Burma: Dissidenten verübten Bombenanschlag auf Militär-Konvoi

Burmas Anti-Junta Dissidenten haben einen Bombenanschlag auf die Sicherheitskräfte in der Nähe von Yangon verübt, wobei mehrere bei einem anschließenden Feuergefecht getötet wurden, teilten Militär und die lokalen Medien mit.

Das Nachbarland ist in Aufruhr, seit das Militär im Februar die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt hat, was nicht nur Massenproteste für die Demokratie, sondern auch ein blutiges Vorgehen des Militärs auslöste.

Verschiedene Townships in ganz Burma haben sogenannte „Volksverteidigungskräfte“ gebildet, um sich gegen die Junta zu wehren, obwohl die meisten Zusammenstöße aus den ländlichen Gebieten gemeldet wurden.


Die Überreste verbrannter Häuser sind am Samstag im Dorf Namg Kar in der Gemeinde
Gangaw in der Region Magwe zu sehen, während die Kämpfe zwischen dem myanmarischen Militär und den Demonstranten gegen den Militärputsch weitergehen. (AFP FOTO / ANONYME QUELLE)

Die Sicherheitskräfte waren am Freitag durch Khayan, einen Vorort von Burmas Handelszentrum Yangon, unterwegs, als sie mit einer selbstgebauten Bombe angegriffen wurden, teilte die Junta in einer Erklärung am Samstag (18. September) mit.

„Beide Gruppen feuerten hin und her – ein Angehöriger der Sicherheitskräfte wurde verletzt“, heißt es in der Erklärung. Nach dem Zusammenstoß seien Schusswaffen und Munition beschlagnahmt worden.

„Einige Terroristen wurden… (getötet), einer von ihnen wurde verwundet“, berichten die Medien.

Menschen versuchen, ein Feuer zu löschen, während die Häuser im Dorf Namg Kar
in der Gemeinde Gangaw in der Region Magwe am Samstag brennen, während die
Kämpfe zwischen dem myanmarischen Militär und Demonstranten gegen den Militärputsch weitergehen. (AFP FOTO / ANONYME QUELLE)

Die lokalen Medien berichteten, dass mindestens zwei Dissidenten getötet und einer festgenommen wurden.

Anfang dieses Monats rief eine „Nationale Einheitsregierung“, die hauptsächlich aus Gesetzgebern besteht, die mit der gestürzten Partei von Suu Kyi verbunden sind, zu einem „Volksverteidigungskrieg“ auf und forderte alle Zivilisten dazu auf, auf die Gelder der Junta abzuzielen.

In ganz Burma wurden Sendetürme der militäreigenen Firma Mytel angegriffen, berichten die Medien ebenfalls.

Der Konflikt hat sich auch in den Regionen Sagaing und Magway verschärft, wo die Einheimischen diese Woche das Militär beschuldigten, ihre Häuser niedergebrannt und Tausende Menschen vertrieben zu haben.

„Das Militär hat unsere Region wegen der lokalen Widerstandskräfte zerquetscht“, sagte eine 25-jährige Frau aus Magways Township Gangaw gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

„Ich habe einige meiner Freunde verloren… ich bin untröstlich, weil ich all ihre Gräueltaten mit eigenen Augen gesehen habe“, sagte sie.

Ein anderer Einwohner der Gemeinde Gangaw sagte, in einem der am stärksten betroffenen Dörfer, Namg Kar, seien seit dem 10. September durch den Monsun Regen immer wieder ein Start / Stop Prozess in Gang getreten, da der starke Monsunregen die Flammen immer wieder erstickte.

„Sie haben versucht, das ganze Dorf niederzubrennen. Aber es war Regenzeit“, sagte der Anwohner und fügte hinzu, dass die 4000 Einwohner von Namg Kar in einen nahegelegenen Dschungel geflohen seien.

„Sie haben Angst vor der Armee, da sie jederzeit ins Dorf zurückkehren könnten“, sagte er.

