Bangkok: Oppositionsparteien planen Klage gegen Regierung wegen Versagen bei Corona-Bekämpfung

Die Move Forward Partei hat angekündigt, dass sie die Regierung wegen ihres mutmaßlichen Missbrauchs der Covid-19-Pandemie verklagt, die Thailand verwüstet. Sie planen, in der kommenden Woche eine Sammelklage einzuleiten, um eine Entschädigung für das Versäumnis der Regierung zu fordern, Covid-19 ausreichend zu bekämpfen, da die dritte Welle jeden Tag Rekordinfektionen und Todesfälle verursacht.

Die MFP ist eine progressive Partei in Opposition zu Premierminister Prayuth Chan-o-cha und der regierenden Palang Pracharath Partei, und ihr stellvertretender Vorsitzender hat eine Koalition von Gegnern versammelt, die die Regierung wegen Covid-19 verklagen möchten. Sie hatten etwa 100 Personen versammelt, um sich der Sammelklage anzuschließen und am Dienstag beim thailändischen Zivilgericht einzureichen, und haben sich verpflichtet, alle Rechtskosten zu decken.

Sie sagen, die Regierung habe viele Facetten der Covid-19-Reaktionen vermasselt, die zu unnötigen Todesfällen, Leiden und finanziellen Schmerzen für die thailändische Bevölkerung geführt haben. Sie weisen auf das Versäumnis hin, ausreichende Impfstoffvorräte zu beschaffen und zu verteilen, um die Bevölkerung effektiv zu impfen, und auf die schlechte Zuweisung der medizinischen und öffentlichen Gesundheitsressourcen.

MFP fordert eine Entschädigung für wirtschaftlich betroffene Personen wie Unternehmen, die ohne Hilfe oder Unterstützung geschlossen wurden, und behauptet, die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie seien durch das Missmanagement der Regierung noch schlimmer geworden.

Thailand wurde einst als leuchtendes Beispiel für seinen Umgang mit der Covid-19-Pandemie mit sofortigen Sperren und strikter Einhaltung von Sicherheits- und Gesundheitsverfahren wie soziale Distanzierung und Maskentragen angesehen, wodurch die Infektionen in Thailand fast nicht existent blieben.

Aber im April begann sich die weitaus ansteckendere Delta-Variante im ganzen Land auszubreiten, und viele glauben, dass die Regierung selbstgefällig geworden ist, weil sie sich in ihrem früheren Erfolg sonnen konnte. Sie sind der Meinung, dass die zu selbstbewusste Regierung es versäumt hat, sowohl durch die frühzeitige Beschaffung von Impfstoffen vorauszuplanen als auch schnell zu handeln, um die Covid-19-Ausbrüche mit denselben entscheidenden Maßnahmen einzudämmen, die im vergangenen Jahr zur Eindämmung der Infektionen beigetragen haben. / Bangkok Post

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Bangkok: Oppositionsparteien planen Klage gegen Regierung wegen Versagen bei Corona-Bekämpfung

  1. Forentroll sagt:

    Iteressantes Strafmaß :
    Paragraf 157 des Strafgesetzbuches legt fest, dass jeder, der als Beamter eine seiner Funktionen zum Schaden einer Person unrechtmäßig ausübt oder nicht ausübt oder eine seiner Funktionen unredlich ausübt oder unterlässt, mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zehn Jahren oder einer Geldstrafe von 2.000 -20.000 Baht oder beidem bestraft. 

    https://der-farang.com/de/pages/gericht-nimmt-klage-gegen-prayut-an

    wo sollen die denn alle hin??? 

     

    • STIN sagt:

      Iteressantes Strafmaß :
      Paragraf 157 des Strafgesetzbuches legt fest, dass jeder, der als Beamter eine seiner Funktionen
      zum Schaden einer Person unrechtmäßig ausübt oder nicht ausübt oder eine seiner Funktionen
      unredlich ausübt oder unterlässt, mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zehn Jahren oder
      einer Geldstrafe von 2.000 -20.000 Baht oder beidem bestraft.

      man sollte sich von den Strafen bei Thai-Recht nicht überraschen lassen.
      Beim Erstfall kann man also davon ausgehen, dass der Beamte 2000 Baht zahlen muss. Mehr nicht.

  2. devin sagt:

    Thailand hat zu wenig Impfstoffe und versucht, Kredite aus Bhutan aufzunehmen.

    Thailand, ein regionaler Hersteller von AstraZeneca’s Coronavirus-Schüsse, versucht, 150.000 Dosen des gleichen Impfstoffs aus dem Himalaya-Königreich Bhutan zu leihen, sagte ein Beamter am Montag, inmitten einer thailändischen Versorgungsknappheit.

    Die Anfrage, Impfstoffe aus Bhutan, einem Land mit weniger als 1 Million Einwohnern, anzuzapfen, spiegelt die Bemühungen wider, Lücken in Thailands chaotischer Impfstoffeinführung zu schließen, nachdem AstraZeneca sagte, es könne das Land mit etwa fünf bis sechs Millionen monatlichen Dosen versorgen, etwa die Hälfte dessen, was die Regierung angestrebt hatte.

    https://www.reuters.com/world/asia-pacific/short-vaccines-thailand-seeks-borrow-bhutan-2021-08-16/

    Das ist ein weiteres Merkmal der chaotischen Arbeitsweise dieser Regierung und besonders von Prayut, welcher sich ja auch die Verfügungsgewalt für das Gesundheitsministerium an Land gezogen hatte.

  3. Forentroll sagt:

    Herr laß'endlich Reformende werden,  eben wird es …….. kindisch langatmig! 

    • STIN sagt:

      Herr laß’endlich Reformende werden, eben wird es …….. kindisch langatmig!

      Um zu einem Reformende zu kommen, müsste eine Reform bereits begonnen haben.

      Derzeit läuft weder eine:

      Polizeireform
      Bildungsreform
      Verwaltungsreform
      Militärreform
      Justizreform
      Steuerreform
      usw.

      Also erstmal die beginnen, dann kann man vll ein Ende erwarten – aber auch nur vielleicht.

    • gg1655 sagt:

      Herr laß'endlich Reformende werden,  eben wird es …….. kindisch langatmig! 

      Da diese "Reform" einzig und allein in deinem Kopf stattfindet liegt es an dir diese für beendet zu erklären.  Eine andere Lösung gibt es da nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)