Bangkok: Premier Prayuth sieht Thailand wirtschaftlich besser aufgestellt, als andere Länder

Premierminister Prayuth Chan o-cha hat darauf bestanden, dass Thailand besser als andere Länder in der Lage sei, mit der Inflation und den steigenden Lebenshaltungskosten fertig zu werden, angesichts der Kritik, dass die Regierung die Probleme nicht bewältigen kann.

In einem Beitrag auf seinem offiziellen Facebook Konto schrieb General Prayuth, dass die Inflation und die hohen Warenpreise, die durch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 verursacht werden, ein großes Problem für die Öffentlichkeit darstellen und die Regierung ihre Bemühungen verstärkt, um die Probleme anzugehen.

General Prayuth erklärte, dass er zu Facebook gegangen sei, um näher darauf einzugehen, was er zuvor während einer Generaldebatte im Parlament präsentiert habe. Die zweitägige Debatte endete am Freitag (18. Februar) ohne Abstimmung.

Premierminister Prayuth Chan o-cha spricht am Freitag während einer
Generaldebatte im Parlament und rühmt sich selber der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
(Foto des Parlaments)

General Prayuth schrieb, dass die steigende Inflation und die hohen Preise für eine breite Palette von Waren, insbesondere im letzten Jahr, seit dem Zweiten Weltkrieg beispiellos seien. Produktion und Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen haben sich ebenfalls dramatisch verändert, sagte er.

Letztes Jahr lag Thailands Inflationsrate bei 1,2 %, verglichen mit Indiens 10,6 %, den USA 4,7 %, Japans 2,6 %, Malaysias 2,5 %, Singapurs 2,3 % und Vietnams 1,9 %, teilte der Premierminister mit.

Er wies ferner auf Faktoren hin, die zur globalen Inflation beitragen, wie Maßnahmen zur Eindämmung von Viren, insbesondere Sperrungen von Städten, die den Geschäftsbetrieb einschränken, und Reisebeschränkungen, die den Warentransport und die Logistik stören und somit die Transport- und Seefrachtgebühren in die Höhe treiben.

„Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Auswirkungen auf die Thais weniger schwerwiegend“, schrieb er und zitierte dabei die Dieselpreise in Thailand, die nur um 20 % gestiegen seien, verglichen mit 30 % in Großbritannien und 46 % in den USA.

Er fuhr fort: „Letztes Jahr blieben die Stromgebühren unverändert, aber in Großbritannien stiegen die Gebühren um das Zweifache. Auch die weltweiten Lebensmittelpreise stiegen letztes Jahr um 28 %, im Gegensatz zu denen in Thailand, die nur um 0,77 % stiegen.“

In Bezug auf den Welthandel sagte General Prayuth, die Regierung habe nach weiteren Möglichkeiten gesucht, indem sie die Exporte von Agrarprodukten im Wert von mehr als 63 Milliarden Baht ankurbelte.

Insgesamt belief sich der Wert der thailändischen Exporte im vergangenen Jahr auf mehr als 191 Milliarden Baht, schrieb General Prayuth und fügte hinzu, dass sich die Regierung zur Aufgabe gemacht habe, dieses Jahr mit Hilfe der Thai People Map and Analytics Platform (TPMAP), ein Datenanalysetool, zur Bekämpfung von Armutsproblemen in allen Regionen Thailands, um die Verschuldung der Haushalte anzugehen.

Die Regierung wird auch Maßnahmen zur Unterstützung der Schuldentilgung und -umstrukturierung sowie zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und Kleinstunternehmer beim Zugang zu Finanzmitteln erarbeiten.

„Ich glaube, dass die Bemühungen zur Linderung des Schuldenproblems in diesem Jahr greifbare Ergebnisse liefern werden“, schrieb der Premierminister auf seinem Facebook Account.

