffe zugeteilt würden, da Ressourcen freigesetzt wurden, nachdem die riesigen anfänglichen Bemühungen in der Hauptstadt begonnen hatten.

Dr. Sophon Iamsirithavorn, der stellvertretende Generaldirektor der Abteilung für Seuchenkontrolle, betonte, dass es ausreichen sollte, den Ausbruch einzudämmen, wenn die Öffentlichkeit die Beschränkungen in ihren jeweiligen Zonen einhalte.

Nach den Angaben des Ministeriums ist es den Menschen im vergangenen April gelungen, die Häufigkeit und Dauer ihrer Reisen um 80 % zu reduzieren. Den Schätzungen zufolge liegt diese Zahl in diesem Jahr bei fast 70 %, sagte er.

Dr. Sophon stellte auch fest, dass die Änderung der Stämme, insbesondere der neuen, ansteckenderen und schwereren Delta Variante, die Zahl der Weiterinfektionen pro Opfer von drei auf acht gestiegen sei.

Bei seinem täglichen Briefing am Montag kündigte das Zentrum für die Verwaltung der Covid-19 Situation (CCSA) 17.970 neue Fälle und 178 weitere Todesfälle an, was der unwillkommenen Rekordzahl von Todesfällen am Freitag entsprach.

Der Großraum Bangkok – bestehend aus der Hauptstadt und den fünf umliegenden Provinzen – verzeichnete alleine schon 122 dieser 178 Todesopfer.

Von den 17.970 neuen Fällen, die am Sonntag landesweit registriert wurden, entfielen 17.795 auf die Allgemeinbevölkerung und 175 auf die Gefängnisinsassen.

Die CCSA warnte auch vor einem Anstieg neuer Fälle in 71 Provinzen, wobei ihre kombinierten Fälle bereits denen im Großraum Bangkok zahlenmäßig überlegen sind, da viele der Infizierten der Hauptstadt zur Behandlung zurück nach Hause gehen.

„Die Zahl der Infizierten in diesen Provinzen wird weiter steigen“, sagte die stellvertretende Sprecherin der CCSA, Dr. Apisamai Srirangson. / Bangkok Post

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4 Antworten zu Bangkok: Das thailändische Gesundheitsministerium fordert die Öffentlichkeit auf, die Sperrmaßnahmen der Regierung einzuhalten

  1. devin sagt:

    „Thailand schneidet bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie besser ab als andere Länder.

    Wir haben täglich mehrere Tausend Infektionen und mehr als 100 Todesfälle.

    Aber die Regierung von Premierminister Prayuth Chan-o-cha kann die Situation effektiv bewältigen, und Sie alle können seinem Dream-Team vertrauen.

    Jeder kann leicht auf Tests und Impfstoffe zugreifen.

    Niemand stirbt auf der Straße.

    Niemand wird in einem ernsthaften Gesundheitszustand zurückgelassen.

    Aber während ich Ihnen dies sage, werden Sie wissen, dass nichts davon auch nur annähernd wahr ist.”

    https://www.wochenblitz.com/index.php/home/wochenblitz/2013-09-11-06-44-59/item/11089-kommentar-das-toeten-von-boten-schlechter-nachrichten-loest-keine-krise

    Leider stammt dieser Kommentar (von welchen ich nur den Anfang zitiert habe) nicht von mir, sondern von
    Paritta Wangkiat, Kolumnistin der Bangkok Post und ist sehrinteressant zu lesen, da er das wiedergibt, wie die tatsächliche Situation in TH ist.

    Aber statt dass sich dieses Regime mit aller Kraft um eine Bewältigung dieser Krise bemüht, werden beinahe täglich neue VO veröffentlicht, welche hauptsächlich den Zweck haben, die Bevölkerung noch mehr zu drangsalieren.

    • STIN sagt:

      Leider stammt dieser Kommentar (von welchen ich nur den Anfang zitiert habe) nicht von mir, sondern von
      Paritta Wangkiat, Kolumnistin der Bangkok Post und ist sehrinteressant zu lesen, da er das wiedergibt, wie die tatsächliche Situation in TH ist.

      ja, hab ich auch gelesen.
      Interessant fand ich, dass sie sich wagt – die Regierung so zu kritiseren. Man liest ja immer wieder,
      dass in TH alles weggesperrt wird, wenn an der Regierung Kritik verübt wird.
      Also warten wir ab, wie lange sie noch schreiben kann.

      Aber statt dass sich dieses Regime mit aller Kraft um eine Bewältigung dieser Krise bemüht, werden beinahe täglich neue VO veröffentlicht, welche hauptsächlich den Zweck haben, die Bevölkerung noch mehr zu drangsalieren.

