Korat: Polizei verhaftet Nonne, wegen Beteiligung an einem illegalen internationalen Schneeballsystem

Eine bud­dhis­tis­che Nonne wurde in Nakhon Ratchasi­ma ver­haftet, nach­dem sie mehr als zwei Jahre auf der Flucht war, weil sie ange­blich in das berüchtigte inter­na­tionale Ufun-Pyra­mi­den­sys­tem ver­wick­elt war, bei dem Men­schen um mehr als 10 Mil­liar­den Baht bet­ro­gen wurden.

Beamte der Abteilung für Ver­brauch­er­schutz der Polizei (CPPD) nah­men die Nonne, die unter dem Namen Mingkhwan bekan­nt ist, in einem Tem­pel im Tam­bon Krit­sana des Bezirks Sikhiu fest, teilte das Cen­tral Inves­ti­ga­tion Bureau am Don­ner­stag mit.

Der Nach­name der Frau wurde nicht bekan­nt gegeben. Sie wurde mit einem Haft­be­fehl des Strafgericht­shofs vom 30. Dezem­ber 2021 wegen Beteili­gung an gren­züber­schre­i­t­en­der Krim­i­nal­ität und öffentlichem Betrug gesucht.

Der Ufun-Skan­dal kam erst­mals 2015 ans Licht, als sich Men­schen melde­ten, die mit Investi­tio­nen in U‑Token, ein­er betrügerischen Kryp­towährung, und mit Pro­duk­tkäufen bet­ro­gen wor­den waren. Es han­delte sich um ein klas­sis­ches Schnee­ball­sys­tem, bei dem ständig neue Inve­storen ange­wor­ben wur­den, um die Leute an der Spitze zu bezahlen.

Die anschließen­den Ermit­tlun­gen führten zur Ver­haf­tung von 164 Per­so­n­en. Etwa 14.700 Opfer des Sys­tems sollen um min­destens 10 Mil­liar­den Baht bet­ro­gen wor­den sein.

Im März 2017 ver­hängte das Strafgericht gegen 22 Angeklagte Haft­strafen von ins­ge­samt 12.267 Jahren. Die lan­gen Haft­strafen spiegeln die schiere Anzahl der einzel­nen Betrugs­fälle wider, die jed­er Angeklagte began­gen hat. Das Gesetz sieht jedoch eine max­i­male, real­is­tis­che Strafe von 20 Jahren Gefäng­nis vor.

Der Ober­ste Gericht­shof bestätigte im Juli let­zten Jahres die 20-jähri­gen Haft­strafen für fünf Haup­tak­teure des Betrugs und wies sie und andere Angeklagte an, mehr als 300 Mil­lio­nen Baht zurück­zugeben, die sie von den Opfern erschwindelt hatten.

Die Ermit­tler der CPPD haben ihre Ermit­tlun­gen fort­ge­set­zt, da einige andere Verdächtige noch auf freiem Fuß sind. Sie erfuhren, dass eine von ihnen, Frau Mingkhwan, in einem Tem­pel in Nakhon Ratchasi­ma Schutz suchte.

Als die Beamten die Nonne am Mittwoch zur Rede stell­ten, gab sie zu, dass sie die im Haft­be­fehl genan­nte Mingkhwan sei. Während der Befra­gung lehnte sie es ab, gegenüber dem Ermit­tlung­steam eine Aus­sage zu machen.

Ihre Ver­haf­tung fol­gte auf die Ver­haf­tung der Frau eines Ufun-Man­agers in Si Sa Ket im ver­gan­genen Monat, die fast neun Jahre auf der Flucht war.

Die Frau, die nur als Ratthak­it­bovorn iden­ti­fiziert wurde, wurde mit zwei Haft­be­fehlen aus den Jahren 2015 und 2016 wegen geheimer Absprachen bei gren­züber­schre­i­t­en­der Krim­i­nal­ität, öffentlichem Betrug und Geld­wäsche gesucht. / Bangkok Post

 

 

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berndgrimm
Gast
21. Februar 2024 10:40 am

Und noch ein Gedicht:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2745434/big-joke-not-summonsed-in-minnie-gambling-case
Garkein Schneeball , sondern fast waere herausgekommen was Surachate letzten Sommer wirklich in Bang Rak gemacht hat als auf sein Auto geschossen wurde!

berndgrimm
Gast
22. Februar 2024 5:54 am
Reply to  STIN

Upps! STIN’s grosser Held Surachate der sich gerne Big Joke nennen laesst, den ich aber lieber richtigerweise Bad Joke nenne kommt wohl nicht so einfach da raus:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2746153/big-joke-confirmed-suspect-in-minnie-gambling-case
Da muss er wohl ein wenig mehr abdruecken. Aber die Anti Korruptions Mafia ist schon zu seiner Rettung angetreten.
Das wird diesmal wohl teuer.
Ja , reiche Thai sind ja fuer ihre Genuegsamkeit bekannt und fuer ihre Treue……
Was nuetzt ihm eine reiche Frau wenn er selber nix hat ?
Vielleicht wollte sie ihm ja seine mia nois nicht mehr finanzieren ?
Weiss man’s ?

Aber die NACC wirds schon richten!
Es wird nur teurer fuer ihn.
Was heisst schon “TH bester Polizist” ?
Da ist mir jeder Strassencop der vom Teegeld seine Familie ernaehren muss lieber.
Ausserdem ist es auch in TH so dass die Armen und Minderbemittelten ihre Vorgesetzten nachmachen und nicht umgekehrt.

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