Jatuporn: Regierung soll gestürzt werden

Bangkok – Auf einer Pressekonferenz des harten Kerns der Vereinigten Front für Demokratie gegen die Diktatur (UDD) verkündete der radikale Rothemdenführer Jatuporn Prompan, er glaube nicht, dass es den Demonstranten darum gehe, das geplante Amnestiegesetz zu stoppen, sondern die Regierung zu stürzen.

Laut Jatuporn befinden sich zu viele Menschen unter den Demonstranten, die schon an den Vorbereitungen zum Sturz des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra beteiligt waren, bevor dieser durch einen Putsch entmachtet wurde. “Diese Leute werden sich keinesfalls mit einem Stopp der Amnestiegesetz-Planungen zufriedengeben sondern die Situation nutzen wollen, um die Regierung mit Gewalt zu entmachten”, sagte der umstrittene Rothemdenführer, der intern bereits als Nachfolger der Noch-UDD-Vorsitzenden Thida Thavornset gehandelt wird.

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Jatuporn betonte, er werde niemals den Worten der Abgeordneten der Demokratischen Partei trauen, geschweige denn sie in ihren Handlungen unterstützen und Schuld daran seien die so abscheulichen Verbrechen, die der damalige demokratische Premierminister Abhisit Vejjajiva und sein Stellvertreter Suthep Thaugsuban während der Ausschreitungen in Bangkok im April/Mai 2010 gegen die doch so friedlich demonstrierenden Rothemden begangen hätten.

Jatuporns Kollege Nattawut Saikua, UDD-Führer und stellvertretender Handelsminister, fügte hinzu, die Regierung habe inzwischen genug Kompromisse gemacht, daher sollten die Demonstranten nun endlich ihren unnötigen Protest beenden.

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3 Antworten zu Jatuporn: Regierung soll gestürzt werden

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    hanseat: Nun kann man sich doch die Frage stellen, warum die UDD ihre „Krieger“ nach Bangkok karren?

    Weil es ohne Thaksin überhaupt keine UDD geben würde!
    Auch “echte” Rote wie Weng haben sich von Thaksin kaufen lassen.

  2. Avatar hanseat sagt:

    Moin an die Runde,
    der Mann mit dem Feuerzeug ist wieder auf der Bühne, es könnte interessant werden.
    Nun zur Sache.
    Die oppositionellen Demonstranten wollen das Amnestiegesetz verhindern, weil nach ihrer Meinung der Thaksin straffrei nachhause kommen könnte. Die Vorsitzende der UDD, Frau Thida und Ehemann Dr. Weng, wollen ebenfalls dieses Gesetz nicht, weil danach der Abhisit straffrei bleiben würde. Somit ist auf beiden Seiten dieses vom Dubaier so wichtige Gesetz nicht erwünscht. Nun kann man sich doch die Frage stellen, warum die UDD ihre „Krieger“ nach Bangkok karren? Auf beiden Seiten ist eine Ablehnung des Gesetzes vorhanden. Normaler Weise müsste die UDD sich den Protesten der Gegenseite anschließen, um nun und endlich das Gesetz in den Reißwolf zu verabschieden.
    Nun zur Feststellung des Jutaporn, dass die DP den Sturz der Regierung im Sinne hätte. Was sollte daran verkehrt sein, wenn die Opposition an dem Sturz einer Regierung arbeitet? Hat doch die PT vor zweieinhalb Jahren auch getan, oder etwa nicht? Hauptsache ist doch, dass Bangkok nicht wieder brennt! Ein friedlicher Sturz würde unbeanstandet durch die demokratische Prüfung gehen. Bis dato habe ich nichts von einem Aufruf der Demonstranten gehört, dass man Benzinflaschen und Feuerzeuge mitbringen möge, wie in 2010 durch UDD-Führer gefordert. Es bleibt interessant.

  3. STIN STIN sagt:

    Schuld daran seien die so abscheulichen Verbrechen, die der damalige demokratische Premierminister Abhisit Vejjajiva und sein Stellvertreter Suthep Thaugsuban während der Ausschreitungen in Bangkok im April/Mai 2010 gegen die doch so friedlich demonstrierenden Rothemden begangen hätten.

    ach so ist das…
    Was ist aber mit den Verbrechen, die Unterstützer der Rothemden am 10.4. begangen haben, was ist mit den Aufrufen, ganz Thailand abzufackeln, mit den Geiselnahmen von Soldaten. die Rothemden von 2010 war ein absolut aggressiver, aufgehetzter und bezahlter Mob.

    Jatuporns Kollege Nattawut Saikua, UDD-Führer und stellvertretender Handelsminister, fügte hinzu, die Regierung habe inzwischen genug Kompromisse gemacht, daher sollten die Demonstranten nun endlich ihren unnötigen Protest beenden.

    unnötiger Protest?

    Dieser Protest hat bisher mit friedlichen Mitteln, mehr erreicht, als die Demo 2010, die mit Gewalt durchgeführt wurde. Die Demo 2010 war unnötig, da absolut nichts dadurch erreicht wurde und ausser 90 Toten unnötig wie ein Kropf war.

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