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, während andere Länder ähnlich wie Thailand Inflation und hohe Preise erleben, die von mir vorgelegten Informationen und Zahlen ein Beweis dafür sind, dass Thailand besser in der Lage ist, mit den Problemen umzugehen als die meisten Länder“, betonte er.

„Dies ist kein Zufall. Vielmehr ist es das Ergebnis der Bemühungen der Regierung und der Vorbereitungen im Vorfeld. Vor allem ist es das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen allen Sektoren und allen Thailändern“, schrieb General Prayuth.

General Prayuth wies ebenfalls darauf hin, dass die Regierung erhebliche Ausgaben zur Bewältigung der Krise tätigen müsse.

Während der Generaldebatte am Freitag beschimpften die Abgeordneten der Opposition die Regierung, weil sie es versäumt hatte, die explodierenden Kosten anzugehen.

Wan Ubamrung, ein Pheu Thai Abgeordneter für Bangkok, sagte, die Wirtschaft habe sich unter der Regierung schlecht entwickelt, und die Lebenshaltungskosten seien in die Höhe geschossen.

Er warf der Regierung auch vor, es versäumt zu haben, gegen Banden des illegalen Drogenhandels vorzugehen.

Ekkachai Songamnartcharoen, ein Pheu Thai Abgeordneter für Ubon Ratchathani, sagte, die Regierung habe den Problemen, die die Landwirte betreffen, wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Er bestand weiter darauf, dass die Wettbewerbsfähigkeit des thailändischen Agrarsektors seit dem Amtsantritt der Regierung zurückgegangen sei. / Bangkok Post

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
14 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Siamfan
Gast
Siamfan
23. Februar 2022 11:25 am

Einfach endlich die Steuern erhöhen!!! 

Damit kann der Staat infestieren, zB Fußgängerampeln,  -Brücken,  Kläranlagen,  …. .

Das geht alles mit ins BIP (!!!!! ), schafft Arbeitsplätze und das Geld geht mehrfach in Umlauf. 

Die Gewinne werden gekürzt,  aber die gehen nur auf "schweizer" Nummern-Konten! 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
23. Februar 2022 10:15 am

Seit 1986 als ich das erste Mal in TH war gab es hier nur erhebliches Wachstum , selbst 1998 nach dem Waehrungszusammenbruch gab es noch schwarz Zahlen wei der Export aufgrund des billigen THB boomte.

Die Industrieproduktion TH ist seit Jahren groesser als die Industrieproduktion Italiens.

Die Infrastruktur (ausser Eisenbahn) ist in TH besser als in D.

STIN erzaehlt uns hier selber immer die angeblichen Erfolgsmaerchen der thailaendischen Pharmaindustrie , Elektroindustrie und Autoindustrie.

Trotzdem will er uns TH als Entwicklungsland ,hoechstens Schwellenland verkaufen.

Ist es aber keinesfalls.

Dass das pro Kopf BIP so niedrig ist, liegt an der Tatsache dass in TH die informelle Wirtschaft wahrscheinlich staerker ist als die formelle.Ausserdem gibt es enorme Einnahmen aus der Kriminalitaet weshalb hier soviel Schwarzgeld herumgeistert.

Die riesige Immobilienblase ist ein Beweis fuer das viele Schwarzgeld.

Richtig ist , dass die bombastischen Zahlen der Industrieproduktion  von auslaendischen Unternehmen (meist Japanern) erwirtschaftet werden.

Es gibt keine thailaendische Automobilindustrie , keine thailaendische Elektro(nik) Industrie und natuerlich auch keine thailaendische Pharmaindustrie.Trotzdem generiert die nichtthailaendische Industrie in TH enorme Summen.

Wer sein illegal erworbenes Geld nicht auf BVI,Cayman oder Panama und Dubai unterbringen kann, bringt es nach TH. Hier wird er als Grossinvestor gefeiert und gegen einen kleinen Anteil an seiner Beute bekommt er ein Elite Visum.

