Prayuth: es gab keine Absprache mit Suthep

Thailands Junta-Führer, Armeechef Prayut CHan-O-Cha, hat Berichte bestritten, wonach
er jahrelang in Absprache mit dem Oppositionführer Suthep Thaugsuban den Sturz der
Regierung geplant habe. “Das ist nicht wahr”, sagte der General am Freitagabend in 
seiner wöchentlichen Fernsehansprache an die Nation. “Ich habe mich keinem Prozess
angeschlossen und mich auf keine Seite geschlagen.”

Medien hatten zuvor berichtet, dass Suthep bei einem Spendenessen gesagt habe, er sei mit dem Armeechef seit 2010 im Gespräch gewesen. Laut den Berichten wollten Suthep und Prayut durch den Sturz von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra das Land dem Einfluss ihres Bruders und früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra entziehen.

Verfassung außer Kraft

Das Lager Shinawatra wirft der Armee seit dem Putsch Ende Mai vor, sich mit der Justiz und anderen Kräften der alten Staatselite verschworen zu haben, um sie von der Macht zu verdrängen. Prayut ist dagegen bemüht, seine Machtergreifung als notwendigen Schritt zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung darzustellen.

Die thailändische Armee hatte nach monatelangen politischen Unruhen mit fast 30 Toten am 22. Mai die Macht übernommen. Sie setzte die Verfassung außer Kraft und kündigte Ende Mai an, frühestens in einem Jahr Parlamentswahlen zu organisieren. Bis dahin sollen politische Reformen umgesetzt und ein Verfassungsentwurf erarbeitet werden. Bis spätestens September soll eine Übergangsregierung eingesetzt werden. Das Militär übernahm damit zentrale Forderungen der Opposition unter Führung von Suthep. (APA, 28.6.2014)

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Rolf46
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Rolf46
1. Juli 2014 11:15 am

berndgrimm: In keinem originären Geschichtsbuch ist zu lesen dass Hitler von der damaligen US Regierung wegen des Autobahnbaus gelobt worden.

Was bringst du denn da wieder für ein seltsames “Argument” ? . Das passt doch überhaupt nicht zu meiner Aussage, zu welcher du damit Stellung nimmst und ist geradezu absurd.
Wieso sollte denn ausgerechnet die damalig US-Regierung ihren Feind Adolf wegen des Autobahnbaus loben ? Die waren doch nicht bekloppt.. 😉 Aber du ziehst daraus dann anscheinend den “geistreichen” Schluss, den Autobahnbau auch noch als Negativ-Leistung Adolfs zu betrachten.
Genau so schräg kannst du dann auch den Pluspunkt mit der Familienförderung betrachten. Die US-Regierung hat Adolf auch deswegen getadelt, weil die ganze Familienförderung ja nur der Züchtung von zukünftig gebrauchten Soldaten diente.. 😉
Aber dir geht es ja erkennbar überhaupt nicht um sachliche Argumentation, sondern du suchst als schlitzohrige “Gelbnase” nur passend erscheinende Gelegenheiten, um “Thaksinisten” in eine bestimmte Ecke stellen zu können.. , sh. Zitat : “Braun würde dem Denken dieser Leute viel eher entsprechen.” Totaler Blödsinn , obwohl “Thaksins Polizei” tatsächlich braune Uniformen trägt.. 😉

berndgrimm
Gast
berndgrimm
1. Juli 2014 4:41 am

Rolf46: Sogar Adolf wurde sehr gelobt, weil er die zuvor grassierende Arbeitslosigkeit beseitigt hatte und Familienförderung betrieben hat.

Allein der Vergleich zeigt dass die Farbe Rot eine absolute Fehlfarbe für
die Thaksinisten ist.
Braun würde dem Denken dieser Leute viel eher entsprechen.
In keinem originären Geschichtsbuch ist zu lesen dass Hitler
von der damaligen US Regierung wegen des Autobahnbaus
gelobt worden.gelobt wurde er nur von den eigenen Anhängern
und den Nazi Verwandten in anderen Ländern.
Aus eigener Erinnerung weiss ich dass die Autobahnen
das einzige akzeptable Argument war welches
übriggebliebene Nazis in der jungen Bundesrepublik
zur Verteidigung ihres Führers ungestraft vorbringen können.

