Bangkok: Arbeitsministerium möchte 50.000 Arbeitnehmer ins Ausland vermitteln

Das thailändische Arbeitsministerium beabsichtigt, in diesem Jahr 50.000 thailändische Arbeitnehmer ins Ausland zu entsenden, nachdem sich die globale Covid-19 Situation verbessert hat.

Das Ziel wurde laut dem PR-Büro des Arbeitsministeriums (DoE) kürzlich bei einem Treffen unter dem Vorsitz von Arbeitsminister Suchart Chomklin zwischen dem Ministerium und 127 Arbeitsvermittlungsfirmen bekannt gegeben.

An dem Treffen nahm auch DoE-Generaldirektor Pairoj Chotikasathien teil, hieß es.

Das Büro sagte, die Covid-19 Pandemie habe zu Reisebeschränkungen geführt und viele Länder gezwungen, ihre Pläne zum Import von Arbeitskräften zu verschieben.

Jetzt seien die Beschränkungen jedoch weitgehend gelockert worden und Thailands Arbeitsexporte dürften in beträchtlicher Zahl wieder aufgenommen werden, hieß es.

In diesem Jahr rechnet das Arbeitsministerium mit der Entsendung von rund 50.000 Arbeitnehmern ins Ausland, teilte das Büro mit.

Herr Pairoj sagte unterdessen, Firmen und Beamte hätten während des Treffens Meinungen und Vorschläge zu diesem Thema ausgetauscht.

Er sagte, alle Beiträge des Treffens würden die Wohlfahrts- und Rechtsschutzaspekte für thailändische Migranten verbessern.

Er sagte, dass Herr Suchart während des Treffens erklärt habe, dass die Regierung einen Plan habe, um den Export von Arbeitskräften auszuweiten.

Bisher wurden Arbeitsexportabkommen mit zwei Ländern unterzeichnet: Saudi-Arabien nach der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen und Japan.

Unterdessen wird ein Farming Visa Programm mit Australien bearbeitet und Arbeitsexportprogramme mit den Vereinigten Arabischen Emiraten umgesetzt.

Herr Pairoj bemerkte, dass Betrügereien mit falschen Stellenanzeigen im Internet weit verbreitet sind.

Viele Menschen wurden dazu verleitet, für Internetbetrügerbanden in anderen Ländern zu arbeiten.

In den Medien wird weithin berichtet, dass viele Thailänder dazu verleitet wurden, für Callcenter-Betrüger in Kambodscha zu arbeiten, was zu einer Rettungsaktion der thailändischen und der kambodschanischen Polizei in einem gemeinsamen Vorgehen führte.

Vor zwei Wochen sagte Polizeileutnant Surachate Hakparn, stellvertretender Chef der nationalen Polizei, den Medien, dass mehr als 1.500 Thailänder betrogen und gezwungen wurden, illegal in Kambodscha zu arbeiten, hauptsächlich wegen Callcenter-Betrug.

Polizei Generalleutnant Surachate, der auch für die Bekämpfung des Menschenhandels zuständig ist, sagte, die Opfer seien durch das Versprechen hoher Einnahmen angelockt worden.

Die falschen Stellenausschreibungen erfolgten auf leicht zugänglichen Online-Plattformen und Bewerbungen.

Abgesehen von den Callcenter-Betrügern in Kambodscha wurden viele Opfer von Banden, die sie dazu verleiteten, als Landarbeiter in Australien und in Spa-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu arbeiten.

Der Abteilungsleiter sagte, es habe Foren eröffnet, um Arbeitssuchende über Beschäftigung im Ausland aufzuklären und landesweit gründliche Hintergrundprüfungen von Arbeitsvermittlungsfirmen durchzuführen.

Herr Pairoj hat gewarnt, dass das Schalten von Stellenanzeigen ohne Erlaubnis mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Höchststrafe von 60.000 Baht oder beidem geahndet werden kann. / Bangkok Post

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8 Antworten zu Bangkok: Arbeitsministerium möchte 50.000 Arbeitnehmer ins Ausland vermitteln

  1. Siamfan sagt:

    Über diese "Steuer-Brücke" gehe ich nicht. 

