Chiang Rai: Kapitän des Nok Air Fluges, der am Flughafen Chiang Rai von der Landebahn gerutscht war, wird von den Aufsichtsbehörden vorgeladen

Der Kapitän des Nok Air Fluges, der am Flughafen Chiang Rai von der Landebahn gerutscht war, wird von den Aufsichtsbehörden vorgeladen, um zu erklären, warum die Passagiere nach dem Unfall etwa eine Stunde lang an Bord des Flugzeugs gehalten wurden.

Suttipong Kongpool, der Generaldirektor der Zivilluftfahrtbehörde von Thailand (CAAT), sagte am Montag (1. August), dass der Chefpilot von Flug DD108 angewiesen werde, die Entscheidung zu verteidigen.

„Die Begründung für die Entscheidung ist, was die CAAT vom Kapitän hören muss“, sagte Herr Suttipong der Nachrichtensendung „Inside Thailand“.

Der Don Mueang – Chiang Rai Flug mit 164 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern rutschte von der Landebahn und sein Fahrwerk brach zusammen, als er am Samstagabend bei starkem Regen in Mae Fah Luang in der nördlichen Provinz landete. Es gab keine Verletzungen.

Der Kapitän stellte nach dem Unfall die Triebwerke der Boeing 737-800 ab und ließ die Passagierkabine im Dunkeln und ohne Klimaanlage zurück.

Die Passagiere wurden dann aufgefordert, an Bord zu bleiben, bis die von der Fluggesellschaft arrangierten Busse eintrafen, um sie zum Terminal zu bringen.

Nach etwa einer Stunde waren erst weniger als 20 Passagiere mit Lieferwagen abgereist. Die restlichen Passagiere beschwerten sich über die stickige Luft in der Kabine, den Mangel an frischer Luft, der zu Atembeschwerden führte, und die möglichen Gefahren, im Dunkeln auf ihren Sitzen zu bleiben.

In einem Video, das von einem Passagier in der Kabine aufgenommen wurde, war zu hören, wie ein weibliches Besatzungsmitglied versuchte, die wütenden Passagiere zu beruhigen und ihnen sagte, sie sollten sitzen bleiben. Sie sagte: „Passagiere sind auf Start- und Landebahnen nicht erlaubt.“

Die Passagiere bestanden darauf, das Flugzeug zu verlassen, und der Kapitän erlaubte schließlich, eine der acht Notausgangstüren zu öffnen, damit sie auf einer Rutsche aussteigen konnten.

Gemäß den internationalen Luftfahrtprotokollen müssen laut dem CAAT-Chef alle Passagiere innerhalb von 90 Sekunden nach einem schweren Vorfall aus dem Flugzeug evakuiert werden. Aber die Evakuierungsregeln seien auch flexibel, abhängig von den Umständen und der Sicherheit der Passagiere und des Flugzeugs, sagte er.

„Der Kapitän ist derjenige, der die Entscheidung über die Evakuierung trifft, nachdem er die Situation einschließlich externer Faktoren bewertet hat“, sagte Herr Suttipong.

Der CAAT-Chef sagte auch, dass Passagiere im Notfall auf den Start- und Landebahnen stehen dürften, obwohl sie unter normalen Umständen verboten seien.

Es war nicht bekannt, ob der Kapitän ein Mann oder eine Frau war.

Herr Suttipong sagte, die Luftfahrtbehörde werde den Chefpiloten nicht so schnell für die langsame Evakuierung verantwortlich machen, die die meisten Passagiere ohne ausreichende Luft zum Atmen im Flugzeug hielt. Starker Regen und das Warten auf die Busse könnten auch noch Gründe für die Entscheidung sein, sagte er.

Auch Nok Air hat die Entscheidung bisher nicht erklärt.

Der Vorstandsvorsitzende von Nok Air, Wutthiphum Jurangkool, teilte der thailändischen Börse am Montag in einer Akte mit, dass die Fluggesellschaft alle Flugsicherheitsrichtlinien einhalte, um die Sicherheit aller Passagiere zu gewährleisten. Die Fluggesellschaft werde den Unfall untersuchen, sagte er.

Die Flughafenleitung von Mae Fah Luang sagte am Montag, der Flughafen habe die Notfallmaßnahmen nach dem Unfall in der Nacht zum Samstag strikt befolgt. Dazu gehörte die schnelle Entsendung von Feuerwehrfahrzeugen zum Flugzeug und die Sperrung der Start- und Landebahn zur Sicherheit anderer Flugzeuge.

Der Flughafen bleibt bis Mittwoch (3. August) geschlossen, während der Boeing-Jet entfernt und die Landebahn auf Schäden untersucht wird. / Bangkok Post

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
3. August 2022 9:55 am

Ich kenne den CEI Airport ziemlich gut weil ich dorthin immer flog wenn ich in Phayao war. Der damals neue Flugplatz mit seiner langen Runway war in der Tat in den Jungle gebaut.Aber heute ist er rundum bebaut.
Angeblich wurden die Paxe wegen “wilder Tiere” an Bord gehalten.
Na ja, dort gibt es eine Menge Schlangen und auch viele Affen.Die sind zwar sehr unangenehm aber nicht so gefaehrlich.Schlangen im fliegenden Flugzeug sind gefaehrlich weil sie nicht fluechten koennen.
Im Bericht im Aviation Herald wird klar geschrieben dass das Flugzeug bei Starkregen Aquaplaning hatte und das Fahrwerk abgerissen wurde.Es schlidderte dann baeuchlings auf das Gras neben der Runway.
Bevor es die Billigairlines gab flog TH/TG 2 mal am Tag mit A300/A310/A330 nach CEI. Meist halbleer

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