Bangkok: Demonstranten attackierten Polizei – 5 Polizisten verletzt

Nach einem mehr als vierstündigen Zusammenstoß mit Demonstranten wurden Berichten zufolge in der vergangenen Nacht in Bangkok fünf Polizisten verletzt.

Piya Tawichai, der Generalmajor der Polizei des Metropolitan Police Bureau, sagte, die prodemokratische Gruppe Thalu Fah habe sich gestern um 14 Uhr vor dem UN-Gebäude in der Ratchadamnoen Road versammelt. Er sagt, die Gruppe habe ungefähr 2 Stunden lang friedlich protestiert. Etwa 10 Minuten nach 16 Uhr hörten sie auf zu protestieren.

Dann, kurz vor 17 Uhr, wurde Berichten zufolge eine Gruppe Jugendlicher auf Motorrädern in der Vibhavadi Rangsit Road in der Nähe der Kreuzung Sam Liam Din Daeng gesehen. Die Bangkok Post sagt, die Teenager hätten Feuerwerkskörper, Tischtennisbomben und Rohrbomben auf die Polizei geworfen.

Der stellvertretende Kommissar sagt, dass auch andere Gegenstände auf das Royal Thai Army Band Department und das Veterans General Hospital geworfen wurden. Nach dem Objekt-Werfen rückte die Bereitschaftspolizei auf die Demonstranten zu, um Frieden und Ordnung aufrechtzuerhalten.

Die Polizei schoss in einem mehr als 4 Stunden dauernden Gefecht Gummigeschosse ab und feuerte Wasserwerfer auf die Demonstranten. Laut thailändischen Medien warfen die Demonstranten weiterhin handgemachten Sprengstoff, was dazu führte, dass 5 Beamte verletzt wurden.

Nach der turbulenten Versammlung wurden mehrere Demonstranten festgenommen. Sie wurden zu weiteren Gerichtsverfahren zur Polizeiwache Din Daeng gebracht. / The Thaiger

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6 Antworten zu Bangkok: Demonstranten attackierten Polizei – 5 Polizisten verletzt

  1. ben sagt:

    @ Devin / Wolfi / Klausi Rotkäppchen Trump Troll:  ...Nachdem ich ein paar Abende dort verbracht habe, sind dies meine Beobachtungen über die neuen jugendlichen politischen Demonstranten…

    echt Du warst persönlich dort?! Chapeau…! Hätte ich nie gedacht, bist doch sonst eher ein Papier Tiger…555  anyway jetzt kriegst Du ja bald auch Hilfe von Deiner geliebten YL:

    https://www.bangkokpost.com/thailand/politics/2169827/yingluck-bemoans-lost-development-because-of-prayut-coup

    alle aus der Politik zurück gezogenen wittern Morgenluft – da hat doch Covid19 doch noch was Gutes…

     

  2. devin sagt:

    Der bekannte Journalist Pravit Rojanaphruk über TH´s wütende junge Demonstranten:

    „Am Mittwochabend wandte sich die regierungsfeindliche Gruppe Thalu Fah nicht an die Regierung, sondern an wütende junge Demonstranten an einem anderen Ort in Bangkok, um nicht zu Gewalt zu greifen.

    “Gewalt ist nicht die Antwort”, sagte einer über einen Lautsprecher mit der Rede über Facebook Live.

    Ein anderer warnte, dass das Militär die fast nächtliche gewalttätige Konfrontation mit der Anti-Bereitschaftspolizei rund um die Sam Liam Din Daeng Kreuzung als Vorwand für einen Militärputsch nutzen könnte, der Thailand noch weiter zurückdrücken würde.

    Nachdem ich ein paar Abende dort verbracht habe, sind dies meine Beobachtungen über die neuen jugendlichen politischen Demonstranten:

    Erstens gehören viele der Hunderte dieser Demonstranten im Alter von 14 bis Anfang zwanzig größtenteils der Arbeiterklasse an.
    Ihre Familien gehören zu den am stärksten betroffenen und am stärksten von der COVID-19-Misswirtschaft der Wirtschaft und dem überlasteten öffentlichen Gesundheitssystem betroffen.

