Bangkok: Der thailändische Baht könnte sich weiter abschwächen

Der thailändische Baht könnte sich weiter abschwächen, nachdem er mit 33 Baht pro USD seinen niedrigsten Stand seit Ende 2017 erreicht hat, sagte ein Analyst von Krungsri Securities, da die Wirtschaft durch ihren bisher schwersten Covid-19-Ausbruch herausgefordert wird.

Der thailändische Baht ist seit Ende 2020 gegenüber dem USD um mehr als 9 Prozent gefallen und gehört damit in diesem Jahr zu den weltweit schlechtesten Performern.

“Wir sehen in den kommenden Quartalen je nach Covid-19-Situation und wirtschaftlicher und politischer Landschaft ein weiteres Abwärtsrisiko von 3-4 Prozent für den THB”, sagte Isara Ordeedolchest in einer Forschungsnotiz.

Isara wies darauf hin, dass die Divergenz zwischen Ende des ersten Quartals dieses Jahres und Anfang des zweiten Quartals begann, als die dritte Welle in Thonglor-Cluster-Orten auftrat, gefolgt von weiteren Infektionen durch die thailändischen Neujahrsfeiertage.

Isara stellte fest, dass der Rückgang der Renditen langfristiger Staatsanleihen Thailands und das allgemeine Geldmengenwachstum den Wachstumsaspekt des thailändischen Baht belastet haben.

„Der THB wird sich wahrscheinlich nicht nennenswert erholen, da Thailands Wirtschaftswachstum bis mindestens 2022 hinter den regionalen Volkswirtschaften zurückbleiben wird“, warnte er.

„Thailands Baht hat sich von einer der stärksten Währungen Asiens vor der Pandemie zu einer seiner schlechtesten Leistungen in diesem Jahr entwickelt“, heißt es in einem Bericht der Financial Times, als die Pandemie die lebenswichtige Tourismusbranche des Landes traf.

Der Verlust von Tourismusgeldern, auf den die thailändische Wirtschaft angewiesen ist, habe die Aussichten auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung zunichte gemacht und ehemals optimistische Käufer ihrer Vermögenswerte in Baisse verwandelt, hieß es.

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6 Antworten zu Bangkok: Der thailändische Baht könnte sich weiter abschwächen

  1. devin sagt:

    Im Gegensatz zu stin, welcher uns immer wieder weismachen will, dass diese Regierung und Ihr Ex-Diktator alles im Griff haben, sehen es Leute, die es wissen sollten, gänzlich anders.

    Nehmen wir deshalb den Kommentar von Chartchai Parasuk, Bangkok Post zur Kenntnis.

    Einige Auszüge:

    „Wie man ein Land rettet, wenn es pleite ist.

    Instabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben ein renommiertes Forschungsinstitut dazu veranlasst, seine Wachstumsprognosen für 2021 bereits fünfmal zu revidieren, jetzt auf 0,7%.

    Alle Wachstumsprognosen, ob vom Finanzministerium, dem National Economic and Social Development Board (NESDB) oder der Bank of Thailand, sind so gut wie ihre Annahmen zu den Auswirkungen von Covid-19, die offensichtlich nicht sehr gut sind.

    Das Exportwachstum ist nicht der Held, den wir glauben machen wollen.
    Zwar stiegen die Warenausfuhren im zweiten Quartal dieses Jahres um 36,2%.
    Aber niemand sagt Ihnen, dass die Warenimporte im Quartal mit 41,8% noch stärker gestiegen sind, was die positiven Effekte des hohen Exportwachstums zunichte machte.

    Was mich jedoch wirklich stört, ist das ungewöhnliche Defizit im Dienstleistungskonto von 14,9 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal, das 4 Milliarden US-Dollar höher ist als im ersten Quartal und 10 Milliarden US-Dollar höher als im Vorjahresquartal.

    Dies ist schlecht für das BIP, da in eine BIP-Bewertung der “Nettoexport von Waren und Dienstleistungen” eingeht, nicht nur der Nettoexport von Waren.

    Die Regierung ist pleite.

