Bangkok: Nationalpark-Department beschließt doppelte Preisgestaltung für Ausländer

Die Vorschriften des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation National Park haben eine doppelte Preisgestaltung der Eintrittsgebühren für Nationalparks, Waldparks, botanische Gärten und Arboreten angekündigt. Gültig ab 7. Juni 2022.

Die Ankündigung zeigt eine Fortsetzung der langjährigen Politik der doppelten Preisgestaltung, bei der Ausländer aufgefordert werden, höhere Gebühren zu zahlen, in diesem Fall das Fünffache der von Thailändern verlangten Gebühren.

Zum Beispiel betragen die Kosten für thailändische Kinder 10 THB, aber für Nicht-Thailänder 50 THB. Für Erwachsene beträgt die Gebühr 20 THB, für Ausländer 100 THB. Thailändische Senioren über 60 Jahre sind kostenlos, während Ausländer immer noch die Gebühr von 100 THB zahlen.

Eine übliche Reaktion auf die doppelte Preispolitik von Expats ist, dass sie sagen, dass sie diesen Attraktionen einfach fern bleiben werden. Die doppelte Preisgestaltung für Langzeitansässige ist einer der umstrittensten Aspekte des Lebens in Thailand für viele Expats, die sich über ihre erheblichen finanziellen Beiträge zur thailändischen Wirtschaft äußern.

Im Jahr 2020 sagte Yuthasak Supasorn, der Gouverneur der Tourismusbehörde von Thailand (TAT), dass die TAT mit der Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz über die Beendigung der doppelten Preisgestaltung für Expatriates sprechen werde.

Herr Yuthasak sagte dann, der Schritt werde es Expats ermöglichen, Geld zu sparen, so dass sie mehr ausgeben könnten, um den Inlandstourismus anzukurbeln.

Er sagte, die Agentur wolle einen Personalausweis für Expats einführen, um sie von Touristen zu unterscheiden, damit ihnen der gleiche Preis wie Einheimischen berechnet werde.

„Der Schlüsselfaktor ist, dass wir Expats gleich behandeln müssen, ohne Diskriminierung oder eine negative Einstellung gegenüber Ausländern“, sagte er. Allerdings scheinen diese Absichten vor allem bei den Nationalparkbehörden auf taube Ohren gestoßen zu sein.

Die doppelte Preisgestaltung ist nicht nur ein thailändisches Phänomen, da viele Länder solche Praktiken haben, wenn auch subtiler und viel zurückhaltender als Thailands Nationalparkpolitik.

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BröselWerner
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BröselWerner
11. Juni 2022 9:11 pm

Ich kann berndgrimm nur vorbehaltlos zustimmen.

KoratCat
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8. Juni 2022 3:52 pm

Verständlicher wäre ein Preis für Alle und ein Rabatt für Thais (mit Personalausweis). Ein 400% Aufschlag für Farangs ist einfach der falsche Weg. Ich begleite meine Thai-Familie deshalb schon lange nicht mehr in solche Situationen, wo selbst die Kinder fragen, warum der Lung so viel mehr für sich selbst zahlen muss, wo er doch immer für die ganze Familie zahlt, zu der er auch gehört.

Auch wenn meine Frau das Geld überreicht, verlangen die mehr für mich. Da fühlen sich selbst meine Thai-Verwandten nicht wohl!

Sniper
Gast
Sniper
8. Juni 2022 6:14 pm
Reply to  KoratCat

Verständlicher wäre ein Preis für Alle und ein Rabatt für Thais (mit Personalausweis)

Und wo ist dann bitteschön der Unterschied zur "doppelten Preisgestaltung"?
Denkt hier überhaupt noch jemand mit?

KoratCat
Gast
9. Juni 2022 9:50 am
Reply to  Sniper

"Denkt hier überhaupt noch jemand mit?"

Das hab ich mich bei jenem "Kommentar" auch gefragt! Wenn in Deutschland Kurtaxen erhoben werden, damit die Besucher auch mit für die Kosten der Schönheit der Stadt ausser ihrem Anteil an den allgemeinen Verbrauchssteuern aufkommen, kann ich es den Thais nicht verdenken, wenn sie im Hinblick auf ausländische Besucher in ähnlichen Fällen ebenso handeln. Dass Hunderte von Prozenten Aufschlag nicht gerade proportional sind, steht sicher ausser Frage.

