Bangkok/München: Zwei nach Thailand geflüchtete Drogendealer wurden nach Deutschland ausgeliefert und nach Ankunft festgenommen

Zwei nach Thailand geflüchtete mutmaßliche Mitglieder einer bayerischen Drogenhändlerbande sind nach Deutschland ausgeliefert und festgenommen worden.

Die beiden Männer hätten von München und Ansbach aus tonnenweise Rauschgift über das Internet vertrieben und seien vor der Polizei in das südostasiatische Land geflüchtet, teilte das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) am Montag mit.

Sie hatten mehrere Tonnen Drogen über das Internet vertrieben und waren vor der Polizei ins Ausland geflohen: Der Bandenchef und ein Bandenmitglied, denen der Handel mit sogenannten „Neuen psychoaktiven Stoffen“ (NpS) im großen Stil vorgeworfen wird, sind in Thailand festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

Seit Ende 2017 führte das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) umfangreiche Ermittlungen gegen eine bandenmäßig organisierte Tätergruppierung mit Mitgliedern aus dem gesamten Bundesgebiet, die schwunghaften Handel mit NpS, die auch als „Kräutermischungen“ oder „Legal Highs“ bekannt sind, über Online-Shops getrieben hatte.

Die polizeilichen und justiziellen Ermittlungen gegen 51 Beschuldigte sind zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Bandenmitglieder wurden vom Landgericht Ansbach zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Bandenchef, der in München und Ansbach die Ware produzieren ließ, und ein weiteres Bandenmitglied hatten hingegen vor der Polizei aus Deutschland fliehen können. Seitdem war nach ihnen gefahndet worden. Die Zielfahnder des BLKA konnten die beiden Flüchtigen in Thailand lokalisieren.

Die sachleitende Staatsanwaltschaft Ansbach brachte ein Festnahme- und Auslieferungsersuchen auf den Weg nach Thailand, woraufhin die beiden Männer im Juli 2021 zeitgleich auf den Inseln Ko Phangan und Phuket festgenommen wurden.

Die Auslieferungen erfolgten schließlich im vergangenen Oktober, sowie aktuell Anfang Januar. Beiden Beschuldigten wurde gleich nach der Landung in Frankfurt am dortigen Amtsgericht der Haftbefehl eröffnet. Anschließend wurden sie in verschiedene Justizvollzugsanstalten überführt. / Polizei Bayern

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