Bangkok: Die thailändische Regierung wird im nächsten Jahr rund eine Billionen Baht in die Wirtschaft investieren

Die thailändische Regierung wird im nächsten Jahr rund eine Billionen Baht in die Wirtschaft investieren, um jede Volatilität abzufedern, die durch die Omicron Variante von Covid-19 verursacht werden könnte, sagte Finanzminister Arkhom Termpittayapaisith am Donnerstag (2. Dezember).

Er sprach am Rande des Bangkok Post International Forum 2021, das unter dem Thema „Unleashing the Future: A Glimpse into 2022 and Beyond“ abgehalten wurde.

Etwa 600 Milliarden Baht werden für das Geschäftsjahr 2022 aus staatlichen Investmentfonds entnommen, während etwa 300 Milliarden Baht aus den Investmentfonds staatlicher Unternehmen entnommen werden, sagte er.

Finanzminister Arkhom Termpittayapaisith sagt, die Regierung versuche, ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung der Wirtschaft und der Eindämmung des Virus zu wahren.
(Foto: Chanat Katanyu)

Die Regierung hat auch weitere 250 Milliarden Baht übrig von den 500 Milliarden Baht, die sie sich mit dem zweiten Notkreditdekret geliehen hat, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft abzuschwächen, sagte er.

Die Regierung werde die Auszahlung der Mittel im nächsten Jahr beschleunigen, sagte er weiter.

Herr Arkhom sagte, die Regierung versuche, ein Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung der Wirtschaft und dem Ergreifen von Vorkehrungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus aufrechtzuerhalten.

In seiner Grundsatzrede sagte Herr Arkhom, dass sich die Wirtschaft verbessert, da sich die Covid-19 Situation in Thailand weiter entspannt hat .

Er sagte jedoch auch, dass nach dem Aufkommen des Omicron Stamms noch weitere Unsicherheiten bestehen bleiben und Thailand vorsichtig optimistisch bleiben muss.

Die Regierung, sagte er, tue ihr Möglichstes, um die Wirtschaft wiederzubeleben und sich auf eine Welt nach Covid vorzubereiten.

Er sagte, dass die Wirtschaft seit letztem Jahr um 6,1 % geschrumpft sei, der erste wirtschaftliche Rückgang seit 11 Jahren seit der US-Subprime Hypothekenkrise im Jahr 2009.

In diesem Jahr zeige die Wirtschaft Anzeichen einer Erholung, wobei das BIP des Landes im dritten Quartal dieses Jahres nur um 0,3 % geschrumpft sei, was weniger als erwartet sei, sagte er.

Die Wirtschaft wurde durch die Exporte und durch die staatlichen Maßnahmen gestützt, die darauf abzielen, die Kaufkraft der Menschen zu stärken und die steigenden Lebenshaltungskosten zu senken, sagte er weiter.

Er erwartet, dass sich die Wirtschaft im vierten Quartal dieses Jahres erholt und ein positives Wachstum zeigt, da sich die Covid-19 Situation in Thailand weiter entspannt und die nationale Impfkampagne erhebliche Fortschritte macht.

Dies ermöglichte es der Regierung, ihre Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu lockern und das Land am 1. November wieder zu öffnen, sagte er.

In diesem Jahr, sagte der Minister, prognostiziert das Finanzministerium, dass die Wirtschaft um 1 % wachsen wird.

Im nächsten Jahr wird erwartet, dass die Wirtschaft anzieht und um bis zu 4 % wächst, angetrieben durch die zunehmenden ausländischen Touristenankünfte, die wiederum durch den allmählichen Rückgang der Covid-19 Fälle und die Wiedereröffnung des Landes ermöglicht werden, sagte er.

Darüber hinaus dürften die Exporte weiter wachsen und im nächsten Jahr der Hauptantrieb für Thailands Wirtschaftswachstum sein, sagte er weiter.

Es gibt jedoch einige Risiken, die genau beobachtet werden müssen, wie zum Beispiel die volatilen Rohölpreise und die Risiken der Omicron Variante.

Thailand habe aus Erfahrung gelernt, wie man mit Covid-19 umgeht, und die Nation werde in der Lage sein, die Auswirkungen der neuen Virusvariante abzuschwächen, sagte er.

In Bezug auf die Volatilität des Rohölpreises sagte der Minister, es handle sich nur um eine kurzfristige Auswirkung von Covid-19 und die Situation werde sich letztendlich auch wieder verbessern.

Darüber hinaus hat Thailand damit begonnen, sich von den fossilen Brennstoffen zu entfernen, was sein Risiko der Preisvolatilität verringert, sagte Herr Arkhom.