Schön wäre, wenn bei aller Propaganda gegen jenes dual pricing auch die Vorteile bedacht würden, die Expats hier genießen, nämlich i. d. R. keine Steuern auf ihr Einkommen zu zahlen. Das fiele im Falle eines solchen Personalausweises für Expats natürlich weg. Es müsste dann dem Gesetz entsprechend das (im Steuerjahr) im Auswand erworbene und nach Thailand (im Steuerjahr) eingeführte Einkommen versteuert werden.

Vermeidungsmöglichkeit wäre dann, das im Steuerjahr im Ausland erworbene Einkommen erst ein oder zwei Jahre später nach Thailand einzuführen. Aber es stöhnt doch schon jeder über die 800.000 Baht auf Thai-Konto für die Extension of stay. Dann noch ein oder zwei Jahreseinkommen auf Konto in DACH zur Steuervermeidung?

berndgrimm
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berndgrimm
9. Juni 2022 10:31 am
Reply to  KoratCat

Dies ist eine neue Qualitaet des Auslaenderhasses dieses Regimes!

Meine Thai Frau hat mich bisher immer zum Thai Preis reingebracht.Ausser in Pattaya.Aber dort lohnen sich die "Attraktionen" noch nicht mal zum Thai Preis.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
10. Juni 2022 11:24 am
Reply to  berndgrimm

Nicht nur durch STINs Unterstellungen wird Thanathorn wahrscheinlich nie Thai PM werden.

Diese Militaerdiktatur herrscht seit 8 Jahren und in ihrer Zeit wurde ausschliesslich Auslaenderhass gepredig.

Sollte es wirklich mal zu einer Regierung der Oppositionsparteien kommen so moechte ich doch erstmal abwarten und sehen was sie wirklich machen. Das Vorverurteilen ueberlasse ich STIN , der kann sowas viel besser.

Und nochetwas zu Korat Cat:

Ich bin Rentner,verdiene kein Geld in TH , und muss hier auch keine Steuern bezahlen. Hab also ueberhaupt keinen Vorteil.

Natuerlich bin ich dafuer dass die Leute die hier Geld verdienen auch besteuert werden.Diejenigen die hier als Angestellte arbeiten werden besteuert.

Auch ich bin gegen die 800/400k Regel.Das ist die Basis fuer permanenten Betrug.Es sollte durchaus ein Mindesteinkommen gefordert werden denn auch Anleger und Freiberufler haben ein Einkommen oder muessen von der Substanz leben.

65k sind aber unrealistisch viel 35k waere genug mit einer Kulanzloesung fuer Kleinrentner und Hartz 4 die schon hier leben und einen Beitrag zur Gesellschaft leisten.Die sollten auch noch Unterstuetzung aus D (z.B.) bekommen weil sie dort noch mehr Sozialhilfe kosten wuerden.

Ja, natuerlich wuerde ich hier Kurtaxe oder Tourismusgebuehr bezahlen wenn ich dafuer auch etwas geboten bekaeme und wenn reiche Thai die gleiche Gebuehr bezahlen muessten.

Was die Besteuerung angeht: Eine Besteuerung auslaendischer Einkommen sollte es nur im Rahmen von Doppelbesteuerungsabkommen geben.

Norwegen und Finland haben sowas mit TH weshalb sie ihre Renten lieber in TH versteuern weil es billiger ist.

Ich bekomme den Hauptteil meiner Rente aus LUX wo die Rente auch Brutto ist und Steuer und Sozialversicherung dafuer anfallen.

Die zahle ich auch lieber in LUX weil wir hohe Freibetraege haben und einen Sozialstaat der auch etwas fuer seine Buerger (auch Auslaender) tut.

Man sollte nie vergessen dass die Basis des heutigen thailaendischen Reichtums von Auslaendern kommt.

Die gesamte thailaendische Industrie wurde von Japanern,Chinesen,Amerikanern und Europaern errichtet.

Auch die Hotels , Airlines etc.

Dazu bekam TH bis vor wenigen Jahren noch Entwicklungs- bzw Wirtschaftshilfe vom Ausland.

