Bangkok: Malaysische Transgender-Ikone in Thailand festgenommen – auf Kaution frei

Die malaysische Transgender-Ikone Muhammad Sajjad Kamaruz Zaman, besser bekannt als Nur Sajat, wurde Berichten zufolge in Bangkok festgenommen und auf Kaution freigelassen, hieß es am Montag.

Nur Sajat ist seit Februar dieses Jahres auf der Flucht vor den malaysischen Behörden, nachdem sie von religiösen Obergerichten angeklagt wurde, gegen die Scharia-Gesetze des Landes zu verstoßen, indem sie sich als Frau verkleidet hatte.

Sie wurde Berichten zufolge am 8. September in Bangkok festgenommen und ist laut der malaysischen Zeitung The Star auf Kaution frei.

The Star berichtet auch, dass sie auf ihre Neuansiedlung in einem Drittland wartet, nachdem sie beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) den Flüchtlingsstatus beantragt hat.

Berichten zufolge wartet sie darauf, in Australien aufgenommen zu werden. Nur Sajat ist in Malaysia als Kosmetikunternehmerin bekannt.

Die thailändische Polizei teilte Thai Enquirer am Montag mit, dass sie keine Anfragen zu dem Fall beantworten könne, da es sich um eine sensible internationale Angelegenheit handele.

Es wird angenommen, dass die malaysische Regierung derzeit ihre Rückführung beantragt, damit sie vor einem religiösen Gericht angeklagt werden kann, wo sie mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann. / Enquirer

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5 Antworten zu Bangkok: Malaysische Transgender-Ikone in Thailand festgenommen – auf Kaution frei

  1. devin sagt:

    TH und Asyl sind 2 Seiten einer Medaille.

    Zwar beherbergt Thailand mit am meisten Flüchtlinge in der Region, das Land verfolgt jedoch keine konsistente Asylpolitik.

    Dies führt dazu, dass Schutzbedürftigen nicht immer Schutz gewährt wird.

    In den vergangenen Jahren hat die thailändische Regierung zudem regelmässig dem Druck von Ländern wie China, der Türkei oder Bahrain nachgegeben und Flüchtlinge zwangsweise in die betreffenden Länder zurückgeführt.

    Damit verletzte Thailand das internationale Rechtsprinzip des Non-Refoulements; dieses verbietet die Rückschaffung von  Personen in Länder, in denen sie an Leib und Leben gefährdet sind.

    Und so hat die Regierung regelmäßig Kopfzerbrechen, was mit den Asylanten zu geschehen hat.

    So z.B. mit aus Burma geflohenen Journalisten oder nun um die malaysische Transgender-Ikone.

    Auf der einen Seite will man es sich nicht mit den Nachbarn verscherzen, zumal TH in Sachen “Kultur der Folter” ebenfalls eine lange Tradition hat, zum anderen will man nicht erneut von der Weltöffentlichkeit gebrandmarkt werden, da man wegen der schlechten Wirtschaftslage auf jede Hilfe und Unterstützung angewiesen ist.

    Also bleibt abzuwarten, wie diesmal das Ergebnis aussehen wird – ich hoffe auf Gerechtigkeit für Muhammad Sajjad Kamaruz Zaman, habe jedoch nur geringe Hoffnung.

  2. berndgrimm sagt:

    Auch hier ging es nur ums Geld! Tagelang wurde darum geschachert wieviel Er,Sie,Es

    denn an wen zu bezahlen hat damit er, sie,es hier bleiben darf !

    • STIN sagt:

      Auch hier ging es nur ums Geld! Tagelang wurde darum geschachert wieviel Er,Sie,Es

      denn an wen zu bezahlen hat damit er, sie,es hier bleiben darf !

      Nein, die ist zu bekannt – wenn die das in Malaysia dann öffentlich erklärt, sie hätte zigtausende Baht an Polizei zahlen müssen,
      geht es denen in TH dann an den Kragen.

      Das läuft über Staatsanwaltschaft und wenn die mitkassiert hat, erfahren wir das später schon.

      Das Problem für TH ist, dass ihre “Straftat” in TH nicht strafbar ist und somit fällt eigentlich ein Auslieferungsgrund weg.
      Soll Big Joke das in die Hand nehmen und sie der UN überstellen, dann ist die “Dame” schnell in Australien oder sonst wo.
      Wie das Saudi-Mädchen….. – das Big Joke gegen den Willen Prawits laufen hat lassen.

      Egal ob wegen der Presse oder sonst was – Big Oud hätte sie nicht laufen lassen, Presse hin oder her.

      • berndgrimm sagt:

        Wer aus Malaysia in TH Asyl begehrt wird wohl kaum in Malaysia die Bestechlichkeit der thailaendischen Polizei zur Sprache bringen.

        Schliesslich erhielt er,sie,es durch diese Bestechlichkeit in TH Asyl!

        Nein, es gibt eben keinen Vergleich zu dem saudischen Maedchen dass der thailaendischen Polizei nur durch internationalen Druck und eigene Courage entkam.

        Ja, auch da war Korruption im Spiel, aber von Seiten der Saudis!

        Und natuerlich politischer Druck wegen der Juwelen!

        • STIN sagt:

          Wer aus Malaysia in TH Asyl begehrt wird wohl kaum in
          Malaysia die Bestechlichkeit der thailaendischen Polizei zur Sprache bringen.

          Polizei empfiehlt nur Kautionsstellung – entscheiden tut es der Staatsanwalt, der den Fall bearbeitet.
          Also müsste man eher den Staatsanwalt bestechen. Die verdienen aber schon etwas mehr und ob
          der seinen Job aufs Spiel setzt, weiß ich nicht. Da es ein internationaler Fall ist, dürfte er es
          eher nicht machen.

          Nein, es gibt eben keinen Vergleich zu dem saudischen Maedchen dass
          der thailaendischen Polizei nur durch internationalen Druck und eigene Courage entkam.

          Nein, wie schon erwähnt – das Saudi- Mädchen verdankt seine Freiheit alleine Big Joke.
          Der hätte ohne Problem – auch bei intern. Druck – die Kleine einfach dem Vater mitgeben können.
          Prawit hätte ihn gedeckt.

          TH stört intern. Druck meist nicht, siehe Hmongs – die trotz intern. Druck nach China/Laos ausgeliefert wurden.
          Hat keinen von der Regierung gejuckt.

          Aber erfolglos……
          Vater und Bruder reisten wieder ohne dem Mädchen nachhause.

          Danach war Big Joke bei Prawit unten durch. Die Rache kam postwendend. Auch noch deswegen, weil
          BJ bei einem Korruptionsfall bei den Ampelanlagen nachforschte.

          Wie schon erwähnt, einer der besten Polizeichefs Thailands – kenne keinen besseren.

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