Um sicherzustellen, dass sich die thailändische Wirtschaft schnell erholen kann, sollte der Hauptfokus auf der Förderung eines integrativen Wachstums liegen, sagte er.

Die Regierung bereitet sich auch auf eine Umstrukturierung der Wirtschaft vor, um Thailands Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu stärken, mit einem Fokus auf nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Wachstum, fügte Herr Arkhom weiter hinzu.

Zu den Ansätzen der Regierung zur wirtschaftlichen Umstrukturierung gehören die Förderung der Prinzipien der Bio Kreislauf Grünen Wirtschaft, die Beschleunigung von Investitionen in große Infrastrukturprojekte sowie die Förderung einer digitalen Wirtschaft und des Kapitalmarkts.

Er sagte, das Finanzministerium werde eng mit der Bank of Thailand (BoT) zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Geld- und die Fiskalpolitik aufeinander abgestimmt sind, um ein günstiges Umfeld für eine schnelle wirtschaftliche Erholung zu schaffen.

Eine akkommodierende Wirtschaftspolitik sei notwendig, um eine robuste Erholung zu gewährleisten, sagte Arkhom. / Bangkok Post

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Devin
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Devin
7. Dezember 2021 12:49 pm

Was stin bei seiner Propaganda unberücksichtigt gelassen hat, ist die Tatsache, dass alle großen Hersteller weltweit seit vielen Jahren mittels Just in Time (bedarfssynchrone Produktion) arbeiten.

Das ist eine Produktions- und Lieferstrategie, bei der das in der Produktion benötigte Material genau zu dem Zeitpunkt und in der Menge angeliefert wird, in der es am Anlieferort benötigt wird.

Und so hat man immer nur kurzfristige Verträge abgeschlossen, um nach Möglichkeit die besten Preise rauszuholen.

Lagerhaltung wird heutzutage aus Kostengründen sehr stark minimiert.

Weiterhin findet man auch die meisten Zulieferer (ebenfalls aus Kostengründen) für fast alle Bereiche ebenfalls fast ausschließlich in China.

Und da während der Coronakrise die Nachfrage an Autos zurück ging, haben die Autoproduzenten (und nicht nur diese) ihre Verträge nicht verlängert und sind damit auf die Nase gefallen.

Die freigewordenen Kapazitäten an Chips wurden von der IT – Industrie gerne übernommen, da die Nachfrage nach PC, Handys und Laptops sprunghaft anstieg.

Nun können wir in der „Süddeutschen“ lesen:

„Der Chipmangel trifft die Autoindustrie mit voller Wucht

Eine Studie kommt zu dramatischen Ergebnissen: Weil Halbleiter fehlen, werden in diesem Jahr 7,7 Millionen Autos weniger produziert als geplant, der Autoindustrie entgehen Milliardenumsätze.
Wann geht der Spuk zu Ende?
Die Autobauer hatten die Sache wohl von Anfang an unterschätzt.
Die Chip-Krise erwischte nicht nur die großen Hersteller, sondern auch die vielen kleineren Zulieferer, die plötzlich nicht mehr liefern konnten – oder durften.

Schon Mitte September teilte der japanischer Autohersteller Toyota mit, im bis Ende März 2022 laufenden Geschäftsjahr 300 000 weniger Autos produzieren zu können.

Die frühe Umleitung der Chips in die Produkte der IT-Konzerne, zerrissene Lieferketten weltweit, die Abhängigkeit von asiatischen und amerikanischen Großlieferanten – es gibt nicht nur den einen Grund für die schwere Krise.

Die Lieferkrise sei “die langwierigste, die die Branche je erlebt”, sagt er. Und besser werde es vorerst nicht, im Gegenteil. “Die Leute stellen sich darauf ein, dass es viel länger dauern wird, als wir alle dachten.”

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/chipmangel-autoindustrie-halbleiter-absatzrueckgang-1.5419456

berndgrimm
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berndgrimm
7. Dezember 2021 7:59 am
  • STIN sagt:

    6. Dezember 2021 um 1:48 pm

    Aber ohne japanische Ingenieure und japanische Manager wuerden in TH keine Autos gebaut werden.

    und ohne chinesische Chips steht in DE die Autoauslieferung still.

    Freund hat sich im Mai den Audi R 5 um 110.000 EUR bestellt, leider verzögert sich die Auslieferung um bis zu 14 Monate, vll noch länger.
    Keine Chips – scheinbar sind die Deutschen zu blöd, um die selbst herzustellen.

