Bangkok: Auto-Mob Kundgebung gegen den Putsch und Premier Prayuth

Die Pro-Demokratie Demonstranten hüllten Bangkoks Democracy Monument am Sonntag (19. September) mit einem schwarzen Blatt ein, das mit Bildern von Premierminister Prayuth Chan o-cha auf dem Höhepunkt einer „Automob“ -Kundgebung hing, die Stunden zuvor an der Asoke Kreuzung in Bangkok begann.

Zuvor versammelten sich die Demonstranten mit ihren Fahrzeugen an der Asoke Kreuzung in Bangkok zu einer wichtigen Kundgebung anlässlich des Putsches vom 19. September 2006, der laut den Protestführern den Weg für die Macht von Premierminister Prayuth ebnete.

Die Demonstration fand im Zusammenhang mit dem 15. Jahrestag des Putsches vom 19. September 2006 statt, der den damaligen Premierminister Thaksin Shinawatra absetzte. Es folgte der Putsch vom 22. Mai 2014, der den Beginn der langen Amtszeit von General Prayuth Chan o-cha markierte.

Die beiden Coups seien eng miteinander verbunden, sagte der Führer der Rothemden Nattawut Saikuar vor dem Start der Demo. „Der Putsch von 2014 wurde inszeniert, um zu zeigen, dass der Putsch von 2006 keine Verschwendung von Anstrengungen (der Armee) war“, sagte er.

Der Rothemden Aktivist Sombat Boonngam-anong sagte, die Streitkräfte hätten die Militärputsche als Mittel zur Lösung politischer Konflikte gerechtfertigt, aber in Wirklichkeit wurden militärische Interventionen verwendet, um den Generälen die Türen zu öffnen, um in die Politik einzusteigen.

Eine lange Prozession von etwa 500 Autos und mehr als 1.000 Motorrädern begann den politischen Konvoi, der über die Krungthep Brücke nach Thon Buri fuhr und dann den Chao Phraya Fluss erneut überqueren sollte, um am Demokratiedenkmal zu enden.

Die Kundgebung begann mit einer dramatischen Symbolik. Herr Nattawut, der eine Taxiuniform anzog, rammte ein Taxi in ein Pappmodell eines Panzers, während Demonstranten für die Absetzung von General Prayuth sangen. Der Stunt erinnerte an den Taxifahrer Nuamthong Praiwan, der sein Fahrzeug mit einer Anti-Coup Botschaft besprühte und am 30. September 2006 in einen Armeepanzer krachte, um seine Opposition gegen den Putsch zu zeigen.

Herr Nattawut sagte, die Kundgebung am Sonntag würde eine starke Botschaft senden, dass die Militärputsche enden müssen und General Prayuth zurücktreten muss.

„General Prayuth erhob sich, um die Macht zu ergreifen, aber er hat die Probleme nicht gelöst“, sagte er.

Der Anführer der Rothemden gab zu, dass der politische Kampf gegen den Premierminister lang war, da der Ausbruch von Covid-19 große Menschenansammlungen behinderte.

„Covid-19 behindert die Aufrufe zu großen Kundgebungen“, sagte er.

Am Ende der Kundgebung am Democracy Monument sagte Herr Nattawut, die Demonstranten würden ihre Forderung nach einem Rücktritt von General Prayuth nicht aufgeben. Herr Sombat sagte, dass sich Thailand 15 Jahre nach dem Putsch im Jahr 2006 rückwärts bewegte. / Bangkok Post

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3 Antworten zu Bangkok: Auto-Mob Kundgebung gegen den Putsch und Premier Prayuth

  1. Forentroll sagt:

    Warum löschen Sie die Wahrheit??? 

    wo auf den Bildern sind 500 Pkws oder 1000 Motorräder?? 

    Der Schimmelreiter auf dem Bild hat 6Beine!
    Neuste FakeNews: Ungeimpfte dürfen nicht wähleb!  

  2. berndgrimm sagt:

    Nattawuts Klamauk ist eher Kontraproduktiv.

    Er war 2010 kein ernstzunehmender Demonstrant und ist es auch Heute nicht.

    Trotzdem war die Demo sehr notwendig.

    Der Putsch von 2006 war schon deshalb gut weil er einen uebergeschnappten Thaksin von der Macht entfernte.

    Ausserdem gab das Militaer so wie versprochen die Macht nach einem Jahr an eine gewaehlte Zivilregierung zurueck.Auch wenn diese Zivilregierung Samak/Somchai schlecht und wirkungslos war. Aber sie machte Platz fuer die Abhisit Regierung ,

    die beste Regierung Thailands seit den ersten 2 Jahren Thaksin und die beste seither.

    2014 kann man nicht mit 2006 vergleichen. Richtig ist, dass Thaksin bzw sein Nummerngirl Yingluck wieder Ausloeser des Coups waren.

    Haette man rechtzeitig mit Suthep verhandelt haette diese katastrophale Militaerdiktatur verhindert werden koennen.

    Tatsache bleibt aber dass diese Militaerdiktatur die hier seit nunmehr 7 Jahren unkontrolliert herrscht die mit Abstand schlechteste Regieung ist die ich persoenlich je in Thailand erlebt habe und die, obwohl derzeit total am Ende noch nicht mal faehig zu einem ordentlichen Ruecktritt ist.Eine Erneuerung ist schon deshalb nicht moeglich weil es weder Ideen noch Nachfolger fuer Prawit und Prayuth gibt.

    Keiner will seine Maske fuer diese Militaerdiktatur in die Oeffentlichkeit halten!

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