Korruption im Reisprojekt nun bestätigt

In einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite schrieb Panadda Diskul, Staatssekretär des Büros des Premierministers, das er sei zutiefst enttäuscht sei, bereits wenige Tage nach Beginn der landesweiten Kontrolle von Reislagern feststellen zu müssen, dass das tatsächliche Ausmaß an Korruption wahrscheinlich wesentlich grösser als angenommen sei.

Panadda,  der vom NCPO mit der landesweiten Kontrolle der staatlichen Reislager beauftragt wurde, schrieb, dass die am Donnerstag angelaufenen, nicht angemeldeten Kontrollen bisher alles andere als positiv gelaufen seien und man schon jetzt auf immens grosse Unterschiede zwischen den Reismengen in den Büchern und den tatsächlich vorhandenen gestoßen sei.

Bei den spontanen Kontrollen seien die Ermittler allerdings nicht nur auf gefälschte Berichte sondern auch auf verfaulte Reislagerungen gestoßen, die von den Verantwortlichen der Reislager geschickt unter Säcken mit frischeren Lieferungen versteckt wurden.

„Es scheint so, als würden unsere schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen und dabei stehen wir erst am Beginn der Untersuchungen. Warum ist das System so außer Kontrolle geraten? Offensichtlich wurde sich hier auf Kosten der Reisbauern jahrelang im großen Stil bereichert“, schrieb M.L. Panadda auf Facebook.

Nach Angaben der Prüfer wird die vollständige Kontrolle der landesweiten Lager mindestens einen Monat in Anspruch nehmen. Danach werden Ermittlungen gegen die Verantwortlichen eingeleitet.

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