    Zweitens nehmen sie keine Befehle von einem Führer an, ob jung oder alt.
    Der ehemalige Co-Anführer der Rothemden, Nattawut Saigua, versuchte und scheiterte.

    Drittens haben sie ihre eigene Art, sich auszudrücken.
    Durch die Bereitschaft, Polizisten gewaltsam mit Steinen, Schleudern, Wasser- und Glasflaschen, Holz- und Metallstöcken, Feuerwerkskörpern und selbstgebauten Sprengstoffen zu konfrontieren und Polizeisymbole anzugreifen, manifestieren sie sich.

    Die Bereitschaftspolizei feuerte größtenteils Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer gegen die Demonstranten ab, obwohl drei junge Demonstranten durch scharfe Munition von unbekannten Schützen verletzt wurden, von denen einer im Alter von 15 Jahren war und am Montagabend angeschossen wurde, derzeit noch im Koma und abhängig von einem Beatmungsgerät ist.

    Am Freitagabend wurden 23 Demonstranten verhaftet und 16 von ihnen waren unter 18 Jahre alt, so Thai Lawyers for Human Rights.

    In dieser Nacht feuerte ein Polizist Gummigeschosse aus nächster Nähe ab, während einige junge Demonstranten Molotowcocktails schleuderten.

    Für diese jungen Demonstranten ist es ein faires Spiel und das einzige Spiel, auf die Polizei zurückzuschlagen.

    So auch das Anzünden von Polizeiverkehrskabinen, wenn sie die Symbole der Polizeirepression angreifen.

    Bisher wurden jedoch keine Plünderungen von Geschäften gemeldet.

    Die Ironie all dessen ist, dass viele Polizisten auch aus der Arbeiterklasse stammen, insbesondere diejenigen, die von den Einheiten der Grenzschutzpolizei rekrutiert wurden.

    Sie wurden ausgebildet, um mehr wie offizielle paramilitärische Truppen zu sein.

    Sie sind nicht die Art von “dienstorientierter” Polizei, die auf der Polizeistation Thonglor in den wohlhabenden Teilen der Hauptstadt oder als Touristenpolizei berüchtigt ist.

    Es ist daher fast unvermeidlich, dass sie diese jungen Hardliner als Feinde betrachten.

    Diese Basispolizisten mögen auch aus der Arbeiterklasse stammen, wurden aber von einem System ausgebildet, um dem unterdrückerischen Staat und den Mächtigen zu dienen, während sie jetzt fast jeden Abend auf den Straßen von Bangkok gegen wütende junge Demonstranten kämpfen.“

    https://www.khaosodenglish.com/opinion/2021/08/21/on-thailands-angry-young-protesters/

    Und auch die ach so friedliebenden Polizisten sollen nicht unerwähnt bleiben.

    Deshalb auch noch einige Bilder:

  3. devin sagt:

    Statt einiger gewaltverherrlichender Kommentare in diesem Blog die Meinung eines wirklichen Thais:

    „An diesem Wochenende sahen wir Szenen, die selbst nach einem Sommer voller Polizeibrutalität schockierend waren.

    Die einzigen Worte, die die Szenen richtig beschreiben können, sind “körperlicher Angriff” und “Machtmissbrauch”.

    Aber während das Hauptaugenmerk der Proteste auf der Inkompetenz dieser Regierung bleiben sollte, ist es vielleicht an der Zeit, dass wir unseren Fokus auch auf die zunehmende Anwendung von Gewalt durch die Royal Thai Police verlagern.

    Angeführt von ihrem Chef Suwat Jangyodsuk scheint die Polizei ihre neue Rolle als Vollstrecker des Diktatorenclubs zu genießen.

    Anstelle der demoralisierten Gewalt, die wir während der Proteste 2010 und 2014 gesehen haben, hat die Royal Thai Police eine neue Kraft und einen neuen Feind in ihrem eigenen Volk gefunden.

    Egal, dass ihre Gegner größtenteils feuerwerksschießende, steinewerfende Teenager sind.

    Denn wenn es nicht bald eine Rechenschaftspflicht gibt und die Polizei nicht beginnt, sich an diesen “internationalen Standard” zu halten, über den sie so viel reden, werden die Menschen ernsthaft verletzt und sterben. „

    Opinion: Another weekend of violence has us asking if we should defund the Thai police

    • berndgrimm sagt:

      Sehr richtig!