    Stahlherstellung steht auch tw. still – China liefert kein Magnesium. Da kann man nur den Kopf schütteln.

    Antworten

  • STIN sagt:

    6. Dezember 2021 um 4:11 pm

    STIN begruendet seine Propaganda mit einem Propaganda Blog aus der Nation.

    Es kann keine Propaganda sein, wenn es noch gar nicht stattgefunden hat.
    Es ist ja erstmal nur ein Plan.

    Also wird abzuwarten sein, ob der Plan umgesetzt wird.

    Natuerlich kommen Grossinvestoren nicht selber nach TH um hier zu leben.

    Ne, macht kein Groß-Investor weltweit. Der Owner von Central – die in DE heftig investieren, wohnt auch nicht in DE.
    Wohl zu kalt……

 

Die in China hergestellte "Chips" werden von japanischen,suedkoreanischen und westlichen Firmen hergestellt oder in deren Lizenz oder sind illegale Kopien dieser Produkte.

Der Unterbruch von Lieferketten ist nun mal ein Folge von Corona.Ich hoffe dein Freund der auf nen A5 wartet muss deshalb nicht mit dem Bus fahren.BTW der A5 kostet in D ab 38000 Euro, der teuerste A5RS kostet 83.000 Euro Eine Thai Nachbarin hat fuer ihren A5 in TH  4,2 Mio THB bezahlt.

Natuerlich koennen die Produkte die heute in China produziert werden auch wieder in den westlichen Laendern  produziert werden. Nur eben teurer weil wir Arbeitsrecht,Umweltschutz und geregelte Arbeitszeiten und Urlaub haben.

Wer alle Konsumprodukte Billig,Billig,Billig haben will macht sich von den Chinesen abhaengig!Und wer sauteure I-Phones kauft ist auch ein Buettel der Chinesen!

Die Eigentuemer von Central investieren garnix in D. Sie haben 2011 die italienische

Luxuswarenhauskette Rinascente uebernommen der u.a. auch das KaDeWe in Berlin,

Alsterhaus in Hamburg und das Oberpollinger in Muenchen gehoert.

Warenhaeuser sind ein auslaufendes Modell und nur die prestigetraechtigsten ueberleben.

Central hat von Rinascente gelernt.Kaufhaeuser koennen heutzutage nur im Shop in Shop System ueberleben.Die thailaendischen Central Haeuser sind noch nicht Shop in Shop aber unser neues Central Si Rach ist konsequent Shop in Shop.gemacht worden.

Allerdings auch deshab weil das Robinson Kaufhaus in der Pacific Park Mall nur 300m entfernt ist.Dieses ist noch Old Style Kaufhaus.

Es waere vielleicht ganz gut wenn das Central Management mal in D leben wuerde,

vielleicht lernten sie dort neben ordentlichem Management auch die Vorzuege des Lebens in zivilisierten Verhaeltnissen.Sie muessen ja nicht auch nach Aachen ziehen.

Devin
Gast
Devin
6. Dezember 2021 11:54 am

Man sollte abwarten, wie sich die Investitionen in TH und Vietnam entwickeln, da Investoren die Angewohnheit haben, dahin zu gehen, wo sie die meiste Kohle machen können.

So zeigte das Beispiel Nokia vor einigen Jahren, wie Investoren ticken.
Erst wurde Deutschland zu teuer, dann Rumänien, danach Asien – doch auch in China stiegen die Kosten ständig, der Absatz schwächelte, dann brach er ein.
2013 wurde schließlich die Handysparte an Microsoft verkauft.

Ähnlich sehe ich es mit den Investitionen in TH und Vietnam.

Im Gegensatz zu TH hat Vietnam jedoch eine Bevölkerung, wovon nahezu 60 Prozent der fast 90 Millionen Einwohner Vietnams unter 35 Jahre alt und oftmals auch besser ausgebildet sind, als die Thais – ein wichtiges Entscheidungsmerkmal.

Ein weiterer wichtiger Grund sind die Lohnkosten, denn Vietnams Arbeiter sind für niedrige Löhne und gute Arbeitsqualität bekannt.

Deshalb ist es nur eine Sache der Mathematik, wofür sich die Investoren künftig entscheiden werden –
wir werden es bald erfahren.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
4. Dezember 2021 11:37 am

Nein, die jetzige thailaendische Regierung “investiert” garnix in die thailaendische Wirtschaft.