Von AFP erhaltene Bilder zeigten Dorfbewohner von Namg Kar, die Eimer mit Wasser trugen, während Rauch in der Ferne aufstieg, während die Überreste der verbrannten Fundamente glimmten.

Die Junta hat noch nicht auf eine Bitte um Stellungnahme reagiert. / Bangkok Post

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6 Antworten zu Burma: Dissidenten verübten Bombenanschlag auf Militär-Konvoi

  1. berndgrimm sagt:

    Myanmar's Suu Kyi has 'no comment' on call for war against junta

    published : 20 Sep 2021 at 20:20

    Toppled Myanmar leader Aung San Suu Kyi has "no comment" on a declaration of war against the junta by a shadow government dominated by lawmakers from her party, her lawyer said Monday.

    Myanmar has been in turmoil since the military ousted Suu Kyi's National League for Democracy government in a February coup, sparking huge democracy protests which have triggered a bloody crackdown from the junta.

    NLD lawmakers make up the majority of a "National Unity Government" which is working to overturn the military regime and declared a "people's defensive war" earlier this month urging citizens to attack junta assets.

     

    Burma zeigt wie weit die Macht Chinas reicht.Und der Westen sieht zu.

    Zum Genozid an den Rohingyas gabs wenigstens noch warme Worte,nun gibts garnix mehr.Und selbst die vom Westen hochstilisierte Friedensnobelpreistraegerin ist still.

    Man darf nicht vergessen dass das Militaer, die buddhistischen Moenche und die Mehrheit des burmesischen Volkes beim Rohingya Genozid zusammengearbeitet haben.

    Auch damals sagte die Friedensnobelpreistraegerin nix.

    Und wer verdient an den Vorgaengen in Burma?

    Natuerlich die thailaendische Junta, schliesslich kooperiert man mit dem burmesischen Militaer.Aber natuerlich auch die Auftraggeber der thailaendischen Militaerdiktatur die den burmesischen Markt beherrschen und wegen der dort herrschenden Militaerdiktatur und den jetzigen Aufstaenden vor westlichen Konkurrenten sicher sind.

    • STIN sagt:

      Burma zeigt wie weit die Macht Chinas reicht.Und der Westen sieht zu.

      Kann man so nicht sagen.

      Der Westen, also derzeit USA, England und Australien sehen nicht zu.
      Die bilden nun eine Anti-China-Allianz – rüsten Austrlalien mit Atom-U-Booten aus und dürften dann gegen die Machtansprüche Chinas im
      Pazifik vorgehen. Also demonstrativ dort rumkreuzen usw.

      Ich würde Taiwan ermutigen, unter Schutz der USA die Unabhängigkeit auszurufen, dort US-Militärbasis einrichten, vll
      wie in Israel oder DE – mit A-Bomben stationiert.
      Dann dürfte Taiwan sicher sein – sonst droht Annektion.

      Zum Genozid an den Rohingyas gabs wenigstens noch warme Worte,nun
      gibts garnix mehr.Und selbst die vom Westen hochstilisierte Friedensnobelpreistraegerin ist still.

      Das meinst du aber nun nicht im Ernst oder.

      Augn San Suu Kyi sitzt an einem Ort gefangen, den sie selbst nicht kennt – wird isoliert, darf kaum Besuch empfangen,
      keine Nachrichten hören usw. – und du meinst, die würde nix sagen. WOW

      Man darf nicht vergessen dass das Militaer, die buddhistischen Moenche
      und die Mehrheit des burmesischen Volkes beim Rohingya Genozid zusammengearbeitet haben.

      Ja, richtig – keiner mag die Rohinygas – auch unser Shan-Hausmädchen nicht, wurde so erzogen.
      Hat aber auch Gründe – dazu muss man die Rohingyas – die es ja eigentlich als Volksgruppe gar nicht gibt – vll besser
      kennen.
      Verweigern jegliche Integration, verweigern burm. Sprache und möchten einen Staat im Staat – also eine Art Kalifat, wie im
      Süden Thailands.

