Rayong: Industrieministerium möchte Ausschuss zur Untersuchung der Ölpest einrichten

Das Industrieministerium wird Premierminister General Prayut Chan-o-cha bitten, einen Ausschuss zur Untersuchung der Ölpest 20 Kilometer vor dem Industriehafen Map Ta Phut in Rayong einzusetzen, teilte der zuständige Minister Suriya Juangroongruangkit am Dienstag der Presse mit.

An einer Unterwasserpipeline der Star Petroleum Refining (SPRC) entstand am vergangenen Dienstag ein Leck, aus dem etwa 160.000 Liter Rohöl ins Meer gelangten, bevor es gestopft werden konnte.

Am Samstag wurde der Strand Mae Ram Phueng in Rayong zum Katastrophengebiet erklärt, nachdem Öl aus dem Leck an die Küste gespült worden war. Satellitenbilder zeigten, dass sich der Ölteppich über 47 Quadratkilometer Meeresfläche ausgebreitet hatte.

„Ziel des Ausschusses ist es, die genaue Menge des ins Meer ausgelaufenen Öls und die Ursache des Vorfalls zu ermitteln und Lösungen zu finden, die die Auswirkungen auf die Umwelt nachhaltig mindern“, sagte Khun Suriya.

„Das Gremium wird aus Experten in verwandten Bereichen, Vertretern der örtlichen Gemeinden und den zuständigen Regierungsbehörden bestehen, darunter das Marine Department, das Department of Marine and Coastal Resources, die Industrial Estate Authority of Thailand, das Pollution Control Department und das Public Health Ministry“, erläuterte der Industrieminister.

Unter der Leitung seines Ministeriums wird das Gremium auch die „Reparatur“ der betroffenen Industrieanlagen um den Hafen Map Ta Phut überwachen und Vorschriften zur Gewährleistung der Sicherheit der Arbeiter erlassen.

Khun Suriya fügte hinzu, dass das Ministerium die Industrial Estate Authority of Thailand, die für das Industriegebiet Map Ta Phut zuständig ist, zur Abstimmung mit SPRC beauftragt hat, um den betroffenen Gemeinden und Unternehmen im Industriegebiet, bei denen es sich überwiegend um Erdölraffinerien handelt, eine angemessene Entschädigung zu gewähren.

Anfang dieser Woche kündigte die SRPC an, dass das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Behörden von Rayong ein Zentrum einrichten werde, das Beschwerden von Betroffenen entgegennehmen soll, und versprach, sowohl kurz- als auch langfristig angemessene Entschädigungen zu leisten.

Am Dienstag kündigte die Vereinigung „Puenchumchon“ („Freunde der Gemeinden“) an, sie werde Schulkinder in Rayong fortbilden, um sie auf den möglichen Austritt gefährlicher Chemikalien aus dem Industriegebiet vorzubereiten.

„Das Training wird Anweisungen zur Verwendung von Sicherheitsausrüstung und eine Evakuierungsübung umfassen“, informierte der Leiter des Zusammenschlusses Monchai Raksujjarit. / The Nation

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
10 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
berndgrimm
Gast
berndgrimm
26. Februar 2022 11:42 am

STIN sagt:

4. Februar 2022 um 5:58 pm

……………
Läuft alles wie woanders auch, keine Sorge.

 

Slick clean-up sorely absent

Editorial Bangkok Post editorial column

published : 26 Feb 2022 at 04:00

One month after a series of leaks from an undersea delivery pipeline, the oil spill in the waters off Rayong still ranks as a pressing concern.

Minister of Natural Resources and Environment Varawut Silpa-archa reassured the public early on that the spill had been contained, but the reality on the ground — or in the sea, and later, on the beaches — was quite different.

Three spills were reported on Jan 25, Feb 10 and again last week — all from the same source. Polluting tar balls were later spotted on several beaches while state laboratory tests showed high concentrations of toxic chemical residue in the water, soil and even the urine of oil cleanup volunteers.

This week, MPs from the Move Forward Party (MFP) launched a probe into the ministers responsible for handling this matter to determine if they were negligent in carrying out their duties in terms of controlling both the pollution and the activities of the private sector.

 

STIN: In Thailand laeuft Alles so wie woanders auch

BP Editorial: Die Reinigung der Straende von Oelrueckstaenden fand bisher nicht statt.

Auch einen Monat nach dem Oelleck hat sich noch nichts getan.

Diese Woche leiteten Abgeordnete der Move Forward Party (MFP) eine Untersuchung der für die Behandlung dieser Angelegenheit zuständigen Minister ein, um festzustellen, ob sie bei der Erfüllung ihrer Pflichten in Bezug auf die Kontrolle sowohl der Umweltverschmutzung als auch der Aktivitäten des Privatsektors fahrlässig waren

Herr Srisuwan fordert eine Überprüfung der Genehmigungen und der Umweltverträglichkeitsprüfung von SPRC, um festzustellen, ob der Verdacht auf Fehlverhalten begründet ist, wie dem Unternehmen die Genehmigung zum Betrieb der Anlage erteilt wurde, in der später die Lecks auftraten. Solche Schritte sind lobenswert, besonders in einer Zeit, in der die verantwortlichen Behörden und Politiker gespenstisch verstummt sind. Ein Monat ist bereits vergangen und die Ursache der Lecks wird noch untersucht.