      Nein, wie schon mehrmals erwähnt – es gibt keine Bemühungen seitens der Regierung.
      Da dürften wir ja ein wenig einer Meinung sein. Es gibt nur Ausflüchte – man verzögert einfach.

      Warum, dass hab ich auch schon mehrmals erwähnt. Ist aber eigentlich auch egal – es wird nix passieren.
      Bis es eigenen Impfstoff gibt. Von den symbolischen Bestellungen/Geschenken mal abgesehen.

  2. berndgrimm sagt:

    Duemmliche Sonntagsreden helfen bestimmt nicht!

    Es gibt keine Kontrollen nirgendwo!

    Wir,unsere Freunde und Nachbarn waren am WE in Chonburi, BKK und den angrenzenden Provinzen unterwegs. Nirgendwo irgendeine Kontrolle.

    Es ist richtig dass in BKK Innenstadt Tote Hose ist und ich wuerde gern wieder einen Monat in BKK verbringen (auch ohne einzukaufen) aber es ist noch zu heiss.

    Bei uns ist der Verkehr absolut so wie immer, die Hotels sind am WE gut belegt.

    Wir haben auch Restaurants gesehen wo durchaus am Tisch gegessen wird.

    Nur vereinzelt aber immerhin.Alkohol garkein Problem.

    Es wartet jeder auf den grossen Knall aber der ist wohl ein Rohrkrepierer.

    • STIN sagt:

      Duemmliche Sonntagsreden helfen bestimmt nicht!

      Es gibt keine Kontrollen nirgendwo!

      Gibt es schon, in Thairath mal nachlesen – da gehen täglich einige zur Polizeistation.

      Aber wie schon die Polizei in DE meinte: bitte macht Anzeigen, wir können nicht überall sein.
      Wenn man Twitter beobachtet – da sieht man schon, dass es größtenteils eingehalten wird, auch mein Sohn meint,
      in Prawet im großen und ganzen – alles läuft nach den Regeln.
      Ausnahmen gibt es immer….

      Wir,unsere Freunde und Nachbarn waren am
      WE in Chonburi, BKK und den angrenzenden Provinzen unterwegs. Nirgendwo irgendeine Kontrolle.

      Die kommen nachts – ab 21:00 – tagsüber schlafen die Polizisten. 🙂

      Als es hier Ausgangssperre gab, ab 10 bis 5 Uhr – keinerlei Kontrollen, man sah keine Polizeistreifen.
      Die kamen aber dann bei Anruf schnell – und lösten Partys usw. auf.

      Ein so großes Land wie TH flächendeckend zu kontrollieren geht nicht – wenn das nicht mal EU-Staaten schaffen.
      In Sydney berichtete mir unsere Bekannte – auch dort schaffte es die Polizei nicht, die haben jetzt die Armee eingesetzt.
      Wäre in DE nicht möglich.

      Es ist richtig dass in BKK Innenstadt Tote Hose ist
      und ich wuerde gern wieder einen Monat in BKK verbringen (auch ohne einzukaufen) aber es ist noch zu heiss.

      Ja, ist bekannt.
      Das erfüllt ja schon den Zweck – viele Thais haben Angst vor den hohen Strafen – die müssen gar nicht kontrolliert werden.
      Die anderen gehen halt solange zum Brunnen, bis der Krug bricht.

      Bei uns ist der Verkehr absolut so wie immer, die Hotels sind am WE gut belegt.

      Du wohnst ja in einem Ausnahmeviertel – Hotels sind ja nicht geschlossen, die dürfen ja aufnehmen.
      Fragt sich nur, wer wohnt denn derzeit dort?
      Urlauber wohl nicht…..

      Wir haben auch Restaurants gesehen wo durchaus am Tisch gegessen wird.

      Ist in bestimmen Bezirken nicht verboten. War mein Sohn auch schon.
      Auf die Frage, ob es auch Bier gibt – immer die gleiche Antwort, bei allen Restaurants: nein, derzeit nicht erlaubt.

      Aber Sohn fährt dann außerhalb und da gibt es natürlich auch versteckte Restaurants, die dann doch ausschenken.
      Aber im großen und ganzen in der Stadt, in Prawet kein Alkohol. Man kann im Laden kaufen und dann sich draußen hinsetzen
      und trinken – was auch viele machen.

      Es wartet jeder auf den grossen Knall aber der ist wohl ein Rohrkrepierer.

      Sind halt das was sie sind. Gerüchte – die eintreffen können, oder auch nicht.

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