Preiserhöhungen ab 1. September 2013

Bangkok – Die Lebenshaltungskosten steigen, denn es gibt gleichzeitig drei Preiserhöhungen: Gas wird teurer, ebenso Strom und auch die Benutzung des Expressways in Ballungsgebieten.

Die Subventionen für Kochgas bzw. Flüssiggas (LPG) werden ab 1. September schrittweise abgebaut. Gas, das 18,13Baht pro Kilo kostete, wird monatlich um 0,50 Baht teurer, bis ein Preis von 24,82 Baht/Kilo erreicht ist.

Der Strompreis steigt gleichzeitig um 0,54 Baht pro Kilowattstunde, hier wurde der
Ölzuschlag erhöht, der bei 0,46 Bahtstand und jetzt einen Baht beträgt.

Bei der dritten Preiserhöhung handelt es sich um die Benutzung von Expressways. Je nach Größe des Fahrzeugs wirddie Benutzung fünf bis zehn Baht teurer.

Damit die Auswirkungen der Preiserhöhungen auf Geringverdienende abgefangen werden, will das EnergieministeriumSubventionen zahlen.

Rund 7,5 Millionen Haushalte in ganz Thailand,die weniger als 90 Kilowattstunden Strom
pro Monat verbrauchen sowie solche Haushalte, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind, sollen Gas zum alten Preis von 18,13 Baht/Kilo kaufenkönnen. Die Subventionen sollen für 18 Kilogramm pro Quartal gelten.

Inhaber von Garküchen, die entweder 15-Kilo-Gasflaschen benutzen und/oder einen Verkaufsstand kleiner als 50Quadratmeter besitzen,
soll erlaubt sein, 150 Kilo Gas pro Monat zum alten Preis zu erwerben.

Trotz dieser Maßnahmen geriet die Regierung in die Kritik. Die Opposition wirft ihr vor, dass der Anstieg des Gaspreisesdie normalen Haushalte hart treffen wird.

„Der Gaspreis für Haushalte sollte niedrig gehalten werden. Niemand würde sich beschweren,wenn der Gaspreis für die petrochemische Industrie hoch ist, aber die Regierung
behauptet, dass sei gegenüber der Industrie unfair“, beschwerte sich der Sprecher der
Demokratischen Partei, Chavanond Intarakomalyasut.

Weiterhin behaupte die Regierung, dass damit der Verschwendung Einhalt geboten werde.
Doch Chavanond habe nochvon keinem einzigen Fall gehört, dass die Gasflache nicht
zugedreht wird, wenn nicht gekocht werde. Die Regierungwürde die Interessen der Industrie über das Wohl der Öffentlichkeit stellen, so Chavanond.

Weiterhin führte er aus, dass die schrittweise Erhöhung auch nur Kosmetik sei, denn in einem Jahr koste eine 15-Kilo-Gasflasche fast 400 Baht. Jetzt liege der Preis bei rund 300 Baht.

Garkücheninhaber in Bangkok kündigten am 31. August an, dass ihnen keine andere Wahl bleiben werde, als die erhöhten Gaskosten auf
die Kunden umzulegen, indem die Preise für Gerichte steigen. Die Händler wollen auch nichtglauben, dass sie Subventionen erhalten, weil sie nicht wissen, wie und wann sie die Subventionen bekommen sollen.

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2 Antworten zu Preiserhöhungen ab 1. September 2013

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Eigentlich wäre ich für jede Preiserhöhung um die Eingeborenen
    von ihrer immensen Energieverschwendung abzuhalten.
    Aber dazu gehörte auch mehr Aufklärung der Leute.
    Da aber dafür von dieser Regierung überhaupt nichts getan wird
    geht es wirklich nur darum die Dummheit der Leute auszunutzen
    und abzukassieren!

