Bangkok: Thailand stockt seine Goldreserven massiv auf – 90 Tonnen im April und Mai

Die Zentralbanken von Thailand, Ungarn und Brasilien haben ihre Goldbestände massiv aufgestockt und damit die weltweite Edelmetallnachfrage im ersten Halbjahr gestützt. Die thailändische Notenbank hat allein im April und Mai rund 90 Tonnen Gold gekauft, wie aus kürzlich veröffentlichten Zahlen des World Gold Council (WGC) hervorgeht.

Es sind die größten Goldkäufe des Landes in der bis 2002 zurückreichenden Monatsstatistik des World Gold Council. Innerhalb von nur zwei Monaten hat die thailändische Zentralbank ihre Goldbestände um 80 Prozent erhöht. Zuletzt war Thailand Ende 2011 auf dem Edelmetallmarkt aktiv.

Auch Brasilien hat in großem Umfang Gold gekauft: Im Mai erwarb die Notenbank knapp zwölf Tonnen, im Juni weitere 42 Tonnen. Dies ist ebenfalls der umfangreichste Ankauf Brasiliens in der Statistik des Branchenverbands. Krishan Gopaul, Analyst beim World Gold Council, sagt: „Das sind bemerkenswerte Goldkäufe zweier Zentralbanken, die in den vergangenen Jahren weniger aktiv waren als andere.“

 

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3 Antworten zu Bangkok: Thailand stockt seine Goldreserven massiv auf – 90 Tonnen im April und Mai

  1. devin sagt:

    Um es gleich vorweg zu sagen, dass der Kauf von Gold nichts mit einer guten Wirtschaftspolitik zu tun hat, sondern als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich zu Schwankungen des US-Dollar aufbewahrt wird.

    Zudem bedeutet ein hoher Goldbestand auch hohe Unabhängigkeit, da Gold jederzeit als Zahlungsmittel dienen kann.

    Das gleiche Phänomen wie jetzt hatten wir bereits 2019, als Autokraten wie wild Goldreserven bildeten, damals allen voran Russland, China und die Türkei und 2021 Thailand, Ungarn und Brasilien.

    Dies ist vor allem ein Phänomen in Schwellenländern.

    Der Kauf von Gold ist für die Autokraten daher ein wichtiges Puzzleteil ihrer Krisenpolitik.

    Denn noch immer wird bei fast 90% der internationalen Währungstransaktionen die US-Währung verwendet und macht zwei Drittel der internationalen Schulden aus.

    Fast alle internationalen Öltransaktionen werden in Dollar abgewickelt.

    Diese Allgegenwart des Dollars zwingt die autokratischen Volkswirtschaften, die in Washington getroffenen geldpolitischen Entscheidungen einzuhalten und die Wertschwankungen des Greenback zu unterstützen.

    Darüber hinaus macht die Dominanz des Dollars alle Länder anfällig für amerikanische Wirtschaftssanktionen.

    Nahezu jedes Unternehmen und jede Bank, die Geschäfte in Dollar tätigt, kann Vermögenswerte effektiv abbauen und blockieren.

    https://newsbeezer.com/switzerland/warum-autokraten-wild-goldreserven-bilden/

    Deshalb ist das Aufstocken der Goldreserven für diese Länder eine weitere Möglichkeit, die kommenden Wirtschafts – Krisen etwas abzumildern.

    • STIN sagt:

      Um es gleich vorweg zu sagen, dass der Kauf von Gold nichts mit einer guten Wirtschaftspolitik zu tun hat, sondern als nationale Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich zu Schwankungen des US-Dollar aufbewahrt wird.

      richtig, zumindest als “stand alone” betrachtet.

  2. berndgrimm sagt:

    Das Thema hatten wir doch schon vor ein paar Monaten.Der Goldpreis steigt trotzdem nicht mehr.

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