Prayuth: PM sollte nach Lösungen für das Problem suchen

Armeechef General Prayuth Chan-ocha hat Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra aufgefordert, mit relevanten Gruppen nach Lösungen aus der Krise zu suchen. Das Militär, so der General, werde sich nicht einmischen und könne das Problem auch nicht lösen. Bangkoks Polizei hat gestern die Demonstranten eindringlich vor Ausschreitungen gewarnt. Die Anführer sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Verstöße gegen geltendes Recht für sie ernste Konsequenzen hätten. „Sie würden zur Verantwortung gezogen“, sagte ein Sprecher des Centre for Administration of Peace and Order (Capo). Das Zentrum will Demonstrationen weder aufhalten noch unterbinden, so lange Gesetze eingehalten werden.

Am Montagmorgen hatten sich die Demonstranten der Demokratischen Partei, des Network of Students and People for Reform of Thailand, der Dhamma Army und der People’s Democratic Force to Overthrow Thaksinism (Pefot) zu einem langen Protestzug zusammengefunden. Ziel war der Platz Sanam Luang mit dem City Pillar Shrine und dem Tempel Wat Phra Kaew. Die Organisatoren bezifferten die Zahl der Demonstranten auf über 30.000. Währenddessen demonstrierten Geschäftsleute auf der Silom Road in Bangkok. Sie forderten eine „saubere Demokratie“ und benutzten ihre Pfeifen eine Minute lang als Protest gegen eine Generalamnestie. Zahlreiche Teilnehmer trugen ein gelbes Stirnband mit der Aufschrift: „Wir lieben den König!“ Unterstützung erhalten die Demonstranten aus den Universitäten Chulalongkorn und Thammasat. Dozenten und Hunderte Studenten fordern vom Senat die Ablehnung des Gesetzes.

Ebenso Rektoren von 14 Universitäten. Sollte eine Generalamnestie Gesetz werden, setze das schlechte Standards für die Gesellschaft. Übereinstimmend heißt es: Die Bevölkerung würde glauben, Korruption wäre nicht von Bedeutung, und alle, die der Korruption überführt würden, könnten auf eine Amnestie hoffen. Die Krise vertiefe die Spaltung der Nation.

Auch die Rothemden intensivieren ihren Protest gegen das Amnestiegesetz. Einer ihrer Anführer, Sombat Boon-ngarm-anong, hat zur “10.000-und-mehr”-Rally auf der Kreuzung Ratchaprasong aufgerufen. Er bezeichnete das Gesetz als „unfair und ungerecht“ für jene Rothemden, die bei den Unruhen in 2010 ihr Leben gelassen hätten. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden und nicht über ein Amnestiegesetz straffrei ausgehen. Auch Thida Tavornset, Anführerin der United Front for Democracy against Dictatorship (Rothemden), plant eine Protestkundgebung am alten Bangkoker Flughafen Don Mueang und erwartet 3.000 Teilnehmer. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra warb gestern mit „alle Gruppen haben einander zu vergeben“ für das Gesetz und die Rückkehr ihres in Thailand wegen Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilten Bruders Thaksin.
Die zunehmenden Proteste beeinflussen auch die Finanzwirtschaft. Der Index der Bangkoker Börse SET ging am Montag um 2,85 Prozent zurück, auch die Baht-Währung verlor mit 31,258 gegenüber dem Dollar an Boden.

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3 Antworten zu Prayuth: PM sollte nach Lösungen für das Problem suchen

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    Wirds denn irgendwie gehen?

    Das Militär, so der General, werde sich nicht einmischen und könne das Problem auch nicht lösen.

    Obwohl Thaksin seine Hassprediger so sehr nach einem Militärputsch
    hat betteln lassen, gabs keinen.
    Da musste sich Thaksin durch seinen Grössenwahn eben selbst demontieren.
    Aber keine Angst, bei den nächsten Wahlen wird er natürlich wieder gewinnen.
    Schliesslich ist Thailand eine Demokratie!555!

  2. Avatar berndgrimm sagt:

    Das Militär, so der General, werde sich nicht einmischen und könne das Problem auch nicht lösen.

    Obwohl Thaksin seine Hassprediger so sehr nach einem Militärputsch
    hat betteln lassen, gabs keinen.
    Da musste sich Thaksin durch seinen Grössenwahn eben selbst demontieren.
    Aber keine Angst, bei den nächsten Wahlen wird er natürlich wieder gewinnen.
    Schliesslich ist Thailand eine Demokratie!555!

  3. STIN STIN sagt:

    Bangkoks Polizei hat gestern die Demonstranten eindringlich vor Ausschreitungen gewarnt. Die Anführer sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Verstöße gegen geltendes Recht für sie ernste Konsequenzen hätten.

    gleiches hat Abhisit 2010 auch erklärt. Was passierte dann? Arisman provozierte mit seinem gewaltsamen Eindringen ins Regierungsgebäude eine Straftat und war somit verantwortlich für das weitere Vorgehen der Sicherheitskräfte.

    Was würde nun die Polizei tun, wenn es sich gleich abspielen würde, wie 2010. Die jetzigen Demonstranten würden Straftaten begehen, die Polizei würde eingreifen und dann würden Demonstranten-Unterstützer mit M79 auf die Sicherheitskräfte schiessen und es gäbe dann mehrere Todesopfer. Würden die Sicherheitskräfte das hinnehmen, oder würden sie gleich wie Abhisit reagieren, also mit der gewaltsamen Niederschlagung der Demo. Wäre könnte dann garantieren, das es nicht vll noch mehr Tote als 2010 geben würde?

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