Um den Vergleich mit den heutigen Thaksinisten zu ziehen:
Nach 13 Jahren Thaksin sind das Einzige was sie vorbringen
können Gold Card und OTOPS.
Beides Ideen die Thaksin von anderen geklaut hat
aber durchaus implementiert hat.
Dafür muss man ihn loben aber bei beiden vergass
er entscheidendes.
Die Krankenversicherung wurde von ihm nie seriös
gegenfinanziert und bei OTOPS fehlt bis heute
jegliches effizientes Marketing.

berndgrimm
Gast
berndgrimm
1. Juli 2014 2:18 am

Rolf46: .aber niemand der emsigen NACC-Kontrolleure scheint beim gewiss anstrengenden Addieren der einzelnen Überweisungen die passende Brille getragen zu haben, mit deren Hilfe man außer den Beträgen auch Absender- und Empfängernamen deutlich erkennen konnte.

Für wie dumm hältst du Thaksin und seinen Mafia Buchhalter eigentlich?
Natürlich ist alles verschleiert.
Dies zu entwirren ohne Kronzeugen ist äusserst schwierig.

berndgrimm
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berndgrimm
30. Juni 2014 4:16 am

Rolf46: “Die ” kriminellen Handlungen ? Welche denn ? Konnte das Militär-Regime schon konkrete Anklagen gegen sie konstruieren und daraufhin einen Prozess durchführen und ein Urteil verkünden ? 😉 Ich habe bisher noch nichts davon gehört.

Braucht es garnicht. Die Klagen am Verfassungsgericht wegen Amtsmissbrauch
laufen noch und Klagen wegen Korruption sind von der NACC angestrengt.

Rolf46: Yingluck hatte Neuwahlen angesetzt und nicht, um das Regieren aufzugeben, sondern um sich vom Wähler durch ihren zu erwartenden, ebenfalls wieder haushohem Wahlsieg eine von ihren Gegnern nicht mehr streitig zu machende erneute Legitimierung für ihren Premierminister-Posten geben zu lassen. Mit dem Rücktritt zwecks Durchführung von Neuwahlen war sie denen zuvorgekommen, welche sie zuvor schon “absägen” wollten. Das konntest du in fast jeder deutschsprachigen Zeitung nachlesen und auch anderen Medien entnehmen.

Neuwahlen ohne Opposition sind schwierig und bringen auch nix wenn man sie
haushoch gewinnt.
So einen Trick hatte Thaksin ja 2005 schon mal versucht.Erfolglos.
Yingluck war als Regierungschefin (mit Ausnahme der Korruptionsfälle)
nie irgendwie unter Druck.
Wenn sie nicht die Verfassungsänderung mit Thaksins Ermächtigungsgesetzen
versucht hätte, wäre sie wahrscheinlich heute noch PM.
Allerdings wollte sie selbst wohl nicht mehr, durfte aber nicht weg
weil Thaksin keinen geeigneten Ersatz hatte.

Rolf46: Spiel doch nicht den Merkbefreiten. Von zum “Stall” der Coup-Betreiber gehörenden Richtern war entschieden worden, dass Sutheps Aktionen nicht rechtswidrig seien und deshalb von der Polizei nicht unterbunden werden durften. Also konnte die Polizei nicht eingreifen und Yingluck konnte auch nichts dagegen machen..

So ein Quatsch.
Niemand inklusive mir hätte je gedacht dass die von Suthep angeführten
Demos jemals so gross werden würden und so eine breite Beteiligung
bekommen würden.
Wenn du selbst nur einmal dabei gewesen wärest wüsstest du welch Blödsinn du schreibst.
Ich selber war vom 26.Nov. bis 26.Dez fast täglich dabei und meine Frau
und ältere Tochter bis zuletzt zumindest an jedem Wochenende.
Ich lief am liebsten die Strecke zum Polizeipräsidium auf der Rama I
wo Thaksins braune Ganoven in voller Anti Terror Ausrüstung
im Garten des Gebäudes standen und bis an die Zähne bewaffnet
zivilen Demonstranten (meist Frauen) gegenüber standen deren
einzige Waffen die Handykamera und ihre Rufe: Zeigt uns eure Bücher!
waren.
Danach gings zum Finanzministerium mit dem exakt gleichen Szenario!
Bis zum Government House kamen wir damals garnicht weil dies
weiträumig in brauner Hand war.

Rolf46
Gast
Rolf46
30. Juni 2014 2:37 pm
Reply to  STIN

Stin: “Was sagen eigentlich unsere Anti-Coup-Gegner dazu, das nun sogar – nach dem Lob des deutschen Konsuls auf Phuket, auch die US-Botschafterin die Junta lobt.”