      Das wird Burma niemals zulassen.

      Dann kommen noch diese Aktionen der Rohingyas – der militanten Truppe, dass den Westen nicht gerade
      freundlich stimmt.

      https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amnesty-wirft-rohingya-rebellen-massaker-an-hindus-vor-15603422.html

      Auch damals sagte die Friedensnobelpreistraegerin nix.

      Konnte sie auch nicht – man hätte sie damals schon von der Erklärung weg, verhaftet.
      Sie war niemals wirklich frei – hat sich also nur auf ihr Volk konzentriert und das hat sie gut gemacht.

      Hätte sie die Rohingyas in Schutz genommen, würde heute kein Burmese für sie kämpfen. Tun sie nun aber…..

      Und wer verdient an den Vorgaengen in Burma?

      In erster Linie wieder das burmesische Militär, mit Jade, Telekoms usw.

      Natuerlich die thailaendische Junta, schliesslich kooperiert man mit dem burmesischen Militaer.Aber natuerlich auch die Auftraggeber der thailaendischen Militaerdiktatur die den burmesischen Markt beherrschen und wegen der dort herrschenden Militaerdiktatur und den jetzigen Aufstaenden vor westlichen Konkurrenten sicher sind.

      Ja, sicher auch – aber ganz ASEAN verdient an den Burmesen, dazu auch noch Russland, China – durch Waffenexporte usw.
      Ist leider weltweit so – wer verdient an den Massakern durch die Saudis ikm Jemen?

      Richtig, die deutsche Waffenindustrie, die Amerikaner, Engländer usw.

      • berndgrimm sagt:

        Abgesehen von dem ganzen ideologischen Unsinn um den Genozid der Rohingyas zu rechtfertigen………

        Niemand ……… in Worten ueberhauptniemand tut irgendetwas

        um den Menschen in Burma zu helfen.

        Am wenigsten die Friedensnobelpreistraegerin!

        Von den selbsternannten China Gegnern USA und  AUS kommt nix ausser leerer Worte und die ASEAN gibts nur noch im Handaufhalten!

        Unsere Angestellten moegen mich auch nicht weil ich will dass sie ihren Job machen fuer den sie (fuer Thai Verhaeltnisse sehr gut) bezahlt werden.

        Und unser Property Management hasst mich weil ich von ihnen auch und gerade verlange dass sie ihren Job tun fuer den sie (fuerstlich) bezahlt werden.

        Aber rechtfertigt das meine Ausrottung?

        Fuer STIN und seinen Heckenschuetzen Sniper schon!

        • STIN sagt:

          Niemand ……… in Worten ueberhauptniemand tut irgendetwas

          um den Menschen in Burma zu helfen.

          Am wenigsten die Friedensnobelpreistraegerin!

          Lässt sich von Isolations-Haft aus, schwer durchsetzen.

          Du meinst, sie könnte wenigstens versuchen, Brieftauben zu organisieren….. 🙂

          Von den selbsternannten China Gegnern USA und AUS kommt nix ausser leerer Worte und die ASEAN gibts nur noch im Handaufhalten!

          Naja, eine Militärbasis der USA in Australien, die gerade mit Atom-Gerät ausgerüstet werden, vll auch noch
          mit Atom-Waffen – also soweit ging zumindest noch kein Präsident der USA – nicht mal der Hardliner Reagan.

          Mal sehen, was da noch nachfolgt.

          • Forentroll sagt:

            Sie sind eine ganz arme ….. Haut, sonst wuerden Sie so etwas nicht schreiben!

            Was ist denn der Unterschied zwischen "Atomgeraet" und "Atomwaffen"????

            • STIN sagt:

              Was ist denn der Unterschied zwischen “Atomgeraet” und “Atomwaffen”????

              Atom-U-boot ist eher ein Atmomgerät – also atomar angetrieben, keine Atomwaffe direkt.

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