Senator Wanchai: ohne Thaksin keine Lösung der Krise

Bei seinen informellen Gesprächen und Tagungen sollte der Senat auch den ehemaligen Premier Thaksin Shinawatra hören. Das fordert Senator Wanchai Sornsiri. Thaksin, so der Senator, stehe im Mittelpunkt des politischen Konfliktes. Ein Ende der Krise sei ohne Thaksin kaum denkbar.

Senatssprecher Surachai Liangboonlertchai sucht derzeit nach einem Ausweg aus der politischen Krise. Trotz heftiger Kritik aus den Reihen der Regierungspartei Pheu Thai und der außerparlamentarischen Opposition United Front for Democracy against Dictatorship (Rothemden) will Surachai weiter in Unterredungen mit Entscheidungsträgern und Vertretern unterschiedlicher Organisationen nach Lösungen suchen.

Gestern standen Gespräche mit Vertretern von sieben staatlichen und vier privaten Organisationen an: höchste Gerichte, Wahlkommission, Nationale Anti-Korruptionskommission, Bankvereinigung, Handelskammer, Tourismusrat, Menschenrechtskommission, Vereinigung der Thailändischen Industrie und King Prajadhipoks-Institut.

Ein Strafgericht hat am Mittwoch auf Antrag der Spezialeinheit Department of Special Investigation (DSI) gegen weitere 30 führende Mitglieder des People’s Democratic Reform Committee (PDRC) Haftbefehl wegen Aufruhrs erlassen. (epa)

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Rolf46
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Rolf46
15. Mai 2014 12:41 pm

Korrektur Schreibfehler: Lediglich bei den Gewerkschaften kann ich nicht glauben, dass die hinter Suthep stehen.

sollte es natürlich heißen.

Rolf46
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Rolf46
15. Mai 2014 12:39 pm

STIN schreibt Gesichtsverlust wäre es eigentlich nicht, wenn die beiden Führer – der eine ein verurteilter, flüchtiger Verbrecher und der andere ein per Haftbefehl gesuchter Flüchtiger – sich unterhalten würden.
Zwischen den beiden bestehen aber doch gewaltige “Qualitätsunterschiede” , was die ihnen jeweils vorgeworfenen Verbrechen angeht, für die sie verantwortlich sein sollen.
Auch die jeweils erzielten Selbstbereicherungs-Erfolge sind höchst unterschiedlich.
Thaksin würde sagen, dass er sich mit solchen kleinen Fischen wie Suthep nicht abgibt, weil er Suthep sowieso nur als Marionette ansieht, welche dessen Hintermänner auf ihn, Thaksin angesetzt haben.

STIN schreibt: Ich denke auch nicht, das eine einzige Person hinter ihm steht, sondern Teile der Armee, ev. Kronrat, Unternehmer usw. – teils auch Institutionen wie Gewerkschaft usw
Das siehst du schon richtig. Lediglich bei die Gewerkschaften kann ich nicht glauben, dass die hinter Suthep stehen. Als Arbeitnehmervertreter kann man Suthep doch wohl kaum betrachten, wenn er für die Ziele von Kronrat , Armee und Unternehmer tätig ist..
Ob der KP später mal die Krone übernimmt, steht in den Sternen. Er ist auch nicht mehr der Jüngste. Ich denke, er wird dann auch in einem Alter jenseits der 75 – auch nicht mehr grossartig Einfluss in die Politik nehmen können.

Ist der KP denn schon sooo alt ? Wer weiß denn genau, wann er als Nachfolger antreten kann ? Ich denke schon , er hat “gute” Aussichten, nicht mehr allzu lange warten zu müssen.
Prem hat schon abgewunken, er mischt sich nicht in die Politik ein.

Prem ist das Urgestein der Feudalherrschaftsliebhaber. Mit Demokratie hat er deshalb so gut wie nichts am Hut. Er mischt sich jedoch sehr wohl in die Politik ein, aber natürlich nicht öffentlich, sondern er zieht die Fäden lieber ganz dezent und unauffällig im Hintergrund.. 😉

Rolf46
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Rolf46
15. Mai 2014 8:23 am

Warum sollte Thaksin auch Gespräche mit dem außerparlamentarischen Radaubruder Suthep führen ? Das wäre doch aus Thaksins Sicht eine Niederlage bzw. ein Gesichtsverlust, wenn er mit der 2. oder 3. Garnitur Gespräche führen würde und nicht mit den wirklichen Entscheidungsträgern, also den Hintermännern Sutheps.

Mit Mitgliedern des Kronrates würde er vermutlich gern sprechen oder mit dem Thronfolger, der früher oder später ebenfalls Einfluss auf Thailands Politik nehmen könnte.
Rein theoretisch war Thaksin auch nach dem Putsch noch immer Ministerpräsident, weil nach internationalen Regeln ein von Putschisten durchgeführter Sturz eines gewählten Premierministers illegal, völkerrechtswidrig und daher nicht gültig ist.

Völlig egal ist dabei , ob das völkerrechtswidrig erfolgte Absägen eines PM nun von einem Monarchen, der in einer konstitutionellen Monarchie sowieso nichts mehr rechtsverbindliches zu sagen hat, nachträglich abgesegnet worden ist oder auch nicht.