Du meintest “Cup-Gegner” ,,
Die sagen dazu “diplomatisches Gesäusel”. 😉 Es wird keinesfalls “die Junta” als Institution gelobt, sondern lediglich eine von der Junta getroffene und auch nach Ansicht der Diplomatin gute Maßnahme.
Erkennst du den Unterschied ? Sogar Adolf wurde sehr gelobt, weil er die zuvor grassierende Arbeitslosigkeit beseitigt hatte und Familienförderung betrieben hat. Trotzdem war er in der Summe gesehen eine Katastrophe..

Kristie Kenney sagte, die USA würde Thailand dabei unterstützen, um die Probleme des Menschenhandels, der Kinderarbeit und illegalen ausländischen Arbeitskräften zu lösen, berichtete die Thai News Agency.

Auch nur diplomatisches Bla bla . Die USA werden doch selbst mit dem gleichen Problem zu Hause schon nicht fertig. Jeden Tag klettern hunderte “Illegale” über die im Süden der USA errichteten hohen Absperrzäune .. Besser Ex-DDR-Experten konsultieren, denn die Mauer war nachweislich dichter.. 😉

Rolf46
Gast
Rolf46
30. Juni 2014 1:35 am

berndgrimm: Die kriminellen Handlungen der Yingluck Regierung waren in den 3 Jahren in der sie im Amt war.

“Die ” kriminellen Handlungen ? Welche denn ? Konnte das Militär-Regime schon konkrete Anklagen gegen sie konstruieren und daraufhin einen Prozess durchführen und ein Urteil verkünden ? 😉 Ich habe bisher noch nichts davon gehört.

berndgrimm: Es gab keine Verschwörung weil Yingluck selbst das Regieren aufgegeben hat.
Lange vor dem Putsch.

Das glaubst du “Gelbnase” doch selbst nicht. Yingluck hatte Neuwahlen angesetzt und nicht, um das Regieren aufzugeben, sondern um sich vom Wähler durch ihren zu erwartenden, ebenfalls wieder haushohem Wahlsieg eine von ihren Gegnern nicht mehr streitig zu machende erneute Legitimierung für ihren Premierminister-Posten geben zu lassen. Mit dem Rücktritt zwecks Durchführung von Neuwahlen war sie denen zuvorgekommen, welche sie zuvor schon “absägen” wollten. Das konntest du in fast jeder deutschsprachigen Zeitung nachlesen und auch anderen Medien entnehmen.

Der Coup-Plan zur Beseitigung der Puea-Thai-Regierung war jedoch schon viel länger “in Arbeit” , so dass nun Anpassungen an die aktuellen Entwicklungen vorgenommen wurden. Der BKK-Shut down unter Leitung von Verschwörungs-Mitglied Suthep gehörte dazu, denn es musste nun unbedingt verhindert werden, dass es zu der befürchteten Wiederwahl Yinglucks kam.

berndgrimm: Sie hätte Sutheps Volksläufe von ihrer “Polizei” auflösen lassen können.

Spiel doch nicht den Merkbefreiten. Von zum “Stall” der Coup-Betreiber gehörenden Richtern war entschieden worden, dass Sutheps Aktionen nicht rechtswidrig seien und deshalb von der Polizei nicht unterbunden werden durften. Also konnte die Polizei nicht eingreifen und Yingluck konnte auch nichts dagegen machen..

Alles war eine sogenannte “konzertierte Aktion” mit dem einzigen Ziel, die Regierung Yingluck zu beseitigen,.. legal, illegal oder scheis.egal.. bzw. diese 3 Methoden nach Bedarf kombiniert. 😉

Du kannst bzw. willst dir anscheinend nicht vorstellen, mit welchen “unkonventionellen ” Mitteln die in Thailand bestehende Allianz aus 1750 dick besoldeten, aber meist “arbeitslosen” Generälen und Admirälen , dem Palast und den Aristokraten.. um ihre Macht und ihre angestammten Pfründe kämpft..

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Rolf46
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Rolf46
30. Juni 2014 3:04 pm
Reply to  STIN

Stin : Lt. NACC wurden zwischen 2011 und 2013 60 Milliarden Baht nach Hongkong transferiert.

Interessant. Fragt sich nur, warum man so genau weiss, das 60 Milliarden überwiesen wurden, welche beim bösen Thaksin gelandet sein könnten, ..

