Bangkok: Regierung klärt Missverständnis auf, wegen der Erklärung über angebliches Lithium-Vorkommen in Thailand

Das Min­is­teri­um für Grund­stoffind­us­trie und Berg­bau hat erk­lärt, dass es offen­bar ein Missver­ständ­nis darüber gibt, dass zwei große Lithi­umvorkom­men in der Prov­inz Phang-nga 14,8 Mil­lio­nen Ton­nen Lithi­um enthal­ten und Thai­land damit nach Bolivien und Argen­tinien die drittgrößte Lithi­umquelle der Welt ist.

Das Min­is­teri­um stellte klar, dass in den Peg­matit­gesteinen der bei­den Lager­stät­ten Ruangki­et und E‑thum tat­säch­lich Lep­i­dolith und nicht Lithi­um gefun­den wurde. Der Lep­i­dolith enthält etwa 0,45 % Lithi­um, was zwar nicht viel ist, aber reich­lich genug, um ein kom­merzielles Poten­zial für die Her­stel­lung von Lithi­um-Ionen-Bat­te­rien für Elek­tro­fahrzeuge zu haben.

Laut Geol​o​gy​.com ist Lep­i­dolith ein seltenes, lithi­um­re­ich­es Glim­mer­min­er­al, das in der Regel rosa, rot oder vio­lett gefärbt ist. Es ist das am häu­fig­sten vork­om­mende lithi­umhaltige Min­er­al und dient als Neben­erz für Lithi­um­met­all, wobei Rubid­i­um und Cäsi­um manch­mal als Neben­pro­duk­te anfallen.

Nach Angaben des Min­is­teri­ums beste­ht die Möglichkeit, dass in Thai­land weit­ere Lithi­umvorkom­men gefun­den wer­den kön­nten, wenn weit­ere Explo­ratio­nen durchge­führt wer­den. Derzeit wur­den Konzes­sio­nen für die Lithi­um­ex­plo­ration an drei Orten in der Prov­inz Phang-nga erteilt, und mehrere Anträge auf Explo­rations­genehmi­gun­gen für andere Orte in den Prov­inzen Ratch­aburi und Yala sind anhängig.

Das Min­is­teri­um fügte hinzu, dass es die Explo­ration von Lithi­um beschle­u­ni­gen werde, um das Ziel der Regierung zu unter­stützen, Thai­land zum regionalen Zen­trum für die Pro­duk­tion von Lithi­um-Ionen-Bat­te­rien und Elek­tro­fahrzeu­gen zu machen.

In der Zwis­chen­zeit sagte Pro­fes­sor Dr. Jes­sa­da Den­d­uang­bori­pant von der natur­wis­senschaftlichen Fakultät der Chu­la­longko­rn Uni­ver­sität in seinem gestri­gen Face­book-Post, dass er glaubt, dass die Reporter die vom stel­lvertre­tenden Regierungssprech­er Rad­klao Intha­wong Suwankiri angegebene Zahl der Lithi­umvorkom­men von etwa 14,8 Mil­lio­nen Ton­nen falsch ver­standen haben könnten.

Er sagte, dass es sich bei dieser Zahl um die geschätzte Menge an Peg­matit­gestein han­delt, die in den bei­den Lager­stät­ten gefun­den wurde und nach sein­er Schätzung 60.00070.000 Ton­nen Lithi­um pro­duzieren könnte.

Aus­ge­hend von einem Tes­la Mod­el S EV, das etwa 62,6 kg Lithi­um in seinen Bat­te­rien ver­braucht, sagte er, dass für eine Mil­lion EVs etwa 62.600 Ton­nen Lithi­um benötigt wür­den, was der geschätzten Menge an Lithi­um entspricht, die aus 14,8 Mil­lio­nen Ton­nen Peg­matit­gestein gewon­nen wer­den kann.

Dr. Jes­sa­da sagte, dass Thai­land weit hin­ter den führen­den Lithi­um pro­duzieren­den Län­dern der Welt zurückbleibt:

1. Bolivien, 21 Mil­lio­nen Tonnen

2. Argen­tinien, 20 Mil­lio­nen Tonnen

3. Chili, 11 Mio. Tonnen

4. Aus­tralien, 7,9 Mio. Tonnen

5. Chi­na, 6,8 Mil­lio­nen Tonnen

/Thai PBS World

 

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Wolfgang Kempf
Gast
Wolfgang Kempf
22. Januar 2024 10:37 pm

War ja klar, dass es nicht stimmt.
Die Thai und Zahlen, eine unendliche Geschichte