    Das können Sie einem erzählen,  der die Hise mit der Beißzange zumacht. 

  2. berndgrimm sagt:

    Ich habe mit Japanern in HH mal gearbeitet – schreckliche Arbeitskultur.

    Ich habe 23 Jahre fuer Japaner gearbeitet und kann nur zustimmen.

    Sie suchen Alle den Karoshi . Auch fuer mich. Nein Danke.

    Ist natuerlich totaler Quatsch.

    Ja ,die japanische Arbeitskultur ist ganz anders.Die Salary Men (Manager ,Ingenieure)sind viel mehr mit ihren Firmen verheiratet als mit ihren Frauen.

    Hat aber auch grosse Vorteile , die Firma sorgt fuer sie. Auch Privat.Egal ob es um Kindergarten , Schule, College , Uni  fuer ihre Kinder oder um Eheprobleme mit ihren Frauen geht. Die Firma regelts.

    Dafuer verlangt sie absolute Loyalitaet und Unterwerfung (klingt wie ne Ehe).

    Wir Gaijin haben Glueck, wir werden garnicht fuer voll genommen (fast wie in TH) weil wir nach deren Regeln garnicht Satisfaktionsfaehig sind.

    Sag ich doch: Ican't get no satisfaction!

    Ich war einer der wenigen Nicht-Japaner der an deren Gemeinschaftsbildungsmassnahmen teilgenommen hat.Ein Abenteuerurlaub der besonderen Art.Aber ich habe es nicht nur ueberlebt sondern mir hat es auch  gefallen.Sag ich mal 40 Jahre spaeter.

    Jedenfalls habe ich heute noch japanische Freunde (nicht nur Freundinnen).Ich koennte auch problemlos in Japan leben wenn es nicht so teuer waere.

  3. Siamfan sagt:

    "Arbeitsexporte" was Schrecklicheres habe ich schon lange nicht mehr gehört!!! 

    In D gibt es "Wanderarbeiter"die körperlich schwere und einfache  Arbeiten bei niedrigen Löhnen übernehmen. 

    Diese Wanderarbeiter gibt es in TH auch. 

    In D gibt es aber nicht  diese Arbeitsexporte!!! 

    Warum gibt es in TH nicht genügend Arbeit? Gibt es doch sonst bräuchte man ja keine Wanderarbeiter. 

    Wo ist der Unterschied zwischen Gummischneiden in TH und Beerenpflücken in XYZ? 

    Vorhin kam in der DW ein Bericht über Portugal. Da mußten sich 6 Wanderarbeiter einen engen Raum mit Etagenbetten teilen und mußten dafür 1.000 € zahlen. 

    Um überhaupt den Job zu bekommen,  mußten Sie soviel "anzahlen" , da blieb das erste halbe Jahr kein Gewinn!!!!! 

    Vielleicht sollte das Arbeitsministerium mal nach anderen Lösungen im Land suchen. 

    Devisenüberschüsse sind nicht alles!!!! 

     

    • STIN sagt:

      “Arbeitsexporte” was Schrecklicheres habe ich schon lange nicht mehr gehört!!!

      Ja, gibt es weltweit sehr häufig, meist bei armen Ländern.

      So werden auf Kuba Ärzte sehr gut ausgebildet und danach auch exportiert, weltweit.
      Auf den Philippinen sind es Krankenschwestern, die weltweit gesucht werden usw.

      In D gibt es “Wanderarbeiter”die körperlich schwere und einfache Arbeiten bei niedrigen Löhnen übernehmen.

      War mal – vom Osten.
      Da zogen Polen, Tschechen usw. durch die DE und boten Malerarbeiten, Bauarbeiten usw. an, recht günstig.
      Seit sie in der EU sind, können sie hier normal arbeiten, die ziehen also nicht mehr rum.

      In D gibt es aber nicht diese Arbeitsexporte!!!

      Es gibt zwar beim AA eine Stelle für Auslands-Vermittlungen für Jobsuchende, aber
      nicht allzu häufig benutzt.
      DE ist ja nicht arm. Nur die Bürger…. 🙂

      Warum gibt es in TH nicht genügend Arbeit? Gibt es doch sonst bräuchte man ja keine Wanderarbeiter.