      Je mehr Propaganda "Updates" STIN hier reinstellt umso oefter muss herausgestellt werden dass die "Ordnungskraefte" mit absolut unverhaeltnismaessiger Brutalitaet gegen friedliche Demonstranten vorgegangen sind.Dies war lange vor Din Daeng!

      Nur bei der ersten Grossdemo am Sanam Luang trauten sie sich nicht zuzuschlagen weil die knapp 12000 Ordnungskraefte 60.000 absolut friedlichen Demonstranten gegenueberstanden. Bei den anderen Demos waren die "Ordnungskraefte" und die "Monarchisten" immer in der Meehrzahl.

      • STIN sagt:

        Je mehr Propaganda “Updates” STIN hier reinstellt umso oefter muss herausgestellt werden dass die “Ordnungskraefte” mit absolut unverhaeltnismaessiger Brutalitaet gegen friedliche Demonstranten vorgegangen sind.Dies war lange vor Din Daeng!

        Stimmt halt so nicht, auch wenn es nicht in dein Weltbild passt.
        Wenn über Facbeook PingPOng-Bomben gekauft werden, wenn Schußwaffen, Messer, große Feuerwerkskörper auf Polizisten geschleudert werden,
        so etwas nennt man weltweit “gewaltbereit”.

        Aber es ist bekannt, du würdest auch die Demonstranten toll finden, wenn sie mit M-79 auf Polizisten schießen würden.

        Nur bei der ersten Grossdemo am Sanam Luang trauten sie sich nicht zuzuschlagen weil die knapp 12000 Ordnungskraefte 60.000 absolut friedlichen Demonstranten gegenueberstanden. Bei den anderen Demos waren die “Ordnungskraefte” und die “Monarchisten” immer in der Meehrzahl.

        Monarchisten hatten eigene Demo – aber aktuell nicht mehr.

        Ich war Wochenende in Paris, auch dort liefen wir fast in eine Demo rein – Polizei alle mit Wasserwerfer-Fahrzeugen und ausgerüstet wie
        Elite-Soldaten. Diese Polizei gilt als absolut hart – auch mit dem Kieferbrechenden Gummigeschoss-Gewehr LPD 40.

        Die Thai-Police ist gegen die Berliner Polizei, die franz und spanische Polizei eine Softie-Truppe.
        Illegale Demos MÜSSEN aufgelöst werden – und werden auch.

    • STIN sagt:

      Statt einiger gewaltverherrlichender Kommentare in diesem Blog die Meinung eines wirklichen Thais:

      Nein, eben nicht. Hab doch ausführlich erklärt, dass ich Gewalt seitens der Demonstranten gegenüber der Polizei, die nur Befehle befolgen – nicht
      goutiere.

      Illegale Demos während Corona, werden überall aufgelöst – auch in DE. In FR/SP auch mit Gummigeschossen, wenn es sein muss.

      „An diesem Wochenende sahen wir Szenen, die selbst nach einem Sommer voller Polizeibrutalität schockierend waren.

      Die einzigen Worte, die die Szenen richtig beschreiben können, sind “körperlicher Angriff” und “Machtmissbrauch”.

      Das gleiche stand in den linken Blättern nach den brutalen Polizei-Übergriffen in DE.

      Denn wenn es nicht bald eine Rechenschaftspflicht gibt und die Polizei nicht beginnt, sich an diesen “internationalen Standard” zu halten, über den sie so viel reden, werden die Menschen ernsthaft verletzt und sterben. „

      Dann müssten sich auch Demonstranten nach Regeln verhalten, keine Behörden abfackeln, keine Polizeiautos und vor allem keine
      Steine, Pign-Pongs, Feuerwerks-Raketen usw. auf Polizisten werfen und schon gar nicht mit Schußwaffen Polizisten ins
      Bein zu schießen.

      Polizei ist weltweit ermächtigt, bei Schußwaffen-Gebrauch, bei Raketen-ähnlichen Wurfgeschossen, Gewalt anzuwenden.

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