  2. Avatar Hanseat sagt:

    Mal ´ne ehrlich Frage an unsere roten Freunde aus ST.de,
    warum haben Wähler dieser von mir genannten Farbskala die PT gewählt?
    Dass sie alleinig für Thaksin auf die Strasse gingen, wissen wir, wird aber nicht so von denen genannt. Für Demokratie, für Presse- und Meinungsfreiheit und zur Verbesserung der total verarmten Bevölkerung des schönen Landes; so war es doch, oder?
    Was ist daraus geworden. Über zwei Jahre ist es her, dass Thaksins Schwester nun das Zepter in der Hand hält. Zwei Jahre und das wichtigste Thema, die Rückholung des geliebten Bruders, ist immer noch offen.
    Die Meinungs- und Pressefreiheit hat in diesen zwei Jahren auch schon so gelitten, dass Schreiber und TV-Sprecher sich wirklich überlegen müssen, wenn sie ihren Beruf noch ernst nehmen, etwas Kritisches gegen diese momentane Regierung von sich zu geben. Amsterdams Abmahnungspreisliste ist ihnen bekannt. Es ist halt nach Regeln der Regierung aus Staatsräson untersagt, schlecht gegen das Verfassungsorgan Regierung oder auch Parlament sich zu äußern. Wenn die Roten aber gegen das andere Verfassungsorgan, der Gerichtsbarkeit, mit körperlicher Bedrohung selbst der höchsten Verfassungsrichter ungestraft davon kommen, muss man sich sehr verbiegen, dieses Getue im Sinne von Demokratie zu verstehen.
    Weiter zur angekündigten Verbesserung der total verarmten Bevölkerung. Ok, nun bekommen – hoffen wir jedenfalls – alle thailändischen Arbeiter einen Mindestlohn von 350 Baht per Tag. Wenn wir aber die Erhöhung des Reispreises, des Koch-Ölpreises, der Kraftstoffpreise und der nun angekündigten Erhöhungen der Gas- und Strompreise uns ansehen, die ja nun mal von diesen total verarmten Thais auch mitgetragen werden, dann frage ich allen hier lesenden Thaksisten, wenn sie einen Taschenrechner besitzen, mal nachzurechnen, ob das durch diese Gehaltserhöhung aufgefangen werden kann? Nebenbei müssen mit Beginn der neuen Thaksin-Zeit durch Schwester YL bei jedem Hospitalgang der Gabau-Sastang (Geldbeutel) geöffnet werden, es ist seit dem nicht mehr umsonst.
    Schlimm genug sind Situationen im Finanzsektor, die von außen diktiert werden. Also, von der eine Regierung nichts kann. Diese heutige peinliche Situation hat diese Regierung aber durch populistische Reformen, die ja doch nur der sogenannte kleine Mann zahlen muss, selber produziert. Selbst die häufig von Thaksin gebrauchte Entschuldigung, der „alte Herr“ hätte ihn zu diesen Ausgaben gezwungen, werden dann nur noch von wenigen aus D-A-CH hier sich befindenden Anhängern geglaubt.
    Es könnte doch sein, dass sich der sonst immer so kühn rechnende Dubaier auch einmal verrechnet hat, ohne diesen Fehler auf andere delegieren zu können? Ok, dann kommt mein alter Standardsatz: Dumm gelaufen!
    Als tickende Zeitbombe sehe ich auch die millionenfachen legalen und illegalen Gastarbeiter aus den angrenzenden ASEAN-Ländern wie Laos, Birma, Kambodscha, Vietnam und Malaysia. Zumindest die illegal hier arbeitenden unterbieten den Mindestlohn erheblich zu Lasten der legal Beschäftigten. Wer dann noch versucht, mit harten Besen dagegen an zu gehen, muss mit der Auslagerung der betroffenen Betriebe in die „wirklich“ verarmten Nachbarländer rechnen, was nochmals die Staatseinnahmen mindern würden.
    Also, liebe rote Freunde aus dem verblichenen ST.de, viele Erfolge der YL sehe ich, leider (ernst gemeint) nicht. Nun will ich diese Dame auch nicht verteufeln, nur, sie wusste, dass sie sich in ein Haifischbecken begeben würde, wenn sie das Mandat des Ersten Bürgers/in annehmen würde. Zwischen dem großen Bruder und der UDD möchte ich auch nicht meine Entscheidungen treffen müssen.

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