Chiang Mai: Verwaltung der Provinzen – die Aufgaben des Kamnans und seiner Assistenten

(STIN) In den ländlichen Bezirken werden die Mubans, Tambons von Puh Yai Bans und Kamnans verwaltet.

Ein Kamnan ( Thai : กำนัน ) ist ein thailändischer Regierungsbeamter auf der Ebene des Tambon (Unterbezirk). Es wird normalerweise als “Unterbezirksvorsteher” übersetzt.

Die Position eines Kamnan wurde mit den Thesaphiban- Verwaltungsreformen gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt, die erstmals 1892 in Kraft traten. Der Kamnan sollte aus den Dorfältesten (phu yai ban) der Dörfer ausgewählt werden, aus denen der Tambon besteht. Ursprünglich war es ein lebenslanger Posten, aber jetzt ist er befristet.

Die Hauptaufgabe des Kamnan bestand darin, die Politik der höheren Verwaltungsebenen umzusetzen, und er war der Hauptansprechpartner der Regierung für die Bevölkerung des Tambon.

Mit dem Tambon Council und dem Tambon Administrative Authority Act BE 2537 (1994) übernahm der Tambon eine Rolle bei der lokalen Politikgestaltung.

Gemäß der Verfassung von 1997 wurden Tambon Administrative Organizations (TAO) als neue lokale Verwaltungseinheiten geschaffen. Auch die Amtszeit auf Lebenszeit wurde durch eine fünfjährige Amtszeit ersetzt.

Ein Kamnan steht allen Mubans eines Tambons vor.
Meist sind es um die 10 Mubans, die ein Kamnan zu verwalten hat.
Unterstützt wird der Kamnan von insgesamt 4 Assistenten/innen – die je
unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

So sind 2 Assistenten/innen (สารวัตกำนัน)  für die Tambon-Bewohner zuständig, unterstützen diese bei Amphoe-Angelegenheiten, bei Problemen mit der Schule und anderen Verwaltungsakten.

Die anderen 2 Assistenten/innen (ผู้ช่วยผู้ใหญ่บ้าน) sind für die Dorfgestaltung, für Erneuerungen der Straße und Dorf-Gebäude usw. zuständig. Diese arbeiten eng mit dem Tetsaban zusammen.


Uniform-Abzeichen – Kamnan

 

Dem Kamnan unterstehen die Puh Yai Bans – die Dorfvorsteher der einzelnen Mubans.
Sowohl Kamnan – als auch Puh Yai Ban sind dem Amphoe (Nai Amphoe) zugeordnet.

Der Puh Yai Ban kann sich zwei Assistenten/innen auswählen und wird ebenfalls gewählt.
Derzeit wieder für eine lebenslange Tätigkeit. Die endet für beide – also für Kamnan und
Puh Yai Ban mit 60 Jahren. Im Norden wird der Puh Yai Ban Poh Luang ( พ่อหลวง) gerufen, die Frau Mae Luang. Auch nach einer Abwahl.

 

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9 Antworten zu Chiang Mai: Verwaltung der Provinzen – die Aufgaben des Kamnans und seiner Assistenten

  1. Devin sagt:

    An den Ausfürungen unseres stin kann jeder erkennen:

    TH ist ein Sinnbild echter gelebter Demokratei.

    Wir können alle von diesen Leuten lernen, – Bravo!

    Satire Ende!!!

    • berndgrimm sagt:

      TH ist ein Sinnbild echter gelebter Demokratei.

      Wir können alle von diesen Leuten lernen,

       

      Auch ich moechte STIN fuer seine ausfuehrlichen Beschreibungen der unteren Verwaltungsstruktur in TH danken.

      Die kommunale Ebene ist die Basis jeder staatlichen Organisation und wichtig fuer deren Gelingen.

      In TH jedoch eher Basis fuer deren Versagen. Es sind ausschliesslich Verwaltungsorgane die Befehle von Oben ausfuehren und hoechstens mit etwas Schmiergeld abgefunden werden.

      Entscheidend sind die herschenden Familien im Dorf und in der Stadt.

      Sie haben das Geld und sie sind an allen grossen Projekten beteiligt.

      Die Beamten stehen nur im Weg und muessen hoechstens bestochen werden.

      Kamnan Poh aus Chonburi hatte keine Macht weil er Kamanan von Saen Suk (Bang Saen) war sondern weil seine Familie Khunpluem die einflussreichste dort war.

