Bangkok: Einwohner von Din Daeng fordern eine Ende der gewalttätigen Kundgebungen

Die Einwohner von Din Daeng riefen die Polizei und die Demonstranten nach einer gewalttätigen Kundgebung an der Kreuzung Sam Liam Din Daeng im Bezirk Ratchathewi in Bangkok zu Friedensgesprächen auf.

Es ist mehr als einen Monat her, dass die regierungsfeindlichen Kundgebungen unter der Gruppe „Thalu Gas“ die Kreuzung als Sammelpunkt nutzen, was oft zu Zusammenstößen mit der Polizei zur Kontrolle der Menschenmenge führt, die in der Gegend eingesetzt wird, um die Bekämpfung der Situation zu kontrollieren.

Auf die Polizisten wurden Feuerwerkskörper, Tischtennisbomben, Fackeln und Molotow-Cocktails geworfen, die ihrerseits wieder mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern auf die Demonstranten reagierten.

Somneug Thapnoi, der Präsident des Din Daeng Housing Project, auch bekannt als Din Daeng Flats, sagte am Dienstag (14. September), dass die Kundgebungen den Anwohnern Unbehagen bereitet haben, da Explosionen und Rauch von brennenden Reifen ertönten, mit denen die Demonstranten die Polizisten am Vorrücken hinderten.

Am Sonntag wurde ein Vorfall untersucht, bei dem ein Polizeifahrzeug einen Demonstranten angefahren hat, als er angeblich versucht hatte, vor einer Gruppe von Angreifern zu fliehen. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt, die Polizei sammelt Beweise, um gegen die Täter vorzugehen.

Das Metropolitan Police Bureau hielt am Montag eine Pressekonferenz ab, um Bilder von einem Polizeiauto zu erklären, das am späten Sonntag an der Din Daeng-Kreuzung in Bangkok einen regierungsfeindlichen Demonstranten überfährt.

Sie sagten, die ersten Ermittlungen hätten ergeben, dass das Fahrzeug der Polizeistation Plubpla Chai 1 gehörte und von Sergeant Noraset (Nachname zurückgehalten) gefahren wurde. Den Berichten zufolge war er von der Metropolitan Police Division 6 angewiesen worden, die Massenkontrollmission in der Nähe des Polizeipräsidiums zu unterstützen, bevor er sich zum Narcotics Suppression Bureau in der Vibhavadi-Rangsit Road begab.

Am Sonntag gegen 23.30 Uhr wurde Sgt Noraset befohlen, zurück zur Polizeistation Plubpla Chai 1 zu fahren, da die Situation an der Kreuzung Din Daeng unter Kontrolle gebracht worden war. Ungefähr 15 Minuten später kam Sgt Noraset an der Kreuzung an, als eine Gruppe von sechs oder sieben Personen auf sein Fahrzeug zulief und damit begann, es mit Stöcken und anderen Gegenständen zu schlagen. Außerdem zerschmetterten sie die Windschutzscheibe auf der Fahrerseite.

Sgt Noraset sagte, er habe immer wieder „Explosionen“ gehört, also beschloss er, davonzurasen. Am Ende rammte er jedoch einen Demonstranten, der plötzlich vor dem Auto auftauchte. Durch den Aufprall platzte ein Reifen und brachte das Fahrzeug zum Stillstand, sagte er.

Bei der ersten Untersuchung wurde festgestellt, dass das Fahrzeug stark beschädigt war, eine zerbrochene Windschutzscheibe und einen geplatzten Reifen hatte.

Die Metropolitan Police hat angekündigt, die Fakten zu untersuchen und sicherzustellen, dass alle Parteien fair behandelt werden. Wenn die verletzte Person eine Anzeige gegen Sgt Noraset erhebt, wird der Ermittlungsbeamte relevante Beweise für ein rechtliches Verfahren sammeln, teilte die Polizei weiter mit.

„In den sozialen Medien werden oft Fotos von Polizeibrutalität gegen die Kundgebungsteilnehmer an der Din Daeng Junction geteilt, aber hätten die Demonstranten eine friedliche Kundgebung oder gar nie eine Kundgebung abgehalten, müsste die Polizei keine drastischen Maßnahmen ergreifen“, sagte er.

„Die Polizei sollte daher Gespräche mit den Kundgebungsführern führen, damit beide Seiten auf die Forderungen des anderen eingehen und auch entsprechende Kompromisse eingehen können“, riet Somneug.

„Ich bin nicht gegen die Idee öffentlicher Kundgebungen, aber ich stimme den Teilnehmern, die nur mit der Absicht auftauchen, die Polizei zu bekämpfen, ausdrücklich nicht zu“, sagte er.