      Wanderarbeiter sind für Baufirmen, Bekleidungsfabriken, Fischinddustrie günstiger und die arbeiten besser und genauer.
      Trinken weniger und sind pünktlich.

      Wo ist der Unterschied zwischen Gummischneiden in TH und Beerenpflücken in XYZ?

      Gummischneiden in TH ist sicherer, dass man nicht ausgebeutet wird 🙂
      In Schweden wird Sklavenarbeit gefordert und bringt man die Leistung nicht, bekommt man auch kein Geld.
      Angeblich schlimmer wie in Saudi-Arabien, dort ist die Arbeit auch schwer, aber die zahlen wohl wenigstens.

      https://taz.de/Gastarbeiter-in-Schweden/!5137698/

      Vorhin kam in der DW ein Bericht über Portugal. Da mußten sich 6
      Wanderarbeiter einen engen Raum mit Etagenbetten teilen und mußten dafür 1.000 € zahlen.

      Das wäre dann pro Person um die 170 EUR – naja, für ein Bett pro Monat, geht es eigentlich noch.

      • Siamfan sagt:

        Jetzt ist meine Antwort schon zum zweiten Mal verschwunden!!! 

        Die Funktion 'Direktantworten'geht auch nicht direkt. 

        In TH arbeten etwa 5mio Wanderarbeiter! 

        Ich hatte ein Einfamilienhaus in einer Palmölplantage für 1.000TB gemietet. 

        Meine Vermieter,  (Beide Beamte) hatten ihren Job pausiert und haben selbst Gummigeschnitten. 

        Eine Wohneinheit für Burmesen (5-10 inkl Kinder), kostet etwa 2.000 Bath.

        170 € entsprechen etwa 6.000TB!

        Die Türkei istnach meiner Erinnerung GsD immer noch nicht in der EU.

        Das mit der NATO hat sich hoffentlich auch bald erledigt!?
        Zumindest für die Erdogans!!!

        Einfach mal die Tabelle unten ansehen (wurde schon zigfach gelöscht)!
        Was wäre, wenn man in TH die Vulkanasche erschließt und als Dünger absackt!?
        Den streut man in der Regenzeit in die Wälder! Da würde das CO2 knapp werden!!!!
        Dann noch den Grundwasserspiegel WIEDER anheben und KlimaChange wäre kein Thema mehr.
        Steuer anheben und TH könnte Berge versetzen.
        Warum sollen Chinesen in TH weniger Steuern zahlen als in China? Oder führen sie Steuern an China ab???
        555555

      • STIN sagt:

        Warum sollen Chinesen in TH weniger Steuern zahlen als in China?

        Chinesen zahlen in TH Steuer nach den Gesetzen von TH und in China nach den Gesetze von China.
        Die zahlen in TH nicht weniger als Thais, eher mehr.

  4. berndgrimm sagt:

    Ja, es wird Zeit endlich mehr Arbeitslose zu exportieren damit wenigstens die thailaendischen Menschenhaendler und ihre staatlichen Berater etwas verdienen koennen.

    • STIN sagt:

      NEIN , STIN , dies war kein Lob fuer diese Militaerdiktatur oder deren eingesetzte Behoerdenleiter im Familienbad.

      Hier wirfst du wieder alles in einen Topf.

      Richtig, es gibt Offices, die Thais ins Ausland vermitteln, die eher der Mafia zuzuordnen sind.
      Nach Ankunft wird der Pass abgenommen und man arbeitet als Sklave.

      Bei staatlichen Vermittlungsstellen, läuft das etwas anders. Da wird der
      Arbeitnehmer vom Konsulat in Japan oder eben SA betreut. Sah man auch bei der
      Ukraine, als die Thai-Konsulats-Beamten die Thais an der Grenze betreuten und ihnen
      dann bei der Rückreise in die Heimat half.

      Aber nichts desto trotz, nach SA würde ich als Thai sicher nicht wollen. Japan ist sicher ok,
      keine leichter Job, aber mehr Rechtssicherheit.
      Ich habe mit Japanern in HH mal gearbeitet – schreckliche Arbeitskultur.

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