Burma: Junta verlangt Steuern von Arbeitern, die im Ausland einer Beschäftigung nachgehen

Die klamme Mil­itär­regierung von Myan­mar ver­langt von ihren aus­ländis­chen Arbeit­ern, dass sie einen Teil ihres monatlichen Lohns, wie ger­ing er auch sein mag, an eine von der Jun­ta kon­trol­lierte Bank über­weisen, bevor sie nach Hause zurück­kehren oder ver­suchen, einen neuen Pass zu bekom­men. Unab­hängig davon wird von Aus­län­dern aller Nation­al­itäten, die sich min­destens 183 Tage im Jahr in Myan­mar aufhal­ten, erwartet, dass sie eine Einkom­menss­teuer auf ihr weltweites Einkom­men zahlen, die in den meis­ten Fällen 25 Prozent beträgt.

Etwa 1,5 Mil­lio­nen Staat­sange­hörige Myan­mars arbeit­en mit ein­er Arbeit­ser­laub­nis legal in Thai­land und ver­di­enen meist einen monatlichen Min­dest­lohn von 7.500 Baht oder 200 US-Dol­lar. Sie müssen nun 2 Prozent oder 150 Baht an die Jun­ta-Regierung abführen. Die Botschaft von Myan­mar in Bangkok sagt, dass die Zahlun­gen dort oder bei zuge­lasse­nen Banken erfol­gen soll­ten, bevor die Arbeit­er ver­suchen, zurück­zukehren, da sie son­st Gefahr laufen, für drei Jahre das Recht auf Reisen ins Aus­land zu ver­lieren und ihnen neue Pässe ver­weigert werden.

Bess­er bezahlte Angestellte aus Übersee müssen auf 10 Prozent ihres Lohns verzicht­en, während die weni­gen Auser­wählten mit einem Jahres­ge­halt von 14.200 US-Dol­lar mit 25 Prozent besteuert wer­den sollen. Von ihnen wird erwartet, dass sie ihre Über­weisun­gen regelmäßig auf Banken in Myan­mar ein­zahlen, die vom Mil­itär kon­trol­liert wer­den. Auch die Botschaften von Myan­mar in Sin­ga­pur und Süd­ko­rea haben ähn­liche Ankündi­gun­gen gemacht. Das Glob­al New Light of Myan­mar, ein Sprachrohr der Jun­ta, hat sich zu den Einkom­menss­teuer­forderun­gen nicht weit­er geäußert, behauptete aber, dass die Staffelung der Über­weisun­gen von 2 bis 25 Prozent fair sei.

Es wird angenom­men, dass sich etwa 2.000 Aus­län­der mit ständi­gem Wohn­sitz in Myan­mar aufhal­ten. Sie arbeit­en meist für inter­na­tionale Organ­i­sa­tio­nen oder Unternehmen und umfassen eine kleine Anzahl chi­ne­sis­ch­er, amerikanis­ch­er und europäis­ch­er Expats. Die Forderung, dass sie Steuern auf ihr Einkom­men oder Ver­mö­gen zahlen müssen, ist nicht neu, wird aber offen­bar jet­zt stärk­er durchge­set­zt. Die meis­ten wer­den mit einem Satz von 25 Prozent belegt, der jährlich oder monatlich an die Banken Myan­mars zu zahlen ist. Auf der Web­site der Regierung ist nichts über Aus­nah­men oder Fra­gen der Dop­pelbesteuerung zu lesen.

Es wird angenom­men, dass die Mil­itär­regierung unter der Führung von Gen­er­al Min Aung Hlaing nach einem begin­nen­den Bürg­erkrieg, in dem bere­its große Teile des ländlichen Raums und min­destens 30 Städte an die Auf­ständis­chen abge­treten wur­den, knapp bei Kasse ist. Chi­na hat vor kurzem ein Abkom­men zwis­chen der Jun­ta und ihren Fein­den in den Gebi­eten nahe der chi­ne­sis­chen Gren­ze ver­mit­telt, aber es gibt keine Anze­ichen dafür, dass die Kämpfe in anderen Gebi­eten nachge­lassen haben. Bere­its über eine Mil­lion Myan­mar­er sind gezwun­gen, vor der Gewalt zu fliehen, und viele sind an der thailändis­chen Gren­ze gelandet, ins­beson­dere in der Stadt Mae Sot. / Pattaya Mail

 

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berndgrimm
Gast
19. Dezember 2023 10:52 am

Also die burmesischen Waffenbrueder machen nur nach was die thailaendische Junta ihnen vorgemacht hat.

Wolfgang Kempf
Gast
Wolfgang Kempf
19. Dezember 2023 7:47 pm
Reply to  STIN

Das hat Bernd bestimmt nicht gemeint.
Eher die Besteuerung von Expats.

berndgrimm
Gast
20. Dezember 2023 9:20 am
Reply to  STIN

Aha , Erpressung ist also schlimmer wenn sie Burmesen machen als wenn sie Thai machen.
Die thailaendische Junta brauchte 9 Jahre lang nicht ums Ueberleben zu kaempfen weil sie alle Macht im Ruecken hatte. Sie liess sogar Wahlen zu. Verlor diese trotz Manipulation und Wahlfaelschung und war am Ende froh dass Thaksin zurueckkam und ihnen half an der Macht zu bleiben und ihnen mit Srettha auch noch einen Kompromiss PM lieferte auf den sie alle Schuld abschieben konnte.
Um ganz sicher zu gehen liess sich Diktator Prayuth zum Geheimrat und Mitglied des Kronrats machen so dass er auch durch den 112 geschuetzt wird und Kritiker in den Knast bringen kann.
Natuerlich kann man TH mit Burma vergleichen.Die burmesische Diktatur konnte sich sogar ein paar Jahre die Friedensnobelpreistraegerin als PM Darstellerin leisten.
Soweit ist TH noch nicht.
Na ja, der Vergleich mit Nordkorea stimmt immer.
Ich habe schon lange TH als Nord Krea Light bezeichnet.
In TH arbeiten viele nordkoreanische Staatsfirmen.
TH profitiert am meisten von Nord Korea.

berndgrimm
Gast
20. Dezember 2023 8:50 am
Reply to  Wolfgang Kempf

Genau das.

berndgrimm
Gast
20. Dezember 2023 8:56 am
Reply to  STIN

Siehe unten. Aber es konnte jeder in der BP und wohl sogar hier lesen dass die RTAF Angriffe gegen Stellungen der Minderheiten in Burma zur Unterstuetzung des burmesischen Militaers geflogen ist.
Im Gegensatz zu STIN’s Propaganda hat die thailaendische Militaerdiktatur sehr gute Beziehungen zu ihren Waffenbruedern in Burma.Nein , nicht nur Prawit sondern auch Prayuth.