Die auslaendischen Touristen , besonders Expats  und sogar die Sextouristen haben mehr an Sozialhilfe geleistet als der thailaendische Staat, geschweige denn die reichen Thai die den armen unsere Hilfe aus den Taschen gezogen haben.

Auch wenn STIN hier immer so tut als waere TH ein mit DACH vergleichbares Land , es ist es eben nicht.

Jeder ehrliche Expat der hier ein wenig Erfahrung hat wird dies bestaetigen und STIN ist auch aus diesem Grund von hier gefluechtet.

Natuerlich erscheinen hier einige "einfache" Regelungen sehr attraktiv und sind sicher nachahmenswert, aber man sollte das Gesamtbild sehen.

Aus meiner Erfahrung glaube ich keinem thailaendischen Amtstraeger.Wenn ein Thai zu mir sagt :This is law" dann weiss ich dass er mich bescheissen will oder schon beschissen hat und dies nur zementieren will.

Thai Amtstraeger sind meist absolut unglaubwuerdig und koennen nur Lug und Trug.Ihr groesster persoenlicher Triumph ist es einen Farang zu bescheissen. Egal wie.Das kommt durch ihre Xenophobie und Minderwertigkeitskomplexe.Besonder bei der derzeitigen Militaerdiktatur.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
11. Juni 2022 8:46 am
Reply to  berndgrimm

Um mit dem Letzten anzufangen: Natuerlich wuerde ein Thai niemals zu STIN sagen "This is law" weil er weiss das STIN dies viel besser weiss. Deshalb lebt er ja jetzt auch in D.

Wenn es um die Verurteilung von Beamten angeht laeuft STIN bei mir offene Tueren ein.Natuerlich gibt es Gruende weshalb Leute die Arbeit nicht fuerchten und bereit sind Leistung zu bringen lieber in die Privatwirtschaft gehen.Es ist sicher nicht nur die Bezahlung.

Also ich lebe  im Gegensatz zu STIN ja immer noch in TH und habe frueher genau wie STIN gegen Yingluck geschrieben. Aber Eines kann man ihr sicher nicht vorwerfen: So Auslaenderfeindlich gewesen zu sein wie es diese Militaerdiktatur seit 8 Jahren ist.Nicht nur Anutin.STIN ist wie ein Thai: Die Schuld immer auf Andere schieben und ein Bauernopfer zu haben.

Rassismus und Nationalismus kommen ueberall bei Unterbelichteten gut an. Sie werden verbreitet um von den wirklich Schuldigen abzulenken. Auch Bauernopfer gehoeren dazu.

Na ja , da STIN noch nie selber in LUX als Angestellter gearbeitet hat , weiss er zwar Alles besser (von Bloomberg und Moody's) hat aber leider garkeine Ahnung.Ich habe 23 Jahre in LUX gelebt und gearbeitet und profitiere heute noch davon.

LUX ist heute ein relativ reiches Land, aber nicht nur durch (deutsche) Steuerfluechtlinge. LUX war in der Geschichte meist arm und hatte zweimal Volksabstimmungen ob man sich F oder D anschliessen sollte oder unabhaengig bleiben sollte. Beide Male gab es eine knappe Mehrheit fuer die Unabhaengigkeit.

LUX war vor den Banken schon einmal relativ Reich.

Am Beginn des letzten Jahrhunderts erreichte LUX durch Kohle,Erz und Stahl einen gewissen Reichtum.Die damals regierende Grossherzogin Charlotte erliess Sozialgesetze von denen wir noch heute profitieren.Nur Norwegen hat bessere.

Aber hier geht es ja um TH. Eigentlich muesste ich ja STIN zustimmen wenn er meint dass sich in TH nicht viel aendern wird.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und allein die Tatsache dass zukuenftig nicht mehr die Masken von Prayuth,Prawit und ihren Mitkassierern die Fernsehsender vollmachen ist schon eine gewisse Erleichterung.

Leider hatte diese unsaegliche Militaerdiktatur fuer mich ein unguenstiges Timing.Wenn sie schon 2006 gekommen waere haette ich noch genug Lebenszeit gehabt um uns in Portugal oder Zypern einzurichten , oder sie haette auch noch die paar Jahre warten koennen bis ich im naechsten besseren Leben bin.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
8. Juni 2022 10:50 am

Er sagte, die Agentur wolle einen Personalausweis für Expats einführen, um sie von Touristen zu unterscheiden, damit ihnen der gleiche Preis wie Einheimischen berechnet werde.