    Warum der Stau – ist die Lage jetzt nicht kritisch genug?

    Darüber hinaus stammen die meisten Entschädigungsgelder der Arbeitnehmer für (vorübergehende) Geschäftsschließungen aus dem Sozialversicherungsfonds und nicht aus der eigenen Staatskasse.

    Tatsächlich hat der Sozialversicherungsfonds damit begonnen, seine Rolle zu spielen, aber wir haben noch den versprochenen Zuschuss der Regierung gesehen.

    Dies zeigt deutlich, in welcher Haushaltslage sich diese Regierung befindet.
    Gerüchte über zusätzliche Konjunkturpakete werden nur das bleiben: Gerüchte.

    Die Liquiditätslage des Landes erreicht ein Krisenniveau.

    Im April 2020 gab es 808 Milliarden Baht überschüssige Liquidität, die die Regierung bei Bedarf aufnehmen konnte.

    Im Januar 2021 (zweite Runde des Ausbruchs) sank die Überschussliquidität des Landes auf 624 Milliarden Baht, aber das war immer noch mehr als ausreichend, um die staatliche Kreditaufnahme zu decken.

    Im Juni 2021 (dritte Runde) lag die Überschussliquidität mit einem enormen Kapitalabfluss auf einem gefährlich niedrigen Niveau von 73 Milliarden Baht. Daher gibt es in dieser Runde keine großen Hilfspakete.

    Aber das BIP-Wachstum macht mir keine Sorgen.

    Die grausame Tatsache ist, dass 87% der Thailänder durchschnittlich nur 4.622 Baht auf ihren Bankkonten haben.

    Wie können sie die harten wirtschaftlichen Bedingungen ohne staatliche Unterstützung überleben?

    Meiner Ansicht nach müssen mindestens 2 Billionen an wirtschaftlichen Hilfspaketen bereitgestellt werden, wenn man Thailand retten will.
    Wie können wir das durchziehen? „

    https://www.wochenblitz.com/index.php/home/wochenblitz/2013-09-11-06-44-59/item/11145-kommentar-wie-man-ein-land-rettet-wenn-es-pleite-ist

    • STIN sagt:

      Im Gegensatz zu stin, welcher uns immer wieder weismachen will,
      dass diese Regierung und Ihr Ex-Diktator alles im Griff haben, sehen es Leute, die es wissen sollten, gänzlich anders.

      nein, Corona haben sie nicht mehr im Griff.

      Wirtschaft hatten sie bis Corona alles soweit im Griff, keine großen Fehler gemacht – was auch die Zahlen bewiesen.
      Nicht nur Moody-Rating, nicht nur Goldreserven, sondern alles zusammen betrachtet.

      Derzeit kämpfen alle Wirtschaften weltweit ums überleben. Ich sehe in TH natürlich auch eine Krise – bei Verschuldung, bei Tourismus,
      Investitionen, Wirtschaft allgemein.

      Sieht übrigens auch dieser Kommentator so ähnlich:

      Im April 2020 gab es 808 Milliarden Baht überschüssige Liquidität, die die Regierung bei Bedarf aufnehmen konnte.

      Im Januar 2021 (zweite Runde des Ausbruchs) sank die Überschussliquidität des Landes auf 624 Milliarden Baht, aber das war immer noch mehr als ausreichend, um die staatliche Kreditaufnahme zu decken.

      Das die Wirtschaft derzeit nicht floriert, sollte klar sein – wenn man den Tourismus auf Null runterfährt und somit auch die Investoren usw.
      vergrault, Pleiten produziert usw.

      Also stimmt schon alles so, wie ich das sehe – sieht dieser Kommentator ähnlich.

  2. berndgrimm sagt:

    Durch die Pandemie und die daraus entstehenden Staatsschulden sind alle Waehrungen  unter Druck.

    Thailand hatte erhebliche Devisenreserven und deshalb war der THB so stark.

    Jetzt fallen diese Devisenreserven und damit auch der Kurs des THB.

    Aber keinesfalls werden wir Kurse von 50 oder gar 60 zum Euro wieder erleben.

