Kritische Doku bei CH 9 abgesetzt

Bangkok – Am 28. September sollte auf Kanal 9 eine Dokumentation gezeigt werden, in der es um den UmweltschützerSasin Chalermlarp geht und
seinen Kampf gegen den Bau des Mae-Wong Staudamms, der in einem Nationalpark
inNakhon Sawan entstehen soll.

Die Sendung wurde von den Verantwortlichen des Senders abgesetzt.
Gezeigt werden sollte in dieser Sasins 388 Kilometer langer Protestmarsch
von Kamphaeng Phet nach Bangkok.

Die Dokumentation wurde dreimal neu geschnitten, konnte aber trotzdem nicht die
Verantwortlichen des Senders begeistern.

Die Produzentin der Sendung, TV Burpha, ist für kritische Sendungen bekannt.
Geschäftsführer Sutthipong Thammawuthiwurde mit unzähligen Klagen überzogen, weil er
gewagt hatte, im Juli über abgepackten Reis zu berichten,der mit Chemikalien verseucht ist.

Kanal 9 nahm zu der Absetzung Stellung. Die Dokumentation sei zu einseitig,
weil nur Staudammgegner undUmweltschützer zu Wort kommen. So lange in der Dokumentation nicht auch Befürworter des Projektes zu sehen sind,werde die Sendung nicht ausgestrahlt. Die Produzentin TV Burpha ging auf diese Erpressung nicht ein.

Regierungssprecher Teerat Ratanasevi erklärte am 28.September, dass die Regierung
Yingluck keinen Einfluss auf den Sender genommen habe.
Dass die Dokumentation nicht ausgestrahlt werde, sei die alleinige Entscheidung von Kanal 9gewesen.

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1 Antwort zu Kritische Doku bei CH 9 abgesetzt

  1. Avatar Hanseat sagt:

    Regierungssprecher Teerat Ratanasevi erklärte am 28.September, dass die Regierung
    Yingluck keinen Einfluss auf den Sender genommen habe.

    Moin an die Runde,
    mal ehrlich, was soll so ein Mann auch anderes sagen?
    Wir können wissen, dass der für die Vergabe von Werbespot zuständige Ansprechpartner der Sohn unseres Geflüchteten ist, wie gesagt, mit dem Wissen kommen wir der Sache dann schon näher.
    Ein Sender, der wegen Liebesentzug von lukrativen Werbeeinnahmen abgeschnitten ist, siehe den Oppositionssender ASTV, kann dicht machen. So bedarf es gar nicht einer Regierungsweisung, ein Anruf des genannten Sohnes und alles ist wieder „demokratisch“ im Lot.
    Man sollte sich einmal fragen, wenn unsere Landesmutter schon über fünfzig Auslandsreisen unternommen hat, wieso noch nirgendwo eine APO oder eine Regierung dieses Problem der Pressebeschneidung angesprochen hat?
    Wenn zum Beispiel der Chinese oder Russe nach Deutschland kommt, dann profilieren sich unsere Regierungsvertreter mit der werbewirksamen Einforderung von eben diesen Pressefreiheiten. Es scheint so, als hätte der Geflüchtete auch schon unsere Vertreter davon (monetär) überzeugt, dass es nur unter ihm die wahre Demokratie in Thailand gibt.
    Wieso müssen die sogenannten Befürworter des Staudammes besonders befragt werden? Sind diese sogenannten Befürworter denn, wie die Gegner des Staudamms, auf die Strasse gegangen und öffentlich den Damm gefordert? Von dem Damm haben wir doch erst etwas gehört, nachdem die Gegner auf die Barrikaden gegangen und nicht die Befürworter. Wer diese Befürworter bezahlt, können wir alle wissen.
    Schlimm ist doch, dass ein TV-Sender nicht seinem journalistischen Auftrag nachkommen darf, kritisch die Beschlüsse der Regierung zu begleiten.
    Es war untersagt, zu behaupten, dass es kontaminierten Reis gab, es wurde auch untersagt, zu behaupten, dass von AKWs Strahlengefahr ausgeht, es ist auch untersagt, zu behaupten, dass durch das Goldwaschen mittels Quecksilber das Trinkwasser in der betreffenden Region nicht mehr verwendet werden darf. Es ist auch verboten, zu behaupten, dass defekte Unterwasserpipelines für Ölverschmutzungen im Golf verantwortlich sind. Es ist auch verboten, zu behaupten, dass die dort gefangenen Fische nicht für den Verzehr geeignet sind. Regierungsfachleute haben sogar einen dumpfbackenden Farang vor die Kamera gesponsert, der den besorgten Thais verkündete, die Fische seinen unbedenklich. Die Liste der nicht zu veröffentlichen Behauptungen ähneln so langsam denen der in Nord-Korea.
    Aber, liebe Freunde, wir sollten nicht nur der Regierung die Schuld geben, die Thais, die Wähler haben dieses alles gewusst und tragen nun die Früchte ihrer Wahl ein. Für eintausend Baht haben viele ihre eigene Persönlichkeit abkaufen lassen. Ok, muss man dann auch die Folgen akzeptieren, auch wenn es schwer fällt.

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