Bangkok: 15-jähriger Junge, der bei der Demo angeschossen wurde, immer noch in einem kritischen Zustand

Ein 15-jähriger Junge, der bei den Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei in der Gegend von Din Daeng am Montag durch eine Kugel schwer verletzt wurde, befindet sich noch immer in einem kritischem Zustand und blieb weiter bewusstlos, teilte das Rajavithi Krankenhaus am Donnerstag (19. August) mit.

Das Krankenhaus teilte in einer Erklärung mit, der Teenager, dessen Name wegen seines Alters zurückgehalten wurde, liege im Koma und werde beatmet, seit er am Montagabend (16. August) zur Behandlung in das Krankenhaus eingeliefert wurde.

Das Krankenhaus sagte, eine geplante Operation zur Entfernung einer Kugel im oberen Teil seiner Wirbelsäule werde nicht durchgeführt, bis sich sein Zustand verbessert habe.

„Die Ärzte haben zugestimmt, dass sich der Patient noch immer in einem kritischen Zustand befindet und engmaschig überwacht werden muss“, sagte das Krankenhaus in seiner zweiten Erklärung seit der Aufnahme des Jungen.

Der Junge war der erste Demonstrant, der angeschossen wurde, als die Demonstranten am Montagabend die Polizei in Din Daeng konfrontierten. Den frühen Berichten zufolge war er 20 Jahre alt.

Die Polizei bestritt am Dienstag , scharfe Munition auf sie abgefeuert zu haben, und sagte am Mittwoch, sie suchten bereits nach den Verantwortlichen.


Der angeschossene Junge liegt noch immer im Koma, Protest soll heute am Donnerstag
fortgesetzt werden.
Ein explodierendes Feuerwerk erhellt am Mittwochabend den Himmel über dem Protest gegen Premierminister Prayuth Chan o-cha in der Gegend von Din Daeng. (Foto: Nutthawat Wicheanbut)

Eine Frau, die sagte, sie sei die Mutter des erschossenen Jungen, Nipaporn Somnoi, sagte am Dienstag nach einem Besuch im Krankenhaus, sie sei zu keinem Schluss gekommen, ob die Kugel von der Polizei abgefeuert wurde.

Am meisten bräuchte sie, sagte sie, ihn wieder nach Hause zu bringen.

„Ich habe ihm gesagt, dass deine Mutter hier ist. Bitte wach auf und sprich mit mir“, sagte Frau Nipaporn. „Ich bin hier, um dich nach Hause zu bringen.“

„Es hätte einem Jungen, der erst 15 Jahre alt ist, nicht passieren dürfen“, fügte sie hinzu.

Din Daeng war eine Brutstätte der jüngsten Zusammenstöße zwischen den regierungsfeindlichen Demonstranten und der Polizei, die sie daran hinderten, zur Residenz von Premierminister Prayuth Chan o-cha in der Kaserne des 1. Infanterieregiments in der Vibhavadi Rangsit Road zu marschieren.

Die Kundgebungen wurden größtenteils von der Tha Lu Fah Bewegung organisiert, aber die Gruppe bestritt am Mittwoch alle Verbindungen zu den Gewalttaten in Din Daeng. Die Berufsstudentenführer wollen es auch auf junge Demonstranten zurückführen, die ihre Frustration über das Versäumnis der Regierung, den Anstieg der Covid-19 Infektionen und die Todesfälle einzudämmen, zum Ausdruck brachten.

Am Mittwoch verlegte Tha Lu Fah seinen Kundgebungsplatz vom Victory Monument in der Nähe von Din Daeng zum Democracy Monument.

Die Gruppe rief am Donnerstag (19. August) zu einer weiteren Kundgebung am Democracy Monument auf.

Am Mittwochabend kam es in Din Daeng zu einem weiteren Zusammenstoß zwischen den Demonstranten und der Polizei. / Bangkok Post

 

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ben
Gast
ben
19. August 2021 5:21 pm
Reply to  STIN

da musst Du 'Devin / Wolfi / Klausi / Rotkäppchen Trump Troll' fragen… der hat bestimmt eine 100% plausible Antwort mit Links.. – ist heute so ruhig – hat er mit-demonstriert und wurde von der pösen Junta angeschossen? So viel Mumm würde ich dem nie zutrauen… 555

berndgrimm
Gast
berndgrimm
20. August 2021 9:09 am
Reply to  STIN

Es macht absolut keinen Sinn, gegen ein paar hundert – lt. Bernd, äußerst friedlichen Demonstranten – Live Munition
einzusetzen – hat die Polizei auch noch niemals gemacht.
2010 hatten die Rothemden Kriegswaffen – dann setzt natürlich auch die Polizei Live Munition ein – kennzeichnet aber dann die
Areas – mit Tafeln.

2010 war keine Polizei am Werk sondern das Militaer. Die Polizei war zu Hause geblieben da sie mit Thaksins Roten Volksschauspielern kollaborierten.

Da ich bis zum 29.4.2010 fast taeglich bei den thaksinschen Volksrevolutionsopernfestspielen dabei war und einmal Mittags auf dem Skywalk  am Saladaeng neben einer Frau stand die von einem Querschlaeger getroffen wurde moechte ich darauf hinweisen dass niemand dort ein Schild hochgehalten hat.Noch nicht mal eine Regieanweisung.

Und ja, auch wenn STIN in seiner Propagandaschreibe hier immer das Gegenteil behauptet:

Die ernsthaften Demonstratoren Studenten sind absolut friedlich.

Dass die prvokative Gewalt der "Ordnungskraefte" Gegengewalt erzeugt ist nicht nur verstaendlich sondern von dieser Militaerdiktatur  geplant gewesen.