Bangkok: Polizei trägt Beweise für einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Vize-Vorsitzenden der DP zusammen

Die Polizei trägt Beweise zusammen, um einen Haftbefehl des Strafgerichtshofs von Süd-Bangkok gegen Prinn Panitchpakdi zu erwirken, den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der Demokratischen Partei, der in Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung verwickelt ist.

Pol Maj Gen Trairong Phewpan, der stellvertretender Kommissar des Metropolitan Police Bureau, sagte am Freitag, dass der Haftbefehl am Samstag (16. April) ausgestellt werden könnte.

Er sagte, dass Herr Prinn aufgrund der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen wegen unanständiger Entblößung an öffentlichen Orten angeklagt werden könnte.

Laut Pol Maj Gen Trairong haben drei Frauen ihre Beschwerden gegen den 45-jährigen Politiker auf der Lumphini Polizeiwache und eine auf der Muang Polizeiwache in der Provinz Phetchaburi eingereicht.

Im Falle eines Schuldspruchs droht dem Angeklagten eine Gefängnisstrafe von bis zu 10 Jahren, eine Höchststrafe von 200.000 Baht oder beides.

Herr Prinn trat am Donnerstag von allen Parteiämtern zurück, nachdem ihn ein 18-jähriger Student der sexuellen Belästigung beschuldigt hatte. Die Studentin und ihre Mutter hatten die Rechtsanwältin Sittra Biabungkerd konsultiert. Sie reichten die Anzeige am Dienstag bei der Polizei in Lumphini ein.

Drei weitere Frauen tauchten später auf, um ebenfalls Polizeimaßnahmen zu ersuchen, nachdem der Anwalt den Fall auf seiner Facebook Seite gepostet hatte, aber er erwähnte ihn nicht namentlich. Er erwähnte nur, dass der Verdächtige ein stellvertretender Vorsitzender einer politischen Partei sei.

Herr Prinn bestritt am Donnerstag alle Anschuldigungen und sagte, er sei bereit, die Anklage zu bestreiten.

Eine Quelle sagte, die letzte Frau, die sich meldete, um das ehemalige Mitglied der Demokraten zu beschuldigen, sei eine andere 18-jährige Studentin gewesen, die behauptete, er habe sie im März sexuell belästigt.

Herr Sittra stellte am Freitag die Behandlung des Falls durch die Ermittler in Frage, da keine Entwicklungen gegen den Angeklagten vorgenommen worden waren.

„Was macht die Polizei? Lassen Sie sich nicht von der Gesellschaft dafür kritisieren, dass Sie Angst haben, einen Haftbefehl gegen eine ‚Hi-So‘ Person zu erlassen“, schrieb der Anwalt auf seinem Facebook-Account. „Hi-so“ bezieht sich auf eine hochkarätige und reiche und berühmte Persönlichkeit.

Pol Maj Gen Trairong sagte, die Polizei zögere in dem Fall nicht, da sie noch die Berichte von Zeugen und weitere Beweise sammeln müsse.

Das Exekutivmitglied der Demokraten, Rachada Dhnadirek, sagte am Freitag, die Partei unterstütze alle Opfer, rechtliche Schritte einzuleiten, und werde keine Übeltäter schützen. Sie erwähnte Herrn Prinn in einer auf der Facebook Seite der Partei veröffentlichten Erklärung nicht namentlich. / Bangkok Post

 

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
20. April 2022 8:57 am

siehe unten!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
18. April 2022 11:42 am

Ja, der Fall laeuft schon einige Tage und er wurde bereits gegen Kaution freigelassen bevor er ueberhaupt festgenommen war. Amazing Thailand!

Angeblich hat sein Anwalt den "Opfern" schon mehrere Millionen Schweigegeld angeboten.

Dieser Fall hat Alles was eine zuenftige Thai Soap ausmacht:

Einen kleinpimmeligen Moechtegern Macho und seine gefuehlten Opfer die sich in thailaendischer Doppelmoral und Scheinheiligkeit suhlen.

Da die Faelle schon mehr als ein Jahr alt sind wurden sie wohl zwecks Ablenkung erst jetzt veroeffentlicht.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
19. April 2022 9:03 am
Reply to  STIN

Nichts ist zu weit hergeholt oder zu Hahnebuechen als dass es  STIN nicht zur Verteidigung seines geliebten TH und seiner alternaivlosen Militaerdiktatur missbrauchen wuerde.

Wie waere der Fall Michael Jackson in TH abgelaufen ?

 

A Wenn Michael Jackson ein Thai gewesen waere?

Waere jeder der in TH darueber berichtet haette wegen Fake News verfolgt und bestraft worden. Wenn nicht schlimmeres.

B Wenn Michael Jackson ein Auslaender gewesen waere ?

Wuerden wir heute noch (13 Jahre nach seinem Tod) Fortsetzungsgeschichten ueber seine Missetaten in der NATION lesen koennen und er waere zu ca 1254 Jahren Brutto Knast verurteilt worden.

So ist Thailand.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
20. April 2022 9:07 am
Reply to  STIN

Nein, eben nicht so wie in den USA  sondern genauso wie ich geschrieben habe:

 

A Wenn Michael Jackson ein Thai gewesen waere?

Waere jeder der in TH darueber berichtet haette wegen Fake News verfolgt und bestraft worden. Wenn nicht schlimmeres.

B Wenn Michael Jackson ein Auslaender gewesen waere ?

Wuerden wir heute noch (13 Jahre nach seinem Tod) Fortsetzungsgeschichten ueber seine Missetaten in der NATION lesen koennen und er waere zu ca 1254 Jahren Brutto Knast verurteilt worden.

So ist Thailand.

Der Fall hat in TH aber noch eine andere politische Bedeutung.
Es wird hier ja immer so getan als waere der Fall negativ fuer die Regierung weil die DP Regierungspartei ist.
Der kleine Frauenversteher ist aber zurueckgetreten weil er keine Koalition mit Prawits Militaerpartei haben wollte.Das heisst, er ist so gesehen ein Oppositionspolitiker und schon deshalb zum Abschuss freigegeben.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
21. April 2022 9:15 am
Reply to  STIN

Viel Text ohne jegliche Aussage.

Ich habe nichts dagegen wenn Taeter und Opfer sich aussergerichtlich uebr Entschaedigungszahlungen einigen.

Aber dies betrifft ausschliesslich den Zivilrechtlichen Aspekt.

Es geht hier aber ums Strafrecht.Eine zivilrechtliche Einigung darf niemals das Strafrecht ersetzen.

Nein, ich finde auch nicht dass in thailaendischen Knasts Paedophile richtig aufgehoben sind.

Aber es geht um Therapiemassnahmen zu denen ein Taeter gezwungen werden kann. In den USA geht es bis zur chemischen Kastration.

In TH ist das Strafrecht in solchen Faellen vielleicht sogar ausreichend.

ABER ES WIRD NICHT UNPARTEIISCH ANGEWENDET

Die uebliche Thai Malaise

In der verklemmten heuchlerischen Thai Gesellschaft wird Vergewaltigung und Sex mit Minderjaehrigen als Kavaliersdelikt (wenn ueberhaupt) angesehen mit dem die Taeter noch prahlen und die Schuld viel zu oft den Opfern in die Schuhe geschoben.