Kautschukfarmer werden aggressiver

Prachuap Khiri Khan – In Prachuap Khiri Khan kam es am Abend des
5. September zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei
und Kautschukfarmern, die versuchten, die Petchkasem Road im BezirkBan Sang zu blockieren.

Rund 15 Personen wurden verletzt, unter ihnen auch der Polizeichef von
Prachuap Khiri Khan.

Der erste Zusammenprall begann um ca. 18 Uhr und dauerte 40 Minuten.
Rund 1000 wütende Protestler versuchten, die Petchkasem Road in beiden Fahrtrichtungen komplett zu sperren. Bei diesem Highway handelt es sich um die einzigeAutobahn, die in den Süden führt. Die Farmer kamen mit 50 Traktoren und
Autoreifen.

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Farmer greifen Polizisten an

Die Polizei warnte die Farmer, dass die Sperrung der Autobahn illegal sei. Die Demonstranten zogen sich nicht zurück, die Polizei schritt ein. Es kam zu einem Handgemenge, schließlich wurde die Straße geräumt. Die Farmer warfenSteine auf Polizeibeamte, ferner Feuerwerkskörper und sogenannte Ping-Pong-Bomben, etwa Tischtennisball großeSprengkörper. Beamte wurden auch mit Säure bespritzt. Die Gewalttätigkeiten dauerten bis in die Nacht.

Zwölf Polizisten und fünf Farmer wurden verletzt, mindestens elf Demonstranten wurden verhaftet.

Die Regierung hat ein Komitee einberufen, das das Problem lösen soll.
Repräsentanten der Regierung wollen am 6. September nach Nakhon Si Thammarat reisen
und weitere Verhandlungen führen.

Dort haben die Demonstranten die Proteste vorerst eingestellt und gaben die Bahngleise in den Bezirken Ban Khuan Ngern und Ban Toon frei.
Ebenso verfuhren die Protestler in Phatthalung. Sieben Tage wolle man nicht
demonstrieren, damit die Regierung Zeit hat, einen Vorschlag auszuarbeiten.

Die Sicherheitskräfte wollen das aber nicht glauben. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Flughäfen in Krabi, SuratThani, Nakhon Si Thammarat und Trang wurden weiter
verstärkt.

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5 Antworten zu Kautschukfarmer werden aggressiver

  1. Avatar Hanseat sagt:

    Moin egon,
    ungewollt komme ich noch einmal auf deinen Hinweis, wonach Thailand neben der Bundesrepublik Deutschland als sicheres Land angesiedelt sei, zurück.
    Heute ist im Wochenblitz zu lesen, dass eben dieses Thailand, und ein anderes kenne ich nicht, den 9. Platz in der Liste der Verkehrstoten einnimmt, was ja auch etwas mit der Sicherheit seiner Bevölkerung zutun hat. Außerdem versucht nun die Polizei in Bangkok gegen die Unsicherheit auf der Strasse und am und in den Wohnhäusern per Videoüberwachung die Sicherheit zu erhöhen. Nun, lieber Freund, wenn Thailand im Sicherheitsranking nahe der Bundesrepublik angesiedelt sein sollte, wie du uns mit dem LINK ja suggerierst, dann stellt sich doch die Frage, wieso eben diese Bundesrepublik Deutschland nicht auch im Verkehrstoten-Ranking neben Thailand erscheint und wieso man in den Metropolen Berlin, Hamburg, Frankfurt und München nicht auch krampfhaft mittels Videoüberwachung der Häuser innen und außen die Sicherheit versucht zu erhöht?
    So können wir sehen, dass das Sicherheitsranking geschönt war, mit Untermtischgeld oder einem Kuchenpaket?

