Bangkok: Regierung geht für 2022 von einer Staatsverschuldung von 62% aus

Die Regierung prognostiziert, dass Thailands Staatsverschuldung im Geschäftsjahr 2022 62 % des BIP erreichen wird.

Laut Finanzminister Arkhom Termpittayapaisith könnte die Staatsverschuldung des Landes 62 % erreichen, wenn die Regierung zwei Kreditpakete aufnimmt, um die Wirtschaft des Landes zu verjüngen. Diese Prognose geht davon aus, dass die Regierung im Rahmen des zweiten Notkrediterlasses 500 Milliarden Baht und im Geschäftsjahr 2022 weitere 700 Milliarden Baht leiht, um das Haushaltsdefizit zu decken.

Die Staatsverschuldung des Landes stieg von 6,9 Billionen Baht (41,0 Prozent des BIP) im Jahr 2019 auf 9,64 Billionen Baht (59,6 Prozent des BIP) im Dezember 2021. Dies ist auf die staatliche Kreditaufnahme im Rahmen der beiden Notkreditdekrete in den letzten zwei Jahren zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie zurückzuführen.

Der Finanzminister wies auf die Möglichkeit hin, dass die Staatsverschuldung unter 62 Prozent liegen könnte, wenn das Wirtschaftswachstum Thailands in diesem Jahr um mehr als 4 Prozent steige. Der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung prognostizierte ein Wirtschaftswachstum im Bereich von 3,5 bis 4,5 Prozent. Steigende Nachfrage, verbesserte Exporte, höhere staatliche Investitionen und eine Erholung des Inlandstourismus waren Faktoren in der Projektion.

Der Finanzminister fügte hinzu, dass der Streit zwischen Russland und der Ukraine definitiv Auswirkungen auf Thailand haben wird, da beide Nationen wichtige Handelspartner für das Land sind und russische Touristen eine bedeutende Rolle bei der Wiederbelebung der Tourismusbranche gespielt haben. Er versichert jedoch, dass das Land ein stabiles Wachstum verzeichnen wird und die Behörden ihre Strategien je nach Situation anpassen werden.

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