      Als ich vor 37 Jahren auf dem Dorf in Phayao war gab es dort noch eine grosse Solidaritaet weil fast alle arm waren. Auch die relativ reichen Landbesitzer denn Farmland war damals noch nix wert.Der Ortsvorsteher war ein ziemlich junger Lehrer der weder Geld noch Einfluss hatte.Trotzdem gelang es ihm einige Gemeinschaftsprojekte durchzuziehen weil er die reichen Landbesitzer ueberzeugte Geld zu investieren. Damals entstand dort die erste oeffentliche Toilette im Ort und die erste Tankstelle an der Hauptstrasse zwischen Phayao Stadt und Dok Kham Thai.

      • STIN sagt:

        In TH jedoch eher Basis fuer deren Versagen. Es sind ausschliesslich
        Verwaltungsorgane die Befehle von Oben ausfuehren und hoechstens mit etwas Schmiergeld abgefunden werden.

        Die Tambons mit dem Kamnan sind in TH so eine Art Autonomie. Zwar erhält der Kamnan seine Order vom Amphoe, aber ob er sie
        umsetzt, ist sein Bier. Oft passiert eben keine Umsetzung und er macht so weiter, wie er beliebt.

        Er hat also wesentlich mehr Macht, als ein Bürgermeister in DACH.

    • STIN sagt:

      An den Ausfürungen unseres stin kann jeder erkennen:

      TH ist ein Sinnbild echter gelebter Demokratei.

      Nein, TH gehört nicht zu den 23 vollständigen Demokratien dieser Welt.
      USA aber auch nicht. Ebensowenig Frankreich – sind natürlich trotzdem etwas
      demokratischer, aber halt nur etwas, nicht vollständig.

      Hauptsache wieder mal geschwurbelt 🙂

      • berndgrimm sagt:

        Auch wenn STIN dies nicht einsieht weil er nur die Propaganda dieser Militaerdiktatur verbreitet:

        Bei aller berechtigter Kritik sind Deutschland,Frankreich und die USA nicht auf einer Stufe mit TH.

        Thailand ist hoechstens eine Scheindemokratie bei der leider auch die Oppositionsparteien mitmachen weil sie sonst ueberhaupt keine Stimme in der Oeffentlichkeit haetten.

        Das "Parlament" hat absolut nix zu sagen und Chuan Leekpai hat sich fuer mich selber disqualifiziert weil er die erbaermliche Show dieser Militaerdiktatur mitmacht.

        Die "Wahlen" 2019 waren von vornherein manipuliert und wurden nach dem Ausgang noch verfaelscht weil nur so eine Parlamentsmehrheit zu erreichen war.

        Die Parteienfinanzierung der Praracharath Militaerpartei war gegen alle geltenden Gesetzen und ihre Gruendung durch amtierende Minister der Militaerdiktatur war absolut ungesetzlich.

        Aber da diese Militaerdiktatur alle relevanten Behoerden und Gerichte im Griff hatte gab es weder Klaeger noch Richter.

        Stattdessen wurde Thanathorns Forward Movement Partei wegen konstruierten Formalien aufgeloest.

  2. Forentroll sagt:

    In D werden die Aufgaben der Provinzverwaltung,  seit Jahrzehnten /…/ -Tausenden von der Kommunal-/ Lokalverwaltung erledigt. (“Weisungsaufgaben”~) 

    Es gibt nur wenige Kamnans,  die ihre Aufgaben ordnungsgemäß erledigt haben. 

    Ich kenne einen davon. 

    Wie sagte die alte Mexikanerin,  schlechte Straßen,  schlechter Kamnan,  gute Straßen,  guter Kamnan gute Straßen. 

    Oder so!??! 

    Jemand,  der den Leuten sagt,  was sie zu wählen haben,  braucht TH sicher nicht!!! 

    • STIN sagt:

      Es gibt nur wenige Kamnans, die ihre Aufgaben ordnungsgemäß erledigt haben.

      Ich kenne natürlich nicht alle Kamnans in TH, bei uns sind 2 Kamnans sehr gut, die anderen – tun halt nix.
      Es gibt aber auch in DE Bürgermeister, das graust es einen – wie derzeit in meinem Viertel, der bei Hochwasser absolut versagt hat.
      Auch Ahrweiler haben alle Verantwortlichen versagt, gegen Landrat wird strafrechtlich ermittelt.