  2. Avatar Hanseat sagt:

    Moin Egon,
    ich lese fast täglich unsere in deutscher Sprache veröffentlichten Onlineangebote wie TIP, Der Farang, Wochenblitz neben anderen. Dort kann ich und auch du besonders über Pattaya und Phuket täglich über ungesetzliche Ereignisse lesen, die der Qualität unserer BILD weit übersteigt. Wenn du nun uns mitteilst, dass die Risiko-Map 2013 Thailand neben der Bundesrepublik Deutschland platziert hat, ist es eine Meldung, die man zwar veröffentlichen kann aber nicht unbedingt glauben muss.
    Zu Beginn der Regierungszeit des Khun Thaksin begann er mit dem Drogenkrieg, um Thailand sicherer zu machen, er begann im Süden den Krieg gegen die Muslime, um die Sicherheit Thailands zu erhöhen. Nur allein der Drogenkrieg hat rund 2.500 Tote produziert, der Krieg im Süden hat auch schon mehrere Tausend tote Soldaten, Lehramtsinhaber sowie Mönche gekostet.
    Nun ist die Schwester des Khun Thaksin gerade einmal zwei Jahre an der Macht und hat Thailand, ohne Drogenkrieg und trotz der ungeregelten Probleme im Süden zum sehr sicheren Platz der Risiko-Map gemacht?
    Was meinst du, wie viel sich uns Dubaier das hat kosten lassen? Nach dem Ausspruch: Ich glaube nur einer Statistik, die ich selber manipuliert habe!
    Was ich bestätigen kann ist, dass mir bislang in den zehn Jahren meines Aufenthaltes hier in Cha-Am noch nichts passiert ist. Selbst mit unserer Polizei hatte ich bis dato keine Probleme. Nur, wir sind nicht Bangkok oder Pattaya sowie Phuket. Meine genannte Beobachtung hat sich auch nicht erst seit der letzten zwei Jahren herauskristallisiert, dieses Sicherheitsgefühl hatte ich auch schon vor zehn Jahren gehabt.
    Wenn du darauf anspielen solltest, dass die sprunghafte Verbesserung der persönlichen Sicherheit etwas mit der Politik unserer neuen Landesmutter zutun haben sollte, stellst du aber ihrem Bruder ein schlechtes Regierungsgebaren aus! Er, der größte der PMs, er sah nur durch die Tötung vieler Menschen einen Weg, die Sicherheit dieses Landes zu gewährleisten. Angeblich, sag ich mal so, angeblich hat es dann seine Schwester ohne große Tötungsaktionen geschafft? Also, Fazit, lasse diesen großen Mann ja in Dubai! Der Sicherheit wegen!

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Lieber Egon!

    Thailand war immer schon bei den sichersten Reiseländern der Welt.
    Mir selbst ist in 24 der 27 Jahren nicht das geringste passiert.
    Aber was in den letzten 3 Jahren hier los ist hat mich nachdenklich
    gemacht. Und nicht nur mich.
    Aufgrund der totalen Untätigkeit der Polizei haben sich Diebstahl, Raub
    und Gewalttaten in erschreckendem Ausmasse vermehrt.
    Sachen die früher unbekannt waren.
    Meine Frau und ich sind in 3 Jahren mehrmals selbst davon betroffen worden.
    Dass es nicht mehr wurde ist nur auf die Vorsicht meiner Frau zurückzuführen.
    Die Polizeistatistiken sind alle gefälscht.
    Wenn du dir Thaksins braune Ganoven einmal bei der “Arbeit” ansiehst
    weisst du auch worum es hier geht.
    Früher sind wir Nachts nur zu Hause geblieben wenn die Strassenbeleuchtung
    so schlecht war dass wir nix sehen können.
    Heute gibt es Licht und Security Kameras überall und wir trauen uns
    nicht mehr raus weil auch vor laufender Kamera gestohlen und geraubt wird.
    Schliesslich fängt diese “Polizei” niemanden umsonst!

  4. Avatar Hanseat sagt:

    Moin an die Runde,
    heute sind es 12 Tage, nach meiner Zählung; dass die Kautschuk- und auch die Ölbauern oder Farmer sich, aus Sicht der Polizei, als Terroristen betätigen.
    Interessant ist ja, dass nach Nakhon Si Thammarat nun die aggressiven Handlungen gegen die Staatsmacht in Prachuap Khiri Khan angekommen sind, also vom tiefen Süden Richtung Norden. Achtung Bangkok, die Einschüsse kommen näher.
    Nebenbei, sollte die Meldung stimmen, Ping-Pong-Bömbchen haben aber auf keinen Fall etwas mit einer geäußerten Meinungsfreiheit zutun.
    Da veranstaltet die Rote Riege in Bangkok mittels Einfliegen von VIPs eine sogenannte Findungsveranstaltung, um die Spaltung der Nation zu überwinden und hier ist die gleiche Rote Gruppierung dabei, einen Keil zwischen der Bevölkerung im Norden sowie im Nordosten und den Farmern im Süden zu setzen. Wieso fragt manch einer, nun, wieso erhalten Kautschuk-Farmer in den nördlichen Provinzen bessere Konditionen von der Regierung als die im Süden? Beantwortet hatte ich es schon. Die in den nördlichen Provinzen sind schon den Roten-Dorfvorstehern mehr verpflichtet, die im Süden dagegen sind mehr der DP zugeneigt und meist Moslem. Da fragt man sich doch, für was veranstaltet die gute Khun YL solch ein Theater mit VIPs in Bangkok, wenn sie gleichzeitig gleiche aber regional getrennte Berufsgruppen durch ungleiche Behandlung selber zur Spaltung provoziert?
    Viel Logik liegt in dem Handeln der Thaksisten nicht.

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