Bangkok: Streit mit Saudi-Arabien wegen Diebstahl von Diamanten vor 30 Jahren wurde beigelegt

Thailand und Saudi-Arabien einigten sich am Dienstag (25. Januar 2022) darauf, Botschafter beim ersten hochrangigen Treffen zwischen den beiden Ländern auszutauschen, seit ein Streit um einen Schmuckdiebstahl vor fast drei Jahrzehnten den Golfstaat dazu veranlasste, die Beziehungen zu Thailand herabzustufen.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der besuchende Premierminister Prayuth Chan o-cha vereinbarten die Ernennung von Botschaftern „in naher Zukunft“ und die Stärkung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung in den staatlichen saudischen Medien.

Saudi Arabian Airlines kündigte am Dienstag (25. Januar) in einem Twitter-Beitrag an, die Direktflüge nach Thailand im Mai wieder aufzunehmen.

Premierminister Prayuth Chan o-cha stattet dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin
Salman am Dienstag im Al-Yamamah Palast in Saudi-Arabien einen Höflichkeitsbesuch ab.
(Foto des Regierungsgebäudes)

Saudi-Arabien hat die Beziehungen zu Bangkok nach einem diplomatischen Streit über einen Diebstahl von Juwelen im Wert von rund 20 Millionen US-Dollar im Jahr 1989 durch Kriengkrai Techamong, einen thailändischen Hausmeister, der im Palast eines saudischen Prinzen arbeitete, in der sogenannten „Blue Diamond Affäre“ herabgestuft.

Ein Jahr nach dem Diebstahl wurden drei saudische Diplomaten in Thailand in drei verschiedenen Attentaten in einer einzigen Nacht getötet.

In der Erklärung heißt es, General Prayuth habe „aufrichtiges Bedauern über die tragischen Ereignisse in Thailand zwischen 1989 und 1990“ zum Ausdruck gebracht und erklärt, seine Regierung sei bereit, „die Fälle bei den zuständigen Behörden vorzubringen, falls neue, relevante Beweise vorliegen“.

Der Diebstahl der Juwelen bleibt eines der größten ungelösten Geheimnisse Thailands, dem eine blutige Spur der Zerstörung folgte, in die einige der höchsten Polizeigeneräle Thailands verwickelt waren.

Eine große Anzahl der Edelsteine, einschließlich des seltenen blauen Diamanten, müssen noch gefunden werden.

Im Jahr 2014 wies das Strafgericht ein Verfahren gegen fünf Männer ab, darunter einen hochrangigen Polizeibeamten, die des Mordes an dem saudischen Geschäftsmann Mohammad al-Ruwaili angeklagt waren, der einen Monat verschwand, nachdem er Zeuge einer der Schüsse auf saudische Diplomaten geworden war.

Thailand war bestrebt, die Beziehungen zum ölreichen Saudi-Arabien nach der Auseinandersetzung zu normalisieren, die Milliarden von Dollar an Handels- und Tourismuseinnahmen in beide Richtungen und den Verlust von Arbeitsplätzen für Zehntausende thailändischer Wanderarbeiter gekostet hat. / Bangkok Post

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8 Antworten zu Bangkok: Streit mit Saudi-Arabien wegen Diebstahl von Diamanten vor 30 Jahren wurde beigelegt

  1. berndgrimm. sagt:

    Ausser Spesen nix gewesen!

    Saudi Arabia no 'gold mine'

    special report: Times have changed since Thais last worked there in large numbers

    published : 31 Jan 2022 at 05:30

    The thawing of three decades of frosty relations with Riyadh has lifted the hopes of job seekers and labour exporters eager to get back in the oil-rich kingdom of Saudi Arabia.

    But before they pack their bags, one question begs an answer: "Is Saudi Arabia still a gold mine of labour opportunities as it once was?"

    "Not really," said Sarawut Aree, director of the Muslim Studies Center at Chulalongkorn University. ''Saudi Arabia is no longer ideal for unskilled workers 'digging for gold' ".

    The phrase was popularised by Thai workers, particularly those native to the Northeast, who travelled in droves to the Middle Eastern country 30 years ago, drawn by its vast workforce, steeped in high-paying manual labour jobs.

    The country has changed a lot since then, he said. In the time that Thai workers have been away, the job market there has been captured by labourers from some 20 countries.

     

    Ja, sowas wie Wettbewerb oder Konkurrenz kennt weder diese Militaerdiktatur noch ihre Auftraggeber.

    Na ja , aber wenigstens Nutten koennte man ja dorthin verkaufen. Damit die thailaendischen Menschenhaendler nicht darben muessen.

    • STIN sagt:

      Ja, sowas wie Wettbewerb oder Konkurrenz kennt weder diese Militaerdiktatur noch ihre Auftraggeber.

      Die kennen das genausoviel oder wenig, wie alle Vorgänger-Regierungen.

      Es gibt keinen einzigen Nachteil, wenn man mit einem Land wieder Frieden schließt. Passt eigentlich alles wieder…..

  2. Siamfan sagt:

    Ein weiterer Reformerfolg!! 

    • STIN sagt:

      Ein weiterer Reformerfolg!!

      Das ist keine Reform, nur eine Herstellung in den Ur-Zustand.

      Ja, dass kann man Prayuth zuschreiben – hat weder Yingluck, noch Thaksin o.a. geschafft.

  3. berndgrimm. sagt:

    Eine schoene Raeuberpistole die aber mit der heutigen Realitaet nix mehr zu tun hat.

