Deutsches Wahlrecht in Thailand

Man kann nicht ausschliessen, dass in Thailand zukünftig nach deutschem Wahlrecht gewählt wird und Thailand eine eigene Version vom Verhältniswahlrecht bekommt.

Die Idee wurde bereits vom Verfassungsentwurfskomitee (CDC) angenommen und müsste jetzt nur noch mit den Mitgliedern des Nationalen Reformkomitees abgeklärt werden.

Nach dem Vorschlag würden 200.000 Wähler auf einen Abgeordneten kommen, wobei der Wähler zwei Wahlzettel bekommt – einen für die Abgeordneten des Wahlkreises und einen für die Kandidaten auf der Wahlliste der Parteien.

Nicht erwähnt wurde, ob es auch eine Fünf-Prozent-Hürde geben soll.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Deutsches Wahlrecht in Thailand

  1. Avatar emi_rambus sagt:

    http://www.wochenblitz.com/nachrichten/59236-das-neue-wahlsystem.html#contenttxt
    Wenn das in die Verfassung kommt wird sie sich selbst kippen!

    Senatoren sollen ernannt werden, um sicherzustellen, dass alle Machtgruppen in Thailand politische Macht innehaben und sich diese nicht nur auf Politiker beschränkt.

    Etwas vergleichbares gibt es weltweit in keiner Demokratie! Irgendwie kommt es mir vor, da sind Kraefte aktiv, die die Reform bewusst auflaufen lassen wollen.

    Es ist offensichtlich nicht geplant, nach deutschem Vorbild Landtags- bzw. Provinzwahlen einzuführen, um den Senat zu besetzen.

    Wer behauptet so etwas ? Kamnoon Sidhisamarn, Sprecher des Constitution Drafting Committee (CDC) oder der WB?

  2. Avatar emi_rambus sagt:

    STIN: Schon die letzte Wahl ging für Yingluck schon sehr knapp aus,

    Die DP brauchte sich nur mit der zweitstaerksten Fraktion (“Die-Nicht-Waehler”, 14,2 Mio=32,7%) zu “verbinden” und schon haette das Rote-Lager keine Chancen mehr.
    Aber so gewinnt man heute Wahlen! Ob in Thailand, Thueringen, Japan, …

    Wenn man keine 25% hat, buergert man Wanderarbeiter ein, oder laesst Schweizer an der Wahl teilnehmen, …. oder betreibt “interne Einwanderung”(=Siedlungspolitik)
    Dann muss man nur noch so viel Negativstimmung machen, (im Internet, Presse, Funk, …), oder einfach Angst verbreiten, wodurch etwa 50 % nicht zur Wahl gehen oder ungueltige Stimmen abgeben, und schon hat man gewonnen. “Boykottaufrufe” und deren Ankuendigung tun auch das ihrige!
    Bei 200.000 Stimmen in einem Wahlkreis, vergrault man 100.000.
    Mit 30.000 gewinnt “A” den Wahlkreis (B=25.000 +C=20.000+D=13.000+E=7.000 und 5.000 unter 5% und ungueltig). Mit 15% holt “A” also ein Direktmandat
    Ist man auf 51% der Direktmandate fixiert, reichen also landesweit 7,6% der Stimmen!
    “Siedlungspolitik”:
    Hat man einen unsicheren Wahlkreis mit 5-15.000 Stimmen, siedelt man davon einige rechtzeitig um in einen Kreis , wo man nur 25.000 Stimmen hat. Man kann auch noch weitere Parteien aufmachen, fuer Wechselwaehler.
    Mit der Zweitstimme gibt es dann auch noch Tricks.
    Ich denke, das kommt dem Herrn in Dubai sehr entgegen, und genau das gibt mir zu denken!

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Auch die besten Gesetze sind in Thailand nutzlos
    solange sie nicht durchgesetzt werden!
    Ein deutsches Wahlrecht hilft in Thailand leider nicht!
    Jeder (i.E. Thaksin) wird versuchen die Loecher
    in dem Wahlrecht zu finden und fuer sich auszunutzen.
    Selbst wenn die Pheua Thai die naechsten Wahlen
    nicht mit absoluter Mehrheit gewinnen sollte,
    wird er versuchen die kleinen Parteien zu kaufen
    um an die Macht zu kommen.
    Abhisit haette garkeine Chance weil Thaksin
    viel mehr bieten kann!

    • STIN STIN sagt:

      wird er versuchen die kleinen Parteien zu kaufen
      um an die Macht zu kommen.
      Abhisit haette garkeine Chance weil Thaksin
      viel mehr bieten kann!

      weiss ich nicht. Es heisst ja, das 2008 Thaksin 40 Millionen Baht pro Newin-MP geboten hat, diese dann aber die 50 Millionen von der DP genommen haben.
      Ich denke aber, das es beim nächsten Mal nicht nur um Geld geht, sondern das MPs – bevor sie sich festlegen, mit wem sie koalieren wollen – ein Gespräch mit dem Ameechef im Hinterzimmer haben werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das es die Armee zulassen wird, das nach einer Wahl wieder Thaksin regiert. Sogar der KP distanziert sich schon von Thaksin und sucht Gespräche mit der Armee.

      Sollten die MPs dann tatsächlich wieder auf Seite Thaksins ziehen, dann wird der nächste Putsch nicht mehr 8 Jahre benötigen – eher max. 8 Monate.

  4. Avatar exil sagt:

    Und wieder Kopiert man ein Gesetz wie schon so viele.

    In Thailand scheitert das Ganze immer an der Umsetzung.

    Und egal wie eine Wahl ausgehen wird, es wird wieder Proteste geben, und in spätestens in ein paar Jahren wird wieder die Armee auf den Plan gerufen weil das Land unregierbar ist.

    • STIN STIN sagt:

      kann man nicht sagen. Ich stelle hier eine gewisse Müdigkeit fest, immer wieder eine Thaksin-Partei zu wählen. Schon die letzte Wahl ging für Yingluck schon sehr knapp aus, um die 256 Sitze von 500. Das dürfte keine Thaksin-Partei mehr erreichen. Somit ist also nicht sicher, ob es wieder zu einer vom Thaksin-Clan geführten Regierung kommen wird. Schaffen sie aber keine absolute Mehrheit, werden sich die andern Parteien sicher mit der DP verbünden und eine Dp-geführte Koalition bilden.

      Sollte also dann Abhisit wieder regieren, dürfte es keine grossen Proteste mehr geben. Durch das neue Demogesetz, dürften die auch schwer zu organisieren sein. Nachts-Demos sind verboten, also nur bei Tag usw.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)