„Diese Demofahrer treffen oft in mehreren Gruppen von 20 – 30 Personen auf. Sie suchen keine wahre Demokratie, sie wollen nur Gewalt“, beklagte Somneug. / Bangkok Post

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5 Antworten zu Bangkok: Einwohner von Din Daeng fordern eine Ende der gewalttätigen Kundgebungen

  1. ben sagt:

    @ berndgrimm: Wohlgemerkt, hier schreibt ein Thaksin Gegner von vielen Jahren und das Erste was mir in den Sinn kam als ich dies las war die Erinnerung an die Fernsehdiskussion zwischen Abhisit und der UDD 2010 als Abhisit den Roten weitestgehend entgegenkam und eine moegliche Einigung von Thaksin per Telefon aus Dubai(?) verhindert wurde.

    schön, dass Du wenigstens diese Tatsache zu 2010 noch korrekt im Gedächtnis hast… Devin hätte da sicher eine andere Version und ein paar Links… 555 vor allem zu allem was danach geschah!

  2. berndgrimm sagt:

    Gestern in der BP:

    Thaksin advises Prayut to listen to young protesters

    published : 15 Sep 2021 at 16:32

    Prime Minister Prayut Chan-o-cha needs to sit down and talk to young protesters if he wants to end the anti-government rallies, according to former premier Thaksin Shinawatra.

    Thaksin said violence would not solve the country's political problems. Holding talks with the young demonstrations could bring about a solution.

    "Violence will not help (improve the situation)," he told an online political forum hosted by Care.

    He said Gen Prayut should open his mind to their ideas and tell them what he could and could not do in finding a solution to the issues raised.

    There are several groups protesting against the government. They include the United Front of Thammasat and Demonstration, Thalufah, Thalugaz and the United Front for Democracy against Dictatorship. Their demands include the resignation of Gen Prayut.

    There have been rallies in Din Daeng almost every evening by Thalugaz supporters, ending in violent confrontation with riot police when the young protesters try to move closer to the prime minister's residence inside the nearby 1st Infantry Regiment barracks.

    Thaksin said firing water cannons, tear gas and coloured water at the protesters would only worsen the situation and damage the reputation of the police force.

    "Riot police are destroying the image of the Royal Thai Police as a whole," he said.

     

    Wohlgemerkt, hier schreibt ein Thaksin Gegner von vielen Jahren und das Erste was mir in den Sinn kam als ich dies las war die Erinnerung an die Fernsehdiskussion zwischen Abhisit und der UDD 2010 als Abhisit den Roten weitestgehend entgegenkam und eine moegliche Einigung von Thaksin per Telefon aus Dubai(?) verhindert wurde.

    Aber: Menschen koennen lernen und sich aendern, auch Machthaber.

    Vielleicht wuerden Prawit und Prayuth sich auch aendern wenn man sie erstmal entmachtet haette , sie ausser Landes gejagt haette und sie einige Jaehrchen im Exil verbracht haetten.

    Thaksin hat offensichtlich gelernt oder tut jedenfalls so. Sowas sollte man Ernst nehmen.

    Voraussetzung fuer eine wirkliche Demokratie ist die Kommunikation.

    Kommunikation ist nicht das ausschliessliche Absondern von Propaganda sondern auch das Zuhoeren.

    Aber dieses waere den machthabenden Komisskoepfen wohl schon zuviel Demokratie.

    • STIN sagt:

      Thaksin hat offensichtlich gelernt oder tut jedenfalls so. Sowas sollte man Ernst nehmen.

      Hat er nicht, er sieht nur etwas Licht am Ende des Tunnels und versucht hier was draus zu machen.
      Wird nicht fuktionieren, außer er bringt den König hinter sich.

      Voraussetzung fuer eine wirkliche Demokratie ist die Kommunikation.

      Noch wichtiger wäre die Informiertheit der Wähler und das ist in TH nicht der Fall.
      Wenn 56% mit Amtsmissbrauch und Korruption kein Problem haben, wird TH nie eine Demokratie.

      Übrigens: Demokratie ist eher rückläufig, nur mehr 23 Staaten weltweit, mit vollständiger Demokratie.

  3. STIN sagt:

    Auf die Polizisten wurden Feuerwerkskörper, Tischtennisbomben, Fackeln und Molotow-Cocktails geworfen, die ihrerseits wieder mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern auf die Demonstranten reagierten.

    Haben nicht zwei hier behauptet, die Studenten wären so friedlich.

    Haben die also friedlich Molotows auf die Polizei geworfen, WOW

    • berndgrimm sagt:

      Die Gewalt ging bisher immer von der Polizei aus und die Anwohner von Din Daeng haben auch die Polizei aufgefordert damit aufzuhoeren.

      Aber jemand der noch nie auf einer politischen Demonstration in TH dabei war und seine Ideologie hier ohne Realitaetsbezug ablaesst ist froh dass er nicht hier sondern in D ist und seinen Regierungs-Deutschen und Auslaenderhass hier ablassen kann.

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