..aber niemand der emsigen NACC-Kontrolleure scheint beim gewiss anstrengenden Addieren der einzelnen Überweisungen die passende Brille getragen zu haben, mit deren Hilfe man außer den Beträgen auch Absender- und Empfängernamen deutlich erkennen konnte. 😉

Stin: “Diese Polizisten wurden zwar verurteilt, sind aber immer noch auf freien Fuss – die sollte man auch mal einladen und verhören. Ebenso den Killer von Seh Daeng, der namentlich bekannt ist,…”

Diese Legenden sind doch alle von vorn bis hinten oberfaul. Wenn der Killer Saeh Daengs ..und sein Aufenthaltsort.. bekannt wären, stünde Prayuths bisher recht erfolgreicher Anti-Redshirt-“Gestapo” doch absolut nichts im Wege, um dem Killer Saeh Daengs ebenfalls eine freundliche Einladung zu einem Gespräch mit dem obersten Militärboss zuzustellen..

Vielleicht springt letztendlich noch eine von Prayuth angeregte und vom König nachträglich bestätigte Amnestie und die Aufnahme ins Zeugenschutzprogramm für den anscheinend sehr talentierten Killer heraus, wenn er für Prayuth & Co. in Dubai ähnlich erfolgreich als Problemlöser tätig wird.. 😉

berndgrimm
Gast
berndgrimm
29. Juni 2014 2:46 pm

Rolf46: Der Yingluckregierung generell kriminelle Machenschaften vorzuwerfen, ist besonders einfach, wenn sie vorher auf kriminelle Art komplett beseitigt worden ist und die rechtswidrig handelnden Vertreiber den Opfern der Verschwörung keine Verteidigungsmöglichkeit vor neutraler Gerichtsbarkeit ermöglichen.

Nee Nee. Die kriminellen Handlungen der Yingluck Regierung waren in den
3 Jahren in der sie im Amt war.
Sie hat jede Verteidigungsmöglichkeit gehabt und auch genutzt.
22 Zeugen hat sie aufmarschieren lassen.
Half nur nix.
Die sagten noch weniger als sie selbst.
Es gab keine Verschwörung weil Yingluck selbst das Regieren aufgegeben hat.
Lange vor dem Putsch.
Sie hätte Sutheps Volksläufe von ihrer “Polizei” auflösen lassen können.
Dann hätte es wahrscheinlich einen Bürgerkrieg gegeben.
Sie hätte verhandeln können.
Durfte sie aber nicht weil ihr Brudervater vabanque spielte.
Tut er ja heute noch.

ben
Gast
ben
29. Juni 2014 12:00 pm

Rolf46:
…. wenn sie vorher auf kriminelle Art komplett beseitigt worden ist und die rechtswidrig handelnden Vertreiber den Opfern der Verschwörung keine Verteidigungsmöglichkeit vor neutraler Gerichtsbarkeit ermöglichen…

Wirst Du eigentlich vom Thaksin Clan bezahlt, um diesen verdrehten Mist zu posten?

Rolf46
Gast
Rolf46
29. Juni 2014 10:59 am

berndgrimm:
Ohne die 7 monatigen Demonstrationszüge unter der
Führung Sutheps wäre die Unfähigkeit der
(hoffentlich)letzten Thaksinschen Marionettenregierung
und ihre kriminellen Machenschaften nicht zu Tage getreten.

Der Yingluckregierung generell kriminelle Machenschaften vorzuwerfen, ist besonders einfach, wenn sie vorher auf kriminelle Art komplett beseitigt worden ist und die rechtswidrig handelnden Vertreiber den Opfern der Verschwörung keine Verteidigungsmöglichkeit vor neutraler Gerichtsbarkeit ermöglichen.

Das kann man sinnbildlich ungefähr so sehen, als wenn ein schwer bewaffneter Gangsterboss mit seinen Komplizen im Knast gewaltsam die Gefängnisleitung übernimmt und dann anschließend über die vermeintlichen Schandtaten von ihm zuvor unliebsam gewordenen Zellengenossen und die angebliche Unfähigkeit und kriminellen Verfehlungen der von ihm vertriebenen Gefängnisleitung urteilen lässt. 😉

Wenn Yinglucks Reis-Subventionsprogramm z.B. auch viel Steuergelder kosten würde, ist es doch reine Propaganda, zu behaupten, dass sich Thailand das nicht leisten könnte. Wenn die Kosten nach einiger Zeit “zu hoch” gestiegen wären, konnten von der Regierung immer noch Änderungen und Kürzungen bei dem Programm vorgenommen werden. Das hätte erheblich weniger Probleme bereitet, als die tatsächlich viel mehr zu empfehlenden Kürzungen des in Thailand viel zu aufgeblasenen Militäretats. Darüber darf jedoch überhaupt nicht öffentlich nachgedacht werden, denn das Militär steht schließlich über jeder in Thailand von ihm tolerierten zivilen Regierung.