 

berndgrimm meint: Natuerlich ist garnix hier "normal" oder wie in wirklichen Rechtsstaaten . Auf der Flucht vor der Verantwortung laufen sich die zustaendigen Minister gegenseitig die Tueren ein. SPRC ist eine relativ kleine private Oelfirma. Wenn soetwas bei PTT oder Thaioil passiert waere, haette man auf jeden Fall versucht jegliche Berichterstattung zu verhindern.

Fakt ist: Passiert ist in Richtung Oelbeseitigung oder Kontrolle oder Prevention ueberhaupt nix. Typisch Thai und besonders typisch in dieser Militaerdiktatur Jetzt sucht man nach einem Bauernopfer dass man uns vorsetzen kann. Business as usual in TH!

Siamfan
Gast
Siamfan
4. Februar 2022 3:00 pm

Warum löschen Sie das??! 

160.000 Liter sine eher keine Ölpest. 

Oder haben Sie auch hier einen neuen Beitrag aufgemachrt? 

Da wird zB bei einer erlaubten Öltankreinigung mehr freigesetzt. 

Wenn das aber zB qbm waren akso 160.000.000 Liter,  dann sieht es schon etwas anders aus. 

berndgrimm.
Gast
berndgrimm.
4. Februar 2022 9:05 am

Ich weiss nicht wie STINberndgrimm zustande kam!

berndgrimm.
Gast
berndgrimm.
4. Februar 2022 9:02 am

Dieses Editorial in der BP bestaetigt nicht nur meine Vorwuerfe sondern geht noch weiter:

 

https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/2258627/oil-clean-up-bodes-ill

Oil clean-up bodes ill

Editorial Bangkok Post editorial column

published : 4 Feb 2022 at 04:00

Die Highlights uebersetzt:

Beseitigung der Oelverschmutzung verheißt nichts Gutes .

Das letzte Manoever der Behoerden in der Beseitigung der Oelverschmutzung zeigt dass man bis jetzt noch nicht weiss wieviel Oel in den Golf von Thailand lief.

Waehrend die Oelfirma ihre Angaben von 400.000 Litern auf 160.000 Liter revidierte sprach der Industrieminister von 5.000Litern .Ausserdem sagte der Minister dass der Tourismus davon nicht betroffen sei. Diese Aussagen sind falsch.

Das PCD weiss bis heute nicht wieviel Oel insgesamt ausgelaufen ist. Der Umweltminister schaetzte auf 50.000 Liter.

Der Tourismus auf Ko Samed ist sehr wohl betroffen..Viele Touristen die ueber das Chinesische Neujahrsfest Samed besuchen wollten haben ihre Buchungen storniert.

Der Gesamtschaden wird derzeit auf 1,5 Milliarden THB geschaetzt.

Bei diesem Vorfall kam auch heraus dass die Petrochemischen Fabriken in Map Ta Phut

statt der verlangten 40km schwimmende Oelsperren nur 3km davon hatten.

Deshalb hatte man 80.000 Liter dispergierende Chemikalien ins Meer gegossen welche die Unterwasserwelt zerstoeren.

. Die Leistung der Regierung bei Umweltsanierungen weckt mehr Ängste und Misstrauen, als irgendwelche Ludditen oder Anti-Entwicklungs-Demonstranten aufbringen könnten.

 

 

berndgrimm.
Gast
berndgrimm.
4. Februar 2022 8:17 am

siehe unten!

berndgrimm.
Gast
berndgrimm.
4. Februar 2022 8:20 am
Reply to  berndgrimm.

Ziel des Ausschusses ist es, die genaue Menge des ins Meer ausgelaufenen Öls und die Ursache des Vorfalls zu ermitteln und Lösungen zu finden, die die Auswirkungen auf die Umwelt nachhaltig mindern“, sagte Khun Suriya.

Nun ist ein Ausschuss der die Ausreden fuer die eigene Faulheit,Dummheit und Verantwortungslosigkeit sucht sicher wichtiger als ein paar hundert Helfer die den Strand saeubern.Man koennte aus Versehern ja mal was Sinnvolles tun!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
5. Februar 2022 9:00 am
Reply to  STIN

Wenn Oel ins Meer geflossen ist muss es dringend eingefangen und dann beseitigt/behandelt werden.

Die Schuldfrage kann man hinterher klaeren.

Jede Versicherung die fuer den Schaden zahlen muss waere dankbar dafuer.

Wer wissen will wie eine Oelpest geht soll mal 1/4 l

gebrauchtes Motoroel in eine grosse Wasserpfuetze giessen.