Kanchanaburi: Thailand droht wegen Chaos in Burma weiterer Zustrom von Migranten

Die Sicherheitsbehörden verstärken ihre Bemühungen, die illegale Einreise von Menschen aus Burma über die Provinz Kanchanaburi nach Westthailand zu verhindern.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, General Kongcheep Tantravanich, sagte am Dienstag (26. Oktober), die thailändischen Behörden hätten Informationen erhalten, die darauf hindeuteten, dass nach der Regenzeit aufgrund der wachsenden Instabilität zu Hause über diese Route ein weiterer Zustrom von Menschen aus Burma drohte.

Infolgedessen hat Premierminister Prayuth Chan o-cha betont, dass Soldaten und Polizei ihre Bemühungen an der thailändisch – burmesischen Grenze verstärken müssen. Alle mutmaßlichen Wanderarbeiter, die beim Versuch erwischt werden, entlang dieser Westgrenze einzudringen, werden sofort wieder abgeschoben, sagte General Kongcheep.

Er sagte, der Premierminister habe auch verstärkte Grenzpatrouillen gefordert und dabei auch klargestellt, dass gegen jeden, der an Menschenhandelsnetzwerken beteiligt ist, insbesondere gegen Staatsbeamte, energische rechtliche Schritte eingeleitet werden.

„Wenn sie in so einen Fall verwickelt sind, wird die Polizei sie festnehmen und ihr Vermögen beschlagnahmen. Staatsbeamte würden mit Disziplinar- und Strafverfahren rechnen und ihres Amtes enthoben“, sagte er weiter.

Etwa 457 Wanderarbeiter aus Burma wurden während einer Razzia vom 18. bis zum 25. Oktober zusammen mit einem Menschenhändler aus dem Land und vier weiteren Thais festgenommen, berichten die Medien.

Die Migranten sagten der Polizei, dass sie jeweils 20.000 Baht für die sichere Überquerung der Grenze bezahlt hätten, was die Gesamtsumme auf etwas mehr als 9 Millionen Baht erhöht.

Die meisten gingen nach Samut Sakhon, Chonburi, Ratchaburi, Rayong, Nonthaburi, Pathum Thani, Ayutthaya und Bangkok, um dort Arbeit zu finden, sagten sie.

In Kanchanaburi erhöhte die Festnahme von 71 weiteren Staatsangehörigen Burmas, die am Montag illegal in den Bezirk Sai Yok eingereist waren, die Zahl der Festnahmen an einem Tag im Bezirk auf 260. Weitere sollten noch folgen, berichten die Behörden.

Laut Polizei wurde die vierte Gruppe von Arbeitssuchenden, 36 Männer und 35 Frauen, gegen 17 Uhr von einer gemeinsamen Polizei – Militär Patrouille in der Nähe von Phu Phaya oder dem Dorf Moo 4 in der Gemeinde Si Mongkhon geschnappt. Die Gruppe war über einen natürlichen Grenzübergang eingereist.

Sie stammten aus den Townships Dawei, Bago und Mawlumyine in Burma und zahlten jeweils 17.000 – 20.000 Baht an Makler für Jobs in Bangkok, Samut Sakhon, Nakhon Pathom, Saraburi, Chon Buri und Kanchanaburi. Sie alle werden abgeschoben, teilte die Polizei gegenüber den Medien mit. / Bangkok Post

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
28. Oktober 2021 8:50 am

Im Gegensatz zu D hat TH an den Fluechtlingen immer sehr gut verdient.

Man bekam billige Arbeitskraefte die man ausbeuten konnte und die noch dankbar dafuer seien mussten. Zusaetlich gabs noch Knete vom UNHCR!

Das Geschaeft ist oftmals besser als das Touri Geschaft!Die erwarten doch tatsaechlich eine Gegenleistung fuer ihr Geld!!

Ausserdem hat die burmesische Militaerdiktatur positive Einfluesse auf die Gesellschaftspolitik ihrer thailaendischen Militaerdiktaturkollegen!