Auch über Korruptionsfälle im Rahmen des Reisankaufsprogramms liest man immer nur das allgemeine Bla Bla, welches darauf schließen lassen soll, dass so gut wie alle Regierungsmitglieder der Yingluck-Regierung korrupt waren und persönlich davon profitiert haben. Was fehlt, sind die exakten Anklagepunkte gegen bestimmte Personen mit genauer Angabe des Tathergangs und Angabe des angerichteten Schadens. Auch Stellungnahmen der Beschuldigten zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen sucht man natürlich vergebens.

In der EU werden übrigens auch die meisten Gelder des EU-Haushaltes immer noch als Agrar-Subventionen „verpulvert“ (..viel mehr als zur gelegentlichen „Bankenrettung“) , ohne dass bei uns jemand auf die Idee käme, die Schuld daran den Regierungen zu geben, welche diese kostspieligen Subventionen vermutlich aus guten Gründen beschlossen haben.
Aber bei uns gibt es eben eine Demokratie, während in Thailand die frühere absolutistische Monarchie lediglich von einer bis heute bestehenden Militarykratie abgelöst worden ist. Entsprechend fallen dann auch die „Arbeitsmethoden“ und die „Ergebnisse“ dieser Regierungsform aus.

Rolf46
Gast
Rolf46
29. Juni 2014 1:51 pm
Reply to  STIN

Stin, ich hatte geschrieben: “Wenn Yinglucks Reis-Subventionsprogramm z.B. auch viel Steuergelder kosten würde, ist es doch reine Propaganda, zu behaupten, dass sich Thailand das nicht leisten könnte.”

Du antwortest darauf : “..warum sollte sich Thailand Korruption leisten können müssen?”

Gute Frage vielleicht, ..die aber leider nicht zu meinem obengenannten Text passt , auf den du damit Bezug nimmst.. 😉

STIN : naja, sie hat es ja selbst zugegeben, nur halt – das sie davon nicht gewusst hat. Das glaub ich ihr sogar, nur hilft das nix, wie man bei der Mordanklage gegen Abhisit sah.

Was soll sie denn genau zugegeben haben ?
Bestimmt nicht das, was jetzt die Militär-Junta-Propaganda “dank” Kriegsrecht widerstandslos verbreiteten kann, ..also dass praktisch das ganze Programm nur ein Korruptionsprogramm zur Selbstbereicherung der korrupten Puea-Thai-Politiker gewesen wäre, welches Thailand in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte.. 😉 Yingluck hatte lediglich “zugeben” müssen , dass es zu ihrem Bedauern auch Korruptionsfälle gegeben hat.

Du schreibst : “..das Militär ist die stärkste Kraft im Lande. Ist zwar negativ, aber ist nun mal so.”

“..aber ist nun mal so” .. lese ich nicht zum ersten Mal in deinen Stellungnahmen, wenn es um negative Dinge in Bezug auf die in Thailand schon immer herrschenden Militärs und ihre entsprechend antidemokratischen Handlungsweisen geht.

Egänze das verständnisvolle : “..aber ist nun mal so” doch besser mit : ” das sollte und darf aber nicht so sein..” 😉

Du schreibst : “Fakt ist nun mal, in Thailand muss aufgeräumt werden, mit Korruption und auch allen anderen illegalen Straftaten. Dazu ist eine Regierung wohl nicht fähig, weil die Polizei derart korrupt ist, das man alles kaufen kann.”

Dazu fällt dir dein : “..aber ist nun mal so” natürlich nicht ein, obwohl die Korruption bei der Polizei seltsamerweise auch durch alle bisherigen Militärputsche offensichtlich nicht beseitigt werden konnte.., weder vom regierenden Militär noch von den anschließend von diesem geduldeten Unterregierungen. Und plötzlich soll das beim aktuellen Coup ganz anders sein ? Wer´s glaubt, wird selig.. Die Korruptionsgelder fließen danach lediglich in andere Richtungen..