STIN lobt hier gerade in den 2 Jahren Covid Nineteen Affentheater diese Militaerdiktatur unter Verweis auf Bloomberg, jetzt schreibt er dass keine westlichen Medien Staaten fuer ihre Wirtschaft loben wuerden. Ja watt denn nu?

Aber im Vergleich zu den vorigen PM´s – ist alles gut. Keine großen Fehler.

Ja, besonders fuer STIN ist Alles gut. Er hat keine grossen Fehler gemacht.

Er ist rechtzeitig aus TH abgehauen und hat keine Absicht noch waehrend dieser Militaerdiktatur dauerhaft nach TH zurueckzukommen.

Ja, ich bewundere Nord Korea auch, wegen der Nachhaltigkeit, des wenigen Verkehrs und der disziplinierten Einwohner., solange ich nicht dort leben muss.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
24. Februar 2022 10:03 am
Reply to  STIN

Das ist eben der Ideologiefehler den STIN uns immer wieder aufzudruecken versucht:

Nein, Thailand stellt nix fuer die Japaner her (ausser Fischkonserven) sondern japanische Firmen produzieren in TH,bilden ihre Facharbeiter/Ingenieure hier aus , investieren hier und entscheiden was wo produziert wird und was wohin geliefert wird.Das Einzige was die Thai dabei machen ist mitkassieren und natuerlich die allfaellige politische Propaganda drumrum. So wie es STIN hier macht.

Frag bei Toyota Thailand, Honda Thailand  oder Auto Alliance Thailand  (Ford + Mazda)  mal nach was an ihnen Thai ist.

Die Kantine vielleicht (falls sie eine haben)

Auf dem Papier muessen 51% des Kapitals in thailaendischen Haenden sein. Aber dies wird durch Schachtelbeteiligungen und Stimmrechtsabtretungen so geregelt dass die Japaner immer das Sagen bei allen Entscheidungen haben.

Natuerlich ist TH ein grosses Ziel von Schwarzgeld.Sonst wuerde es diese Immobilienblase und den vielen Leerstand nicht geben.

Die Doppelbesteuerung ist zum Vorteil der westlichen Steuerzahler und des thailaendischen Staates.

Da in TH die Steuersaetze viel niedriger als in den westlichen Staaten sind.Viele Norweger leben aus diesen Gruenden in TH

Das Covid Theater ist nix fuer das sich irgendein Land ruehmen kann.Am wenigsten TH. Die haben nur Glueck gehabt dass es in Suedostasien viel weniger Covid gibt. Und viel weniger Tests!Ich bin hier noch nie auf Covid getestet worden.Meine Frau und unsere Familie auch nicht.

Haette es hier jemals eine Pandemie wie in Europa gegeben haette es wahrscheinlich noch schlimmer als in Italien ausgesehen.

STIN hat als einzigen Pluspunkt fuer diese Militaerdiktatur immer die Witschaftsdaten angefuehrt (neben dem Covid Theater)

Der einzige Einfluss auf die Wirtschaftszahlen die der Staat hat sind Steuern, Investitionen  und Subventionen.

Diese verfaelschen aber nur die wahre Staerke einer Wirtschaft.

Ausserdem ist in TH keine der vom Staat veroeffentlichten Kennzahlen verifizierbar.

Maerchen also. So tun als ob.
 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
25. Februar 2022 10:56 am
Reply to  STIN

Daimler, VW sind auch keine chinesischen Unternehmen, nur weil die eine Beteiligung an diesen Unternehmen haben.

Damit widerspricht sich STIN ja selber.Natuerlich sind Mercedes und VW keine chinesischen Unternehmen nur weil sie in China produzieren und vielleicht eine 51% ige chinesische Kapitalbeteiligung haben muessen.

Genauso wie Toyota Thailand und Honda Thailand keine thailaendischen Unternehmen sind.

Auch wenn dies PR maessig vielleicht anders kolportiert wird und von der Thai Seite politisch sicher anders dargestellt wird.

