Bangkok: Die Studentenorganisationen lehnten am Donnerstag das Urteil des Verfassungsgerichts ab

Die Studentenorganisationen an großen Universitäten lehnten am Donnerstag (11. November) das Urteil des Verfassungsgerichts ab, wonach drei regierungsfeindliche Kundgebungsführer versuchten, die konstitutionelle Monarchie zu stürzen.

Sie warnten auch davor, dass die Protestbewegung weitergehen und wachsen würde.

Der Studentenrat der Chulalongkorn Universität hat in einer gemeinsamen Erklärung mit 22 anderen Gruppen von Universitätsstudenten das Urteil des Gerichts am Mittwoch gegen Arnon Nampa, Panupong Jadnok und Panusaya Sithijirawattanakul abgelehnt.

Zu den 23 Studentengruppen gehörten 12 Studentenorganisationen der Universitäten Khon Kaen, Thammasat, Maejo, Prince of Songkla (Campus Pattani und Hatyai), Chulalongkorn, Chiang Mai, Naresuan, Mahasarakham und Kasetsart.

In ihrer gemeinsamen Erklärung sagten die Studentenorganisationen, dass die Vorschläge der drei Kundgebungsführer für die Reform der königlichen Institution tatsächlich ihre Würde fördern und sie von Kritik befreien würden, die sie sonst trüben würde.

Sie sagten auch, dass dem Trio die von ihnen angestrebte zusätzliche Anhörung nicht gestattet worden sei.

In der Erklärung heißt es weiter, dass die Studenten von ihrem durch die Verfassung geschützten Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstration Gebrauch machten und nicht die Absicht hatten, das Regierungsregime zu stürzen.

Sie sagten auch, dass der „Wind des Wandels weiter Kraft sammeln wird“.

„Wenn das Blut prodemokratischer Menschen den Boden berührt, wird das Feuer des Volkskampfes unkontrolliert wachsen und schließlich werden die Menschen die einzige Institution sein, die dauerhaft im Land bleibt“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Das Urteil des Verfassungsgerichts  vom Mittwoch betraf das Vorgehen der drei Protestführer bei einer Kundgebung an der Thammasat Universität im August letzten Jahres.

Natthaporn Toprayoon, ein Rechtsanwalt und ehemaliger Berater des obersten Ombudsmanns, beantragte beim Gericht, zu prüfen, ob ihre Handlungen gegen Abschnitt 49 der Verfassung verstoßen.

Der Abschnitt verbietet es den Menschen, ihre Rechte und Freiheiten zu nutzen, um das demokratische Regime mit dem König als Staatsoberhaupt zu stürzen.

Die Mehrheit der Richter des Verfassungsgerichts entschied, dass die Handlungen des Trios verdeckte Absichten hatten, ihre Rechte und Freiheiten auszuüben, um das demokratische Regime mit dem König als Staatsoberhaupt zu untergraben und zu stürzen. Die Richter ordneten die Unterlassung des Trios und seiner Unterstützer an.

Anhänger der regierungsfeindlichen Kundgebungsführer stellen ein Modell des Demokratiedenkmals vor das Verfassungsgericht, während sie auf das Urteil über drei Kundgebungsführer am Mittwoch in Bangkok warten. Später zündeten sie es an. (Foto: Arnun Chonmahatrakool)

Bei einer Kundgebung am 10. August letzten Jahres auf dem Rangsit Campus der Thammasat Universität im Bezirk Khlong Luang von Pathum Thani verlas Frau Panusaya eine Reihe von 10 Forderungen, die eine Reform der Monarchie beinhalteten. Dies schockierte viele Menschen, die den Demonstranten vorwarfen, die Grenze zu überschreiten.

Am Donnerstag sagte Cholnan Srikaew, der Vorsitzende der Pheu Thai Partei, dem Kern der Opposition, dass das Urteil des Gerichts zu Meinungsverschiedenheiten über Aussagen führen könnte, die es ablehnen. Seine Partei schlug dem Repräsentantenhaus vor, einen Sonderausschuss als Forum für die betroffenen Parteien einzurichten, um über das Thema zu diskutieren. / Bangkok Post

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
6 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Devin
Gast
Devin
19. November 2021 11:34 am

Dann wollen wir doch auch mal hören, was AI dazu meint:

„Ironischerweise kam das Urteil am selben Tag, an dem Thailands Menschenrechtsbilanz bei der Universal Periodic Review des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen in Genf im Rampenlicht stand.

In den vergangenen Jahren hat Thailand Empfehlungen anderer Länder bei der UPR, die Majestätsbehindungsbestimmung im Strafgesetzbuch abzuschaffen, stets abgelehnt.

Dies signalisiert der internationalen Gemeinschaft, dass Thailand keinerlei Absicht hat, Maßnahmen zu ergreifen, damit seine Gesetze mit den internationalen Menschenrechtsnormen vereinbar sind, insbesondere wenn es um die Wahrung des Rechts auf freie Meinungsäußerung geht.

Dieses Urteil wirft einen Schatten der Düsternis, da Thailand seine Grenzen für internationale Touristen öffnet. Es ist doppelzüngig für die Regierung, ausländische Touristen willkommen zu heißen, um ihren Urlaub im Land zu verbringen, während sie die Thailänder im Würgegriff hält und ihre Rechte unterdrückt.“

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2021/11/thailand-court-ruling-is-dangerous-warning-on-freedom-of-expression/

berndgrimm
Gast
berndgrimm
13. November 2021 11:02 am

Wenn das Blut prodemokratischer Menschen den Boden berührt, wird das Feuer des Volkskampfes unkontrolliert wachsen und schließlich werden die Menschen die einzige Institution sein, die dauerhaft im Land bleibt“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

 

Was muss hier eigentlich noch passieren bis die Bevoelkerung die Walking Dead vom Acker jagt?

berndgrimm
Gast
berndgrimm
14. November 2021 8:02 am
Reply to  STIN

Sowas kann nur jemand schreiben der 2 Jahre nicht in TH war und in seiner eigenen Propaganda gefangen ist.