So wohlklingend es sich auch anhört, die Korruption jetzt ganz energisch bekämpfen zu wollen, sollte trotzdem niemand glauben, dass dazu ausgerechnet das Thailändische Militär als “Aufräumer” am besten geeignet wäre. Man würde nur einen der ..überall im “Korruptionskulturland” ..vorhanden Böcke zum Gärtner machen ..

Thailand gehört von den 16 Asean-Staaten zu den fünf korruptesten.” Nur in Ländern wie Kambodscha und Burma geht es schlimmer zu. Die “Bangkok Post” befand bereits im Februar 2011 kurz und bündig: “Thailand bleibt ein Hort der Korruption.” Politiker, Abgeordnete, Polizisten und Militärs seien die Berufsgruppen, die am leichtesten bestechlich seien” , habe ich im Spiegel-Online gelesen und das deckt sich auch mit meiner Meinung in Bezug auf das ebenfalls korrupte Militär.

Du darfst aber gern weiterhin an einen sich von allen sonstigen korrupten Militärs unterscheidenden Super-Saubermann Prayuth glauben,

..während ich schon auf Grund Prayuths enger Coup-Zusammenarbeit mit dem auf Grund eines Landverteilungsskandals korruptionsbekannten und bereits die Leekpai- Regierung auf dem Gewissen habenden Ganoven Suthep bei meiner Beurteilung der Person Prayuth auf die Aussage des bekannte Sprichwortes vertraue: “Sage mir, mit wem du umgehst ..und ich sage dir, wer du bist..!”

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
28. Juni 2014 10:33 pm

Da hat Schinkenstrassen Rolfi wieder mal ne Mengen
zusammengemixt um Thaksins Propaganda zu stützen.
Eines ist wohl jedem klar:
Ohne die 7 monatigen Demonstrationszüge unter der
Führung Sutheps wäre die Unfähigkeit der
(hoffentlich)letzten Thaksinschen Marionettenregierung
und ihre kriminellen Machenschaften nicht zu Tage getreten.
Ich glaube kaum dass es einen Putsch gegeben hätte
wenn die damalige Regierung noch handlungsfähig gewesen wäre.
Wohlgemerkt hat Prayuth erst gehandelt als die Yingluck
Regierung total am Ende war.
Nach dem Warnschuss mit dem Kriegsrecht tat sich
in der Regierung garnix.
Nur Yingluck lief immer weg.

Rolf46
Gast
Rolf46
28. Juni 2014 8:49 pm

Das Lager Shinawatra wirft der Armee seit dem Putsch Ende Mai vor, sich mit der Justiz und anderen Kräften der alten Staatselite verschworen zu haben, um sie von der Macht zu verdrängen. Prayut ist dagegen bemüht, seine Machtergreifung als notwendigen Schritt zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung darzustellen.

Da hat die alte Plaudertasche Suthep dem Prayuth mal einen richtigen Bärendienst erwiesen..
Pech für den in seiner Glaubwürdigkeit nun angeschlagenen Prayuth, doch so etwas war irgendwann sowieso zu erwarten lt. dem bekannten Sprichwort:

“Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch an das Licht der Sonnen.” oder : “Everything comes to light in the end” , wie die Engländer das ausdrücken..

Sagt der Demo-King Suthep doch auf der Wohtätigkeits- Veranstaltung endlich einmal die ungeschminkte Wahrheit, ..die sowieso jeder schon lange kennt.., so fällt er nun selbst der Zensur seines Vorgesetzen zum Opfer .. und muss künftig die vorlaute Rabauken-Schnauze halten.., bzw. seine geplanten Äußerungen stets rechtzeitig vorher vom Coup-Verschwörungs-Komitee absegnen lassen.. 😉

Und während Prayuth und Suthep sich in Thailand propagandistisch als selbsternannte Wohltäter des Volkes und Beschützer der alten Eliten vor dem bösen Thaksin-Clan ..”dank” Medien-Totalzensur unwidersprochen in Szene setzen können ,..
..kümmern sich die ehrbaren Mitglieder des Königshauses im fernen Deutschland und anderswo in der Welt unermüdlich darum, dem Ansehen der Monarchie die passenden Bärendienste zu erweisen.. 😉

http://www.bild.de/news/leserreporter/1414-vip-geschichten/thailands-protz-prinz-mit-porsche-im-garten-center-36553160.bild.html

http://www.bild.de/regional/hamburg/royals/prinz-protz-von-thailand-in-hamburg-29533330.bild.html

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