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Das visafreie Reisen in ganz Südostasien ste­ht vor vie­len Hürden.

Der thailändis­che Pre­mier­min­is­ter hat inter­na­tionales Lob für seinen Vorstoß erhal­ten, eine dem Schen­gen-Raum ver­gle­ich­bare Regelung für Touris­ten­visa für Thai­land, Malaysia, Viet­nam, Kam­bod­scha, Laos und Myan­mar einzuführen. Der Vorschlag wird bere­its seit 10 Jahren disku­tiert, ist aber auf­grund der Natur der ASEAN nicht zus­tande gekom­men.

Die ASEAN ist zwar eine regionale Organ­i­sa­tion, beruht aber auf dem Grund­satz der Nichtein­mis­chung: Keine Ein­mis­chung in die nationale Poli­tik und Geset­zge­bung der Mit­gliedsstaat­en ist ein großes Hin­der­nis für poli­tis­che Innovationen.

Bloomberg ist der Mei­n­ung, dass es dieses Mal anders sein kön­nte. In einem kür­zlich erschiene­nen Artikel wird betont, dass die thailändis­che Ini­tia­tive in der Region nicht auf taube Ohren gestoßen ist. Vielle­icht hat der Erfolg Thai­lands bei der Abschaf­fung von Visa im Voraus und von Visa bei der Ankun­ft für 90 Prozent der ank­om­menden Touris­ten eine Wirkung gezeigt.

Der Sprech­er des Pre­mier­min­is­ters behauptet, dass die Begeis­terung über die 70 Mil­lio­nen Touris­ten, die in diesem Jahr bere­its min­destens ein Land in der Region besucht haben, immer größer wird. Allein Thai­land und Malaysia haben in diesem Jahr einen Umsatz von 48 Mil­liar­den US-Dol­lar erzielt.

Den­noch ist die Aus­sicht auf eine pan­sü­dostasi­atis­che Zone nicht im Ent­fer­n­testen abse­hbar. Die Vis­abes­tim­mungen in den sechs Län­dern sind sehr unter­schiedlich. Für Touris­ten ist die Ein­reise nach Thai­land meist kosten­los, wobei es vom Land des Reisep­a­ss­es abhängt, ob eine Per­son 15, 30 oder 90 Tage ein­reisen darf: Rus­s­land und Süd­ko­rea liegen am oberen Ende.

Kam­bod­scha hinge­gen ver­langt von fast allen Ein­reisenden zwis­chen 30 und 40 US-Dol­lar für pauschal 30 Tage, entwed­er bei der Ein­reise oder per E‑Visum. In Viet­nam gibt es eine kom­plexe Mis­chung aus gebührenpflichtiger und gebühren­freier Ein­reise, die sich regelmäßig zu ändern scheint. Einige ASEAN-Part­ner erlauben chi­ne­sis­chen und indis­chen Staat­sange­höri­gen die prob­lem­lose Ein­reise, während andere eine Vor­ab­genehmi­gung und eine saftige Gebühr verlangen.

Bill Ben­nett, Geschäfts­führer von C9 Hotel­work, ist der Ansicht, dass bilat­erale Vere­in­barun­gen der beste Weg nach vorn sein kön­nten: Zwei Län­der haben bessere Chan­cen, eine gemein­same Zone zu schaf­fen als alle sechs. Diese vor­sichtige Alter­na­tive ver­mei­det auch das bekan­nte Schen­gen-Prob­lem in Europa, bei dem einige poten­zielle Besuch­er her­aus­find­en, welch­es Mit­glied die gün­stig­sten Bedin­gun­gen für die Ein­reise bietet, damit sie den Rest prob­lem­los besuchen kön­nen. Während der Pre­mier­min­is­ter­schaft von Thaksin Shi­nawa­tra disku­tierten Thai­land und Kam­bod­scha über ein bilat­erales Touris­ten­vi­sum, aber aus der beschei­de­nen Idee wurde nichts.

Eine andere Vari­ante, die manch­mal von thailändis­chen Sprech­ern propagiert wird, beste­ht darin, dass eine lokale Schen­gen-Regelung für sechs Län­der davon abhängt, dass Thai­land das einzige Ein­reise­land wird. Mit anderen Worten: Touris­ten kön­nten nur dann visum­frei und prob­lem­los in die Part­ner­län­der ein­reisen, wenn sie zuvor Thai­land besucht haben. Damit würde Thai­land eine sehr große Ver­ant­wor­tung für die Zulas­sung und die Sicher­heit in der gesamten Region aufer­legt, die für poten­zielle Rivalen vielle­icht zu groß wäre. Eine pan­sü­dostasi­atis­che Zone würde sicher­lich den inter­na­tionalen Touris­mus — und möglicher­weise auch die Wirtschaft — in der gesamten Region verän­dern. Aber wet­ten Sie nicht darauf. / Pattaya Mail

Von STIN

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berndgrimm
berndgrimm
11. April 2024 10:23 am

Statt hier ernsthafte Artikel zu bringen versucht uns STIN hier wieder mit seinen Verschwörungstheorien vollzulabern.Was soll der Quatsch ?
Es gibt kein Thai Schengen Visum und es wird auch nie eines geben.
Es geht um die Reisefreiheit in bestimmten ASEAN Ländern für Ausländer.
Und TH will dabei natuerlich die Leute erpressen über TH ein und auszureisen.
Warum sollten sie ? Die asiatischen Ausländer können direkt in alle Asean Staaten enreisen und selbst die Europäer die meist über Dubai/Abu Dhabi und Doha nach Asien fliegen (jedenfalls die Touris) koennen auch direkt nach Kambodscha , Laos , Vietnam und brauchen nicht über TH.
Betteln und Erpressen (am liebsten natuerlich Letzteres) sind die Tugenden der Thainess.
Vorteil hätten wir Ausländer die wir in ASEAN leben und ohne Re-Entry mal schnell ins Nachbarland fahren/fliegen könnten.
Aber TH macht sicherlich nix wobei Andere einen Vorteil hätten.
Als langjähriger Luxemburger Bürger muss ich mich außerdem gegen den Mißbrauch des Schengen Begriffes durch unterbelichtete Deppenländer wehren die sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen und Ausländer nur als Ausbeutungsopfer sehen.
Das Abkommen von Schengen 1985 war bahnbrechend und beispiellos in deer Geschichte (Foto Chateau de Schengen)
Obwohl es erst 1990 in Kraft trat öffnete LUX welches schon seit dem BeNeLux offene Grenzen zu Belgien hatte schon 1985 die Grenzen nach D und F. Es ist trotz internationaler Kriminalität und Geldwäsche ein voller Erfolg.Auch während Covid wurden die Grenzen nicht geschlossen.

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berndgrimm
berndgrimm
13. April 2024 5:57 am
Reply to  STIN

STIN ist für jedes Regime bei dem er mitverdienen kann.
Es gibt keine kommunistischen Länder mehr.
Und schon garnicht in ASEAN.
Die ehemals “kommunistischen” Parteien in Vietnam,Laos,Burma und Kambodscha sind längst privatisiert worden und die Thai Kapitalisten kassieren überall mit.

Um von der Realität in TH abzulenken erzählt uns STIN seine Horrormärchen über andere Länder!
Von wem haben die Neureichen in TH Nachbarländern wohl gelernt?
In Burma ist TH nach China größter Investor und macht bei allen Ausbeutungen mit.

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