    Ich sehe eigentlich auch keine 40 dauerhaft. Und wenn man die Preise in den Supermaerkten fuer vergleichbare Produkte in DACH ansieht so wuerde selbst ein total unrealistischer Kurs von 60 uns hoechstens auf CH Niveau bringen.

    Nein, Thailand bleibt fuer einen Farang mit gewissen Anspruechen ein sehr teures Land.

    • STIN sagt:

      Jetzt fallen diese Devisenreserven und damit auch der Kurs des THB.

      Soweit ich informiert bin, zählt man Devisen und Goldreserven zusammen – kann mich aber irren.
      Aber wenn doch, dann steigen die eher, weil massiv Gold gekauft wurde.

      Genieß den guten Kurs – ich schicke nun auch bei 40 einige 1000 EUR nach TH, wer weiß – wenn sich TH wieder erholt,
      gibt es wieder 32+ Baht für den EUR.

      Nein, Thailand bleibt fuer einen Farang mit gewissen Anspruechen ein sehr teures Land.

      Farang mit gewissen Ansprüchen – die fliegen dann schon eher nach Bora-Bora, Seychellen, Karibik usw.
      Nach TH fahren eher jene, die nicht unbedingt einen Rotwein benötigen, die auch Thai essen können.

      Ich finde TH für sehr billig und mein Sohn meinte auch: mit seinem Gehalt hat er Putzfrau, Pool, Fitness-Center,
      Laundry-Service usw. – was er sich in DE niemals leisten könnte. Nicht mit 3000+ USD netto.
      Damit lebt er sogar in BKK sehr gut – er isst aber nur Thai – selten deutsches Essen – nicht so sein Ding.
      Weil wir auch meist Thai essen – ich derzeit auch nur Thai.

      • berndgrimm sagt:

        Alle  manuellen Arbeiten sind hier billig aber meist von maessiger Qualitaet.Genau wie Baumassnahmen (Pool)

        Waescheservice ist wirklich gut aber wir waschen lieber selber.

        Meine Frau koennte sich eine ganze Armada von Hausbediensteten leisten , macht aber das meiste selber weil die Qualitaet nicht stimmt.

        Ich moechte keine Bediensteten in unserer Wohnung, egal wo.

        Ich gehe nie ins Gym, geschweige denn Fitness Club.

        Laufen und Radfahren kann ich draussen viel besser.

        Hanteln brauch ich nicht, man kann auch was Sinnvolles tragen.

        Swimmingpool Chemikalien sind hier auch nicht billiger und die thailaendischen Poolboys versuchen sich gern mit einer Ueberdosis Chlorine selber in die  Luft zu sprengen.

        • STIN sagt:

          Alle manuellen Arbeiten sind hier billig aber meist von maessiger Qualitaet.Genau wie Baumassnahmen (Pool)

          richtig, ist aber eine Preisfrage.
          So haben wir unser Haus in TH anders bauen lassen – mit Ziegeln, wie man sie aus der EU kennt.

          Man kann also schon auch Qualität fordern, kostet halt dann gleich wie zuhause.

          Meine Frau koennte sich eine ganze Armada von Hausbediensteten leisten ,
          macht aber das meiste selber weil die Qualitaet nicht stimmt.

          Wir haben eine Shan als Hausmädchen, die derzeit unser Haus in TH bewohnt und darauf achtet.
          Ein sehr braves, fleißiges Mädchen – hat meine Frau so angelernt, wie sie es haben möchte – also sehr, sehr
          sauber. Da kommt keine Türkin in DE mit.

          Ich moechte keine Bediensteten in unserer Wohnung, egal wo.

          In einer Wohnung in der Tat nicht vorteilhaft. Wir haben dazu neben dem Haus, getrennt mit dem Carport – ein kleines Nebengebäude mit
          Zimmer und eigener Dusche gebaut, das Mädchen wohnt also nicht im Haus selbst.
          Anders möchte ich es auch nicht, weil ich auch mal mit Unterhose nachts zum Kühlschrank laufe und dann müsste ich mich ja
          dauernd komplett anziehen.

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