Bangkok: Die Zeit der “Soapy Massagen” dürfte wohl vorbei sein – erklärte Chuwit

Chuwit Kamolwisit, der frühere „Lord of Soapy Massage“ erklärte gegenüber Medien, dass die Tage der Soapy Massage Parlors, die immer wieder im Zusammenhang mit Prostitution genannt werden, in Thailand offensichtlich vorbei sind.

Er betonte, dass sich Angebot und Nachfrage jetzt ins Internet verlagert habe und jeder, der sich vergnügen wolle, könne jemand über den Line Messenger finden.

Chuwit, ein ehemaliger Politiker, verurteilter Straftäter und Fernsehmoderator, äußert immer wieder seine Ansichten in der Öffentlichkeit. Das Webportal Sanook nannte ihn den „chao phor ang“, eine Art „Pate der Soapy Massage“.

Es wundert daher kaum, dass sich Channel 3 an ihn wandte, nachdem kürzlich im Internet bekannt wurde, dass ein Soapy Massage Parlor oder „ab ob nuat“ im Bangkoker Stadtteil Pin Klao für 470 Millionen Baht zum Verkauf angeboten wird.

Der fünfstöckige Komplex mit drei Gebäuden verfügt über 104 Zimmer und ein Café mit 50 Tischen. Es sind alle Genehmigungen vorhanden. Vor der Corona-Krise lagen die Gewinne bei 3 bis 6 Millionen Baht im Monat.

Das Objekt gehört einem alten Thailänder, der keine Erben hat und deshalb das Objekt zum Verkauf anbietet. Berichten zufolge bekundete bereits im August ein Käufer sein Interesse.

In der Morgensendung von Channel 3 sagte Chuwit jetzt, dass es dabei weniger um das Massagegeschäft gehe, sondern um den Wert des Grundstücks. Er bezeichnete das 3-Rai-große Grundstück an der Arun Amarin Road als Filetstück. Der Verkaufspreis basiere auf einem Wert des Grundstücks von 400.000 Baht pro Quadratmeter.

Er führte weiter aus, dass die Zukunft von Massagesalons wie diesem höchst zweifelhaft sei. Derzeit seien alle Soapy Massagen geschlossen. Er bezweifelte, dass solche Einrichtungen künftig noch rentabel sein würden. Die Banken würden ihnen kein Geld leihen, wenn sie den Geschäftsbetrieb in der bisherigen Form fortführen wollten.

Seiner Ansicht nach sei die Blütezeit der Soapy Massagen in Thailand vorbei, die alten Tage und Urgesteine der Branche wie er seien Geschichte. Heutzutage gehe es nur noch um Immobilien und den Bau von Eigentumswohnungen. / TH-aktuell

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
11. Dezember 2021 11:38 am

Die Soapies sind nicht das einzige Kulturgut Thailands welches verschwindet.                     Ich fand sie gut und bin gerne reingegangen.

Ja, wenn man die vielen leerstehenden Condos an die Armen vergeben wuerde so brauchte man die vielen Favelas nicht mehr.Aber viele arme und auch nicht so arme Thai leben lieber in ihren eigenen Holz- oder Wellblechhuetten als in einem Condo Taubenschlag.

Kann ich verstehen.