Bangkok: Premier Prayuth fordert rasche Festnahme von Red Bull Spross Vorayuth

Premierminister Prayuth Chan o-cha befahl der Royal Thai Police (RTP) am Dienstag, alles zu tun, um den Red Bull Spross Vorayuth „Boss“ Yoovidhya vor Gericht zu stellen, nachdem er nach seiner tödlichen Fahrerflucht in Bangkok vor einem Jahrzehnt untergetaucht war.

Er will auch, dass die Ermittlungen in dem Fall beschleunigt werden.

Der Premierminister habe den Befehl bei einer Kabinettssitzung gegeben, nachdem das RTP ein Update zu der Untersuchung vorgelegt habe, sagte Regierungssprecher Anucha Burapachaisri.

Was das Aufspüren von Herrn Vorayuth betrifft, sagte Herr Anucha, General Prayuth habe der RTP ständig befohlen, zu versuchen, Herrn Vorayuth wieder ins Land zurückzubringen.

Das RTP wurde auch angewiesen, die Ermittlungen gegen Staatsbeamte und andere Personen, die mit dem Fall in Verbindung stehen, zu beschleunigen, sagte Herr Anucha.

Herr Anucha ging nicht auf weitere Details der aktualisierten Untersuchung ein.

Herr Vorayuth ist auf der Flucht, seit sein Ferrari am 3. September 2012 einen Polizisten aus Thong Lor tödlich getroffen hat.

Herr Vorayuth wurde im August 2020 von einem Gremium von Staatsanwälten unter dem Vorsitz von Itthiporn Kaewthip, dem Generaldirektor der Strafverfolgungsbehörde, wegen Kokainmissbrauchs zusätzlich zu rücksichtslosem Fahren mit Todesfolge angeklagt.

Daraufhin wurde ein gerichtlicher Haftbefehl gegen ihn gemäß Abschnitt 58 des früheren Betäubungsmittelgesetzes von 1979 erlassen, das den Konsum von Kokain verbot.

Die Täter mussten mit einer Gefängnisstrafe zwischen sechs Monaten und drei Jahren rechnen, und die Verjährungsfrist betrug 10 Jahre, was für Herrn Vorayuth der 3. September 2022 gewesen wäre.

Doch als das neue Betäubungsmittelgesetz am 9. Dezember letzten Jahres in Kraft trat, wurde das Betäubungsmittelgesetz von 1979 aufgehoben.

Gemäß Abschnitt 162 des neuen Gesetzes, das auch den Konsum von Kokain verbietet, droht einem Zuwiderhandelnden eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr, und die Verjährungsfrist wurde auf fünf Jahre verkürzt.

Eine Anklage wegen Geschwindigkeitsüberschreitung gegen ihn wurde jedoch nach Ablauf der einjährigen Verjährungsfrist im Jahr 2013 fallen gelassen, gefolgt von einer weiteren Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung für ein Unfallopfer, die 2017 auslief.

Die einzige verbleibende Anklage gegen ihn ist rücksichtsloses Fahren mit Todesfolge, das mit einer Strafe von bis zu 10 Jahren Gefängnis und einer 15-jährigen Verjährungsfrist, die 2027 ausläuft, geahndet wird.

Im Mai bestimmte ein Gremium das Schicksal von Nate Naksuk, dem ehemaligen Generaldirektor des Büros des Generalstaatsanwalts (OAG), der eine Anklage wegen rücksichtslosen Fahrens mit Todesfolge gegen Herrn Vorayuth wegen der Geschwindigkeit, mit der er fuhr, fallen ließ auf ein geschätztes Niveau von unter 80 km/h reduziert. Ein erster Bericht zeigte, dass Herr Vorayuth seinen Ferrari zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Unfalls mit 177 Stundenkilometern fuhr.

Die verbleibende Anklage wurde kürzlich von der Staatsanwaltschaft erhoben.

Der Vorsitzende der Staatsanwaltschaftskommission, Patchara Yutithamdamrong, sagte, ein Treffen habe ergeben, dass Herr Nate den Fall grob fahrlässig behandelt habe, was den Ruf und die Autorität der OAG gemäß den Abschnitten 85 und 87 des Zivildienstgesetzes von 2010 schwer geschädigt habe.

Das Treffen war sich einig, dass Herr Nate die härteste Strafe der Entlassung verdient hatte. Aber sie beschlossen später, ihn seine Rente behalten zu lassen. / Bangkok Post

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Jean CH
Gast
Jean CH
29. Dezember 2022 10:33 am

Populistische Lachnummer! Die Ueberschrift müsste eigentlich wie folgt lauten: Verhindert mit allen Mitteln eine Festnahme! Seine Familie wird sich auf bekannte Art und Weise erkenntlich zeigen!

berndgrimm
Gast
berndgrimm
29. Dezember 2022 9:57 am

Wenn die Not am groessten ist………….
muessen auch die Red Bull Erben einen Propaganda Stunt fuer die gemeinsame Sache machen und den nachtaktiven Sohn ein wenig schaulaufen (oder fahren) lassen um Prayuth einen Pyrrhussieg zu verschaffen! Wohl bekomms.

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
30. Dezember 2022 5:16 am
Reply to  STIN

STIN geht in seiner Lobhudelei Propaganda wieder an den Fakten vorbei. Weder Thaksins Tochter noch Pita haben solch ein haltloses Versprechen im Wahlkampf gemacht sondern der herrschende PM Prayuth der nach 8einhalb Jahren unkontrollierter Macht nix vorteilhaftes fuer TH zustandegebracht hat und statt Taten nur leere Versprechungen zu bieten hat.
Es ist uebrigens durchaus moeglich das man irgendeine Show abzieht um so zu tun als haette Prayuth einen Erfolg.
Aber da muesste Prayuth garantieren dass er bis 2025 an der Macht bleibt um den Erben Erben wieder freizulassen und dies kann er nicht.