      Im Osten sind viele Landräte rechtsradikal – gehen tw. auch auf Pegida-Demos mit usw.
      Also auch halt gemischt – deswegen kann man nicht alle Kamnans und auch in DE nicht alle Bürgermeister, Landräte in einen
      Sack werfen.

      Wie sagte die alte Mexikanerin, schlechte Straßen, schlechter Kamnan, gute Straßen, guter Kamnan gute Straßen.

      Oder so!??!

      Einen Salawat haben die Dorfbewohner im Nachbar Tambon entfernt. Das geht schon – also wenn die
      Bewohner nicht zufrieden sind, dann kommt der Ältestenrat und dann geht es dem an den Kragen und der
      Kamnan entlässt ihn dann auf Druck.
      Einen Kamnan oder Puh Yai Ban kann die Mehrheit auch aus dem Amt jagen. Wird auch gemacht – geht in DE eher nicht.

      Jemand, der den Leuten sagt, was sie zu wählen haben, braucht TH sicher nicht!!!

      Wird hier auch gemacht, vor allem am Lande.
      Ob die Leute einen Kamnan brauchen, dass entscheiden die Thais selbst.
      Als sie die mal abschaffen wollten, brannte fast die CityHall und das Amphoe.

      Da ruderte die Regierung aber schnell zurück. Dorfbewohner haben keinerlei Vertrauen in von aussen eingesetze
      Beamte. Der wird da nicht alt.
      Die entscheiden dann an ihm vorbei mit Mehrheit.

      • Siamfan sagt:

        Damit (Brand der Cutyhall) drohen SIE (!!!) jedesmal!

        Dann eben die 8-12 Doerfer absperren, Strom aus , Internet, …. Wasser zu, ….,

        Die bekannten Brandstifter kommen in Beugehaft.

        Zeugenschutzprogramm, fuer die, die den/die Anstifter nennen.

        Die Lokalverwaltung reicht auch in TH aus.

        Das Hochwasser an der Ahr war menschengemacht! Auch hier wurden Bankette nicht gereinigt, wodurch das Wasser nicht in der Natur versickern konnte. Durch die ICs und sonstige Begradigungen, wurde die Fliessgeschwindigkeit dramatisch erhoeht. Die aufgefuellte Flussschleife mit Schule und Altersheim, war das herausragende Opfer.

        Wer die verantworlichen Lokalpolitiker dafuer waren, wurde bis heute nicht bekanntgegeben.

        xxxxxxxxx – zensiert – sinnbefreit

        • STIN sagt:

          Damit (Brand der Cutyhall) drohen SIE (!!!) jedesmal!

          Nein, nicht wir – die Menschen im Norden hätten das fast so gemacht. Wurde dann nachgegeben und die
          Kamnans wurden nicht abgeschafft.

          Die bekannten Brandstifter kommen in Beugehaft.

          Würde nix ändern, waren zigtausende auf der Strasse, sehr aggressiv.
          Da gießt kein Gouverneur noch Feuer rein – sonst muss er ev. rennen.
          Wie seinerzeit die Regierungsmitglieder im Parlament, die dann bei den hinteren Fenstern rausklettern mussten,
          um nicht gegrillt zu werden.

          Die Lokalverwaltung reicht auch in TH aus.

          Nein, müssen vom Dorf sein, sonst vertraut man denen nicht und setzt keine Beschlüsse um.
          Setzt man einen Fremden ins Dorf, dürfte sein Hund irgendwann tot im Garten liegen, vll auch Drogen – die man dann zufällig
          findet und weg ist er.
          Auto zerkratzt usw. – dass tut sich kein Beamter an.

          Das Hochwasser an der Ahr war menschengemacht!

          Natürlich, Damm nicht saniert, Meldungen vom drohenden Bruch usw. ignoriert.
          Alles menschengemacht….
          Damm sollte zurück gebaut werden, braucht niemand wirklich. Es kommt ja wieder
          Atomstrom. Vielleicht sichere Thorium-AKW´s, wie sie China schon entwickelt.

          Wer die verantworlichen Lokalpolitiker dafuer waren, wurde bis heute nicht bekanntgegeben.

          Doch, Landrat trat schon zurück, es ermittelt gegen ihn die Staatsanwaltschaft.
          Er hat wohl den Tot von vielen Menschen zu verantworten, weil er die Meldungen vom Vormittag ignorierte.
          Es hätten alle Anwohner am Fluß noch aus den Häusern evakuiert werden können – so sind viele ertrunken.

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