Bangkok: Demo-Führer stellt sich der Polizei – Anklage wegen Sachbeschädigung u.a.

Der Protestführer Jatupat Boonpathararaksa und drei weitere Demonstranten stellten sich am Montag (9. August) der Polizei, um eine Anklage im Zusammenhang mit einer Kundgebung gegen die Regierung am vergangenen Samstag (7. August) zu bekämpfen.

Der Aktivist, besser bekannt als Pai Daodin, und drei weitere Mitglieder der Talu Fah Gruppe meldeten sich bei der Polizeiwache Thung Song Hong, nachdem ein Gericht Haftbefehle gegen sie genehmigt hatte.

Sie wurden angeklagt, während einer Protestaktion am 7. August das Schild der Polizeistation Thung Song Hong mit roter Farbe verunstaltet zu haben.

Jatupat Boonpathararaksa kommt am Montag mit erhobenen Armen auf der Polizeiwache Thung Song Hong an, um eine Anklage wegen Verunstaltung der Station mit roter Farbe am vergangenen Samstag zu beantworten. (Foto: Jatupat Boonpathararaksa Facebook Konto)

Wie bereits berichtet, wurde am Samstagabend (7. August) nach einem am Nachmittag beginnenden Kampf zwischen der Stadtpolizei Bangkok und den regierungsfeindlichen Demonstranten am Victory Monument der Schriftzug an der Vorderseite des Royal Thai Police Office (RTPO) unkenntlich gemacht.

Herr Jatupat sieht sich bereits mehreren Anklagen gegenüber. Am Montag bestritt er die Anklage gegen ihn und drei weitere Demonstranten, die von der Polizei von Thung Song Hong registriert wurden.

Herr Jatupat führte schon am vergangenen Dienstag Demonstranten zum Polizeirevier im Bezirk Lak Si, um gegen seine Festnahme am Vortag zu protestieren.

Am 2. August führte er eine regierungsfeindliche Demonstration vor dem Büro zur Drogenbekämpfung in der Vibhavadi-Rangsit Road an und forderte die Freilassung von Demonstranten, die bei den Kundgebungen gegen die Regierung festgenommen wurden. Außerdem forderte er auch den Rücktritt von Premierminister Prayuth Chan-o-cha.

Er wurde festgenommen und am nächsten Tag gegen Kaution freigelassen.

„Was wir getan haben, hat anderen Menschen nicht geschadet. Es war ein friedlicher Akt“, sagte er gegenüber Reportern, bevor er die Polizeiwache betrat.

Er wurde auf dem Revier von der Polizei verhört. / Bangkok Post

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2 Antworten zu Bangkok: Demo-Führer stellt sich der Polizei – Anklage wegen Sachbeschädigung u.a.

  1. berndgrimm sagt:

    Der Protestführer Jatupat Boonpathararaksa und drei weitere Demonstranten stellten sich am Montag (9. August) der Polizei, um eine Anklage im Zusammenhang mit einer Kundgebung gegen die Regierung am vergangenen Samstag (7. August) zu bekämpfen.

    Na ja, so heisst es in der Propaganda des Regimes , in einem wirklichen Rechtsstaat wuerde es heissen:

    Um sich gegen die Anklage zu verteidigen.

     

    Apropos Rechtsstaat, da war doch was:

    Ministry defends liability immunity bill

    MP raises issue of 'semi-blanket amnesty' that covers policymakers as well

    The Public Health Ministry has defended the need for an executive decree limiting liability involving Covid-19 medical services and management following suspicions it could be used to shield policymakers.

    Minister Anutin Charnvirakul on Monday responded to questions raised by Wiroj Lakkhanaadisorn, list MP of the opposition Move Forward Party, who on Friday claimed to have obtained a draft of the decree granting a “semi-blanket amnesty” to officials.

    Die Ratten wollen das sinkende Schiff verlassen.

    Die Hauptarbeit eines thailaendischen Amtstraegers ist es vor der Verantwortung davonzulaufen, wie Prawit und Prayuth staendig vormachen.

    Das grossfressige CCSA ist auf der dringenden Suche nach einem Jagdschein fuer seine Covid Nineteen Experten aeh Wirrologen!

     

    • STIN sagt:

      Na ja, so heisst es in der Propaganda des Regimes , in einem wirklichen Rechtsstaat wuerde es heissen:

      Um sich gegen die Anklage zu verteidigen.

      ja, die autom. Übersetzungen sind halt nicht immer ganz korrekt – aber sinngemäß ist es das gleiche.

      Die Hauptarbeit eines thailaendischen Amtstraegers ist es vor der Verantwortung davonzulaufen,
      wie Prawit und Prayuth staendig vormachen.

      Da fällt mir eigenartigerweise wieder der Landrat von Ahrweiler ein, der 169 Tote beim Hochwasser zu verantworten hat, es aber mit
      der Begründung: ich habe alles an meine Beamte weiter delegiert und damit nix zu tun – von sich schieben möchte.
      So ein Arschloch……

      Jetzt, nachdem die StA ermittelt hat, dass die Staudämme die zuständigen Kommunen doch gewarnt hatten, ducken sich alle
      Landräte/Bürgermeister (auch unserer hier) weg, mit verschiedenen Begründungen.

      Haben die Warnung nicht gelesen (obwohl es 3 gab)
      Habe es weiter delegiert, war nicht vor Ort
      usw.

      Gleiches Spiel – bei Corona absolut auch das gleiche.
      Spahn, Merkel schieben es auf die Länderchefs, diese schieben es auf die Kommunen.

      Denkst du wirklich, hier läuft es anders ab……?

      Das grossfressige CCSA ist auf der dringenden Suche nach einem
      Jagdschein fuer seine Covid Nineteen Experten aeh Wirrologen!

      Ne,arbeiteten gut – nur Impfstoff können/dürfen sie auch keinen bestellen, warnen aber andauernd, dass dieser
      dringend nötig wäre.

      Ich hätte gerne die CCSA in Deutschland. Eine Zentrale mit Experten und bundesweit haben alle die Massnahmen umzusetzen und nicht
      jeder Fuzzi-Bürgermeister – der alleine entscheiden kann.

      Du weißt ja nicht mal, was die CCSA darf und was nicht. Rein in den Sack und Knüppel drauf, egal ob gerecht oder nicht.

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