Dies habe ich seit Jahren gefordert.Heute ginge es mit QR Code ueber den die Biometriedaten und auch die Visadaten abrufbar waeren.

Natuerlich wuerden dadurch auch auch die willkuerlichen Behoerdenunterstellungen schwieriger, aber man kann ja auch eine App faelschen.

Die Farang Abzocke wird nie abgeschaft, dazu muessten die jeweiligen Machthaber erstmal erwachsen werden und ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe ueberwinden.

Die Thai Ziffern waren das Erste was ich in Thai lesen gelernt habe.Vor 38 Jahren wurde auf den Maerkten noch in Thai Zahlen ausgeschildert.

Eine Attraktion nicht zu besuchen wenn dort Farang Preise verlangt werden ist die einzig richtige Reaktion. Meist verpasst man auch nix weil diese Attraktionen den Farang Preis nicht Wert sind.

Sniper
Gast
Sniper
8. Juni 2022 6:25 pm
Reply to  berndgrimm

Er sagte, die Agentur wolle einen Personalausweis für Expats einführen, um sie von Touristen zu unterscheiden, damit ihnen der gleiche Preis wie Einheimischen berechnet werde.

Dies habe ich seit Jahren gefordert.

Ja, schon Sch…lecht, wenn niemand auf dich hört.
Aber dafür hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.

Natuerlich wuerden dadurch auch auch die willkuerlichen Behoerdenunterstellungen schwieriger,

Könntest du dies bitte etwas näher erläutern?

Die Farang Abzocke wird nie abgeschaft,

Solange wir leben nicht, da gebe ich dir Recht.

Die Thai Ziffern waren das Erste was ich in Thai lesen gelernt habe.

Dies ist auch vernünftig. Sollte man sowieso immer machen.

Eine Attraktion nicht zu besuchen wenn dort Farang Preise verlangt werden ist die einzig richtige Reaktion.

Ganz deiner Meinung.
Ich jedenfalls werde nicht mehr als die Eingeborenen bezahlen.
Dann besuche ich diese Attraktionen eben nicht.
So müssten dies allerdings ALLE tun, damit die Jungs wach werden.
Und immer schön über die doppelten Preise verbal aufregen 😉

Jean CH
Gast
Jean CH
11. Juni 2022 2:00 pm
Reply to  Sniper

Personalausweis für Expats; vor etlichen Jahren musste man die rosarote ID-Karte für Ausländer auf dem Gemeindebüro machen lassen! Mit Foto, Geburtsdatum ,Adresse, alles in thail Sprache notabene, ID-Nummer. zweimalig unterschrieben!  Mit dieser Karte habe ich problemlos immer den Eintrittspreis für Thais bezahlt, einmal noch weniger als meine Frau, weil ich über 65 Jahre alt bin. Einzig im Zoo in Korat wollte man von dieser Karte nichts wissen, worauf wir auf einen Besuch verzichtet haben. Es ist ja nicht nur Thailand, wo ein Unterschied zwischen Einheimischen und Fremden gemacht wird. Das gab es schon in den 60er Jahren in der Schweiz. Ich habe damals in Saas-Fee gewohnt, ( Carl Zuckmayer war mein Nachbar). Es gab eine dreiteilige blaue ID-Karte, der dritte Teil galt als sogenannter "Einheimischen-Ausweis".  Damit hat man für Postauto, Skilifte, Bergbahnen etc nur einen Bruchteil dessen bezahlt, was für Touristen und Gäste fällig war.

Sniper
Gast
Sniper
7. Juni 2022 8:52 am

Ich hoffe nur, dass die Ausländer diese Diskriminierung nicht mitmachen, und diesen “Attraktionen” fern bleiben.

Ich jedenfalls bezahle keinen höheren Preis als meine Frau.
Und so sollten es alle halten.

Hinterhältig ist es auch, die preise für Thais in Thai und die Preise für Ausländer “Englisch” auszuzeichnen.
In Chiang Mai hatte ich mal eine Speisekarte mit zwei verschiedenen Preisen gesehen.
Da fällt mir nix zu ein!