Yingluck sagt Singapur-Reise ab

Bangkok – Premierministerin Yingluck sagte wegen der politischen Krise ihre für Ende des Monats geplante Reise nach Singapur ab. Die „mobile Kabinettssitzung“ im Süden des Landes soll jedoch stattfinden.

Weil die Demokratische Partei einen Misstrauensantrag ins Parlament einbrachte, will sich die Premierministerin dagegen persönlich verteidigen. Ein Termin steht noch nicht fest, der 26. und 27. November sind im Gespräch, wobei einen Tag später, am 28. November, über den Antrag abgestimmt werden könnte. Vor dem Jahreswechsel ist der 29. November der letzte Tag, an dem das Parlament zusammentritt.

Einige der vorgenannten Termine überschneiden sich mit dem geplanten inoffiziellen Besuch in Singapur, den Yingluck absagte.

Stattfinden dagegen wird die sogenannte „mobile Kabinettssitzung“, die am 29. und 30. November in Songkhla stattfinden soll. Somsak Pureesrisak empfahl Yingluck, auch diesen Termin abzusagen, weil es zu Anti-Regierungsdemonstrationen kommen könnte. Somsak war zuvor in der südlichen Provinz Satun von Demonstranten mit Trillerpfeifen in die Flucht geschlagen worden. Nachdem er mit einem Pfeifkonzert empfangen wurde, sagte er seine Termine ab und flüchtete zurück nach Bangkok.

Um Zwischenfälle zu vermeiden, sagte die thailändische Handelskammer ein Treffen mit Yingluck in Trang ab. Die Premierministerin wurde für den am 24. November stattfindenden Termin kurzerhand ausgeladen.

Die Benutzung von Trillerpfeifen scheint eine ausgesprochen wirksame Methode der Demonstranten zu sein, ihrem Unmut über Politiker Ausdruck zu bringen. Die Beschwerden im Kabinett häufen sich. So bekommt das Wort „Whistleblower“, eigentlich Informant oder Enthüller, in Thailand eine völlig neue Bedeutung.

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