Die unternehmerischen Entscheidungen werden in Aichi/Nagoya bzw Tokyo getroffen.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
21. Februar 2022 9:25 am

Der amtsmuede Militaerdiktator und PM Darsteller der gern aufhoeren moechte aber keinen Nachfolger fuer seine Rolle findet ergeht sich in Selbstlob weil ihn ja sonst (ausser STIN) niemand lobt.

Thailands ist eines der reichsten Industrie- und Tourismuslaender dieser Welt und stellt sich immer an die Spitze der Bettellaender wenn es was abzugreifen gibt..Ekelhaft!

Vielleicht sollte sich die selbstlobende Militaerdiktatur mal um wie wirklichen Probleme Thailands kuemmern?

Bangkok: Armutrisiko steigt während der Corona-Pandemie in mehreren Provinzen

Publiziert am 19. Februar 2022 von STIN

Magu
Gast
Magu
21. Februar 2022 12:29 pm
Reply to  berndgrimm

Ich kann Ihnen nicht ganz folgen, Energiepreise und Inflation sind niedrig, auch die MwSt. ist mit 7% auf einem tragbaren Niveau alles andere ist zu viel. Was Erneuerbare Energien am Primärenergie Verbrauch betrifft sollte D mal den Anschluss finden und versuchen mit Thailand gleich zuziehen. 

Die Menschen sind sehr angenehm hier und das Leben ist gut. Ob ich in D Leben würde, freiwillig sicher nicht, ob ich aus Thailand weggehen würde freiwillig sicher nicht.

 

berndgrimm
Gast
berndgrimm
22. Februar 2022 8:02 am
Reply to  Magu

Mágū (chinesisch 麻姑, Pinyin Hé Mágū, W. … Ma-ku, koreanisch 마고 Mago) ist eine berühmte daoistische Unsterbliche der chinesischen Mythologie. Sie ist neben Xīwángmǔ eine der ältesten chinesischen Gottheiten und mit Amaterasu (eine der wichtigsten Gottheiten des Shintō) assoziiert.

 

Ich weiss ja nicht wie lange Herr oder Frau Magu schon in TH leben und wo sie leben und auf welchem Visum sie hier leben.

Aber ich habe hier schon mehrmals geschrieben dass ich auch nicht freiwillig hier weggehen wuerde sondern mich von dieser Militaerdiktatur dazu gezwungen sehe.

In Deutschland moechte ich auch eher nicht leben, schon wegen des Wetters.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
22. Februar 2022 8:35 am
Reply to  STIN

Was hat Tier 2 oder 3 mit Moody s oder Bloomberg zu tun?

Moody s berechnet die Kreditwuerdigkeit eines Staates aufgrund bestimmter offizieller Kennzahlen.Auch daran kann man erkennen das Thailand ein reicher Industrie- und Tourismusstaat ist.

Viele EU Staaten waeren froh eine so moderne Industrie (Japaner) oder einen so hohen Tourismus (Auslaender) zu haben

Als Entwicklungsland im wirtschaftlichen Bereich wird Thailand nur jemand bezeichnen der von etwaiger Entwicklungshilfe selber profitieren will.

Auf gesellschaftlichen,kulturellen.zivilisatorischen und Bildungsgebiet ist TH durchaus ein Entwicklungsland welches sich derzeit Zurueckentwickelt.

Da STIN sich hier immer auf Bloomberg beruft moechte ich entsprechende Texte gern selber sehen.

Ich selber lese Bloomberg nicht und habe auch noch keine kolportierten Meldungen in anderen Medien gesehen die diese Militaerdiktatur loben wuerden.
LUX ist deshalb reichstes BIP Land weil es nur ca 700.000 Einwohner hat und taeglich an die 100.000 Frontaliers aus B/D/F zum Arbeiten nach LUX kommen.Die steigern das Bruttosozialprodukt.