    Der Chef Diktator und PM  Darsteller der in keinem anstaendigen Land mehr empfangen wird fuhr  ins Mutterland des sunnitischen Islamismus um so zu tun als wuerde er zum Halbmond kriechen.Es geht nicht nur um den Diamantenraub von 1989 sondern auf TH Reaktion darauf.

    Aber was verleitete Prayuth dazu? Die Saudis sind Alle sehr reich und reisen nur in grossen Haufen mit Hofstaat, also genau richtig fuer Prayuths Idealvorstellung von Qualitaetstouristen. Und grosse zivilisatorische Ansprueche stellen die auch nicht.

    PM foresees great benefits from Saudi Arabia ties

    published : 26 Jan 2022 at 19:38

    The country is likely to benefit greatly from the restoration of normal relations with Saudi Arabia, including the possibility of progress towards peace in the far South, according to Prime Minister Prayut Chan-o-cha.

    In a Facebook post on Wednesday, Gen Prayut wrote that Thailand and Saudi Arabia have ended three decades of estrangement and will form a comprehensive strategic partnership.

    "I am very pleased with the considerable opportunities both countries will get from the restored relationship," he wrote.

    Gen Prayut said people of both countries will be able to visit the other, and Thailand should generate at least 5 billion baht a year from the exchanges.

    There will also be cooperation and investment in research on conventional, clean and renewable energy.

    Thailand will once again be able to send its citizens to work in Saudi Arabia. In 1987, Thailand sent as many as 300,000 workers to the Arab kingdom, and they sent over 9 billion baht per year back to their homeland.

    Da haben sich die Richtigen gefunden.Aber Augenhoehe sieht wohl anders aus.

    Die Saudis wollen ueber TH an die Chinesen ran.Und in TH wird wenigstens der Menschenhandel wieder attraktiver.Und der Betrug mit saudischen Arbeitsvertraegen.

    • STIN sagt:

      Eine schoene Raeuberpistole die aber mit der heutigen Realitaet nix mehr zu tun hat.

      Hab das nun nochmals überprüft und verifiziert.

      Nein, keine Räuberpistole, die beiden Länder haben sich in der Tat versöhnt und tauschen in Kürze wieder Botschafter aus.

      https://orf.at/stories/3245057/

      Aber was verleitete Prayuth dazu? Die Saudis sind Alle sehr reich und reisen nur in grossen Haufen mit Hofstaat, also genau richtig fuer Prayuths Idealvorstellung von Qualitaetstouristen. Und grosse zivilisatorische Ansprueche stellen die auch nicht.

      Was verleitet denn Regierungschefs in andere Länder zu reisen.
      Richtig, um vll mit Glück Geschäfte mit nachhause zu nehmen. Das hat Prayuth erreicht, nicht Thaskin, nicht Abhisit.
      Deswegen dein Neid darauf?

      Die Saudis wollen ueber TH an die Chinesen ran.

      Da wären sie besser mit Kambodscha oder Burma bedient – nicht mit TH.

      Und in TH wird wenigstens der Menschenhandel wieder attraktiver.Und der Betrug mit saudischen Arbeitsvertraegen.

      Kann alles sein, aber egal – nun sind die beiden wieder friedlich. Alles gut, Bernd – musst nicht kritisieren, weil alles ist besser, als sich feindlich
      gesinnt zu sein.

      • berndgrimm. sagt:

        Auf was koennte ich bei Prayuth neidisch sein?

        Vielleicht seine Abfertigung am Flughafen ?

        Vielleicht seine Eskorte, die haette ich gern wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, aber ich muesste Angst haben dass die mich mit ihren Fahrkuensten ueberfahren.

        Nein, wenn man 74 ist freut man sich dass man ueberhaupt noch lebt, Gesund ist geliebt wird und Freunde hat.

        Na ja bleibt doch die Abfertigung am Flughafen. Ich moechte so gern einmal hier heraus um mal zivilisierte Laender wo die Umwelt nocht nicht total kaputt gemacht wurde zu erleben und hinterher zurueckzukommen ohne von depperten Schwachmaten in Geiselhaft genommen zu werden.Na ja, Geiselhaft wo die Aufpasser zu faul zum Aufpassen sind!

        Und expressis verbis:Ich moechte wirklich mal erleben wie es in den Laendern ist die wirklich eine Covid Pandemie hatten/haben und nicht nur eine Politpropaganda Show wie Thailand.
        Und ich moechte endlich meine 3.Impfung
        wo schon von der 4. Impfung gefaselt wird.

        Und Saudi Arabien: Es sind die Einzigen die Prayuth noch empfangen und seine Hoffnung auf ihm genehme Touristen. Saudi Arabien sucht die Annaeherung an China und weiss dass es von den demokratischen Rechtsstaaten im Westen garnix zu befuerchten hat.
        Der einzige Gegner vor dem die Saudis Angst haben ist der Iran, da verbuenden sie sich sogar mit Israel.

        • STIN sagt:

          Na ja bleibt doch die Abfertigung am Flughafen. Ich moechte so gern einmal hier heraus um mal zivilisierte Laender wo die Umwelt nocht nicht total kaputt gemacht wurde zu erleben und hinterher zurueckzukommen ohne von depperten Schwachmaten in Geiselhaft genommen zu werden.Na ja, Geiselhaft wo die Aufpasser zu faul zum Aufpassen sind!

          Nein, Prayuth kann in alle Länder reisen, keine Probleme – war früher als Militärdiktatur anders, aber heute weltweit
          anerkannt – als Semi-Demokratie.

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