Sondern sie verteilt Steuergelder und aufgenommene Kredite hauptsaechlich an ihre Auftraggeber und ihre Freunde und Familie.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
5. Dezember 2021 8:13 am
Reply to  STIN

Wenn Steuergelder und aufgenommene Kredite verteilt werden bedeutet dieses nicht Staatsbankrott.

STIN will mit seiner Propaganda nur von dem durch mich aufgeworfenen Thema ablenken.

Wer verdient an den staatlichen Subventionen?

Natuerlich meinen CP , Central Patana etc. dass sie TH sind.

Und STINs geliebte Militaerdiktatur geht davon aus.

Es ist sehr interessant dass STIN die Tatsache dass diese Militaerdiktatur Abfaelle des (in STINs Augen) groessten Betruegers Thailands kaufen musste als Positiv fuer diese hinstellt.

Ich habe selber anfaenglich diese Militaerdiktatur unterstuetzt und war entsetzt dass ihre Auftraggeber (die 5 grossen Konglomerate Thailands) keine eigenen Fachleute in diese "Regierung" gesetzt hat sondern man wirklich die letzten Haenger aus Thaksins Resterampe kaufte.

Wenn ich den Anspruch habe Thailand vereinen und gesellschaftlich nach vorn bringen zu wollen , sehe ich zu dass ich die besten Koepfe des Landes in die Regierung bringe.

Dies ist aber garnicht versucht worden. Prawit und seine Stockpuppe Prayuth haben nur Leute an den Kabinettstisch geholt die noch unfaehiger als sie waren damit sie ihren Fuehrungsanspruch behalten konnten.

Inzwische faellt dieses auf sie zurueck weil niemand ihr Nachfolger werden will und die Walking Dead bis zum Ende diese Militaerdiktatur fuehren muessen.

Wenn man auslaendische Startup Firmen ins Land holen will und gleichzeitig Auslaenderhass und Nationalismus predigt so passt dies nicht zusammen. IT Startups oder nichthandwerkliche Firmen werden hier keine brauchbaren Angestellten finden und brauchen wiederum Leute aus dem Ausland die hier schikaniert werden solange sie hier arbeiten duerfen und nicht rausgeschmissen werden.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
5. Dezember 2021 3:28 pm
Reply to  STIN

Dies ist eben der Unterschied zwischen D und TH.

Die Lufthansa hat die 9 Mrd Euro die sie als Corona Hilfe bekam teilweise garnicht abgerufen und die abgerufenen Summen zurueckbezahlt weil sie keine Staatsbeteiligung haben wollte.Die Condor uebrigens auch.

THAI Airways hat inzwischen mehr Staatshilfe bekommen als der Dauerpleitgeier Alitalia.

Trotzdem ist kein Ende abzusehen und die Hilfen wurden nicht bezahlt um die Arbeitsplaetze der Angestellten und Arbeiter zu erhalten sonden um das unfaehige Management und den noch unfaehigeren Aufsichtsrat zu erhalten.Und natuerlich aus Prestigegruenden.

Die Chinesen sind weder Auslaenderfeindlich noch so Nationalistisch wie die derzeitige thailaendische Militaerdiktatur.

Allerdings wollen auch nur wenige Auslaender in China Urlaub machen geschweige denn dort leben ohne dort ihr Geld zu verdienen.
Es waren wirklich die letzten Haenger von Sam Mitr die von Thaksin uebergelaufen sind.

Die japanischen Firmen sind auf dem Rueckzug aus TH und investieren lieber in Vietnam
Westliche Chemiefirmen gehen nur nach TH weil es hier garkeine Umweltauflagen gibt.
Nur die japanischen und die westlichen Firmen geben ihren Thai Angestellten und Arbeitern eine brauchbare Ausbildung!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
6. Dezember 2021 7:41 am
Reply to  STIN

STIN begruendet seine Propaganda mit einem Propaganda Blog aus der Nation.

Kein Geschaeftsmann gibt gerne eine Fehlinvestition zu.

Schon garkein asiatischer.
Ausserdem hat die JETRO in TH sicher mehr Macht als irgendeine TH Regierung.
Ich wuenschte mir wir Farang Expats haetten eine solch einflussreiche Lobby!

TH hat fuer die Autoindustrie einen grossen Vorteil weil die ganze Zulieferkette schon vorhanden ist.

Sowas muss in Vietnam z.B. erst aufgebaut werden.

Allerdings haben die den Vorteil dass neue Technologien von Anfang an verwendet werden koennen.

Natuerlich kommen Grossinvestoren nicht selber nach TH um hier zu leben.

Aber ohne japanische Ingenieure und japanische Manager wuerden in TH keine Autos